Mir geht es psychisch nicht gut, weiß jemand was ich noch tun kann?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hey,

also erst mal echt RESPEKT. Du hast es bis hier hin geschafft, trotz der schlimmen Erlebnisse und das schaffen nicht viele. Du bist stark und mutig und ich denke die größte Angst hast du bereits überwunden.

Ich denke was dein Problem ist und auch meins, dass wir zu sehr in der Vergangenheit leben und nicht in der Gegenwart. Wir machen uns Vorwürfe über das, was passiert ist, weil wir denken, dass wir es hätten ändern können, weil wir alle Schuld auf diesen Moment schieben, warum wir heute so sind wie wir sind und wo wir sind, anstatt uns über das, was PASSIERT Sorgen zu machen. Also in der Gegenwart.

Ich hatte schon vor vielen Sachen Angst, aber ich habe sie trotzdem gemacht. Wie? Keine Ahnung, ich habe es einfach gemacht und das ist die einzige Lösung, wie man eine Angst überwindet. Man muss sich selber überwinden, man muss in die Kiste greifen, um zu sehen, was drin ist. Und wenn ich mich erst mal überwunden habe und gesehen habe, was die Belohnung dafür war, dann habe ich all meine Ängste vergessen.

Ich habe auch schon viele Freunde verloren, die ich sehr gut kannte und mit denen ich viel zu tuen hatte. Aber Freundschaft ist ein Wandel und man lernt von den Milliarden Menschen auf der Welt immer neue kennen. Manchmal bleiben sie für Jahre deine Freunde, manchmal nur für ein paar Monate. Aber irgendwann geht jeder seine Wege und versucht sein eigenes Leben aufzubauen und ich finde du solltest dich jetzt auch trauen das zu tun.

Hast du irgendein richtig coolen Traum oder ein richtig cooles Hobby, was du machen kannst? Z.B. Physik lernen in deiner Freizeit oder Chemie / Biologie, Astronomie? Kampfsport? Irgendwas, was du dir aneignen kannst? Wie wäre es mit Photoshop oder generell Grafik Design, Internetseiten Entwicklung und Design oder eigene Computerspiele und Programme entwickeln? Mein Bruder hat sich selbstständig Wissen angeeignet und jetzt macht er es professionell und verdient sein Geld damit. Mach doch auch sowas, ich bin mir sicher, du findest was, was dir Spaß macht und dann übst du es solange, bis du ein Profi darin wirst und auch einen Job findest, der dir Spaß macht.  Vielleicht denkst du dir jetzt: Hä, aber wie soll ich das schaffen, dass ist doch unmöglich. Und genau ab diesen Punkt können Träume sterben. Deswegen sage das nicht und stempel nichts als unmöglich ab . Alles ist möglich. Manche Menschen haben schon die unglaublichsten Sachen geschafft und du kannst deine Träume sicherlich erreichen. 

Ich habe auch schon von einigen gesagt bekommen, ich sei schlecht und zu nichts fähig. Hab schon viele Sprüche abgekriegt. So ist das Leben manchmal, hart. Aber egal, ich hab es einfach ignoriert und wollte mich nicht auf deren Niveau begeben und dann hat mich was die gesagt haben auch nicht mehr gestört.

Ich denke du kannst deine Persönlichkeit revolutionieren und aufstehen und dann wirst du nie wieder in eine Klinik müssen. Das ist kein Traum, das ist Wirklichkeit und du wirst es meistern.

Ernähre dich gesund und treibe Sport und sei offen für die Dinge. Wenn dir etwas nicht gefällt, dann mach es nicht weiter und mach das, was DIR Spaß macht, denn es ist DEIN Leben!

Alles Gute!

Hier noch ein Motivationsvideo auf Englisch:

 

https://www.youtube.com/watch?v=mgmVOuLgFB0
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Ich lebe zu sehr in der Vergangenheit, aber ich versuche das zu ändern. Das schaffe ich aber leider nicht, zumindest nicht allein.
Das einzige wozu ich mich motivieren kann sind Gedichte. Ich schreibe Gedichte und veröffentliche sie in meinem Blog. Physik ist eines der schlimmsten Schulfächer, die es gibt und für Biologie, Kampfsport etc. interessiere ich mich auch nicht so besonders.
Ich habe leider auch (fast) nur Träume die eigentlich unerreichbar sind und wenn, dann dauert es noch sehr sehr lange, bis ich sie verwirklichen kann.
Das mit dem ignorieren geht bei mir gar nicht. Ich nehme das immer sofort persönlich, falle wieder in ein Loch, ziehe mich zurück und weine. Sowas kann ich einfach (noch) nicht ab. Kritik ist ganz schlimm für mich.

Ernähre dich gesund und treibe Sport und sei offen für die Dinge. Wenn dir etwas nicht gefällt, dann mach es nicht weiter und mach das, was DIR Spaß macht, denn es ist DEIN Leben!

Das ist echt schön gesagt und das ist eben auch das, was ich tagtäglich versuche. Aber nichtmal das essen bekomme ich richtig auf die Reihe, dann werde ich noch unmotivierter, meine Waage ist gemein zu mir und dann ist meine Laune noch schlechter. Das ist das, was ich in der Klinik gelernt habe zu tun, aber es einfach nicht umsetzen kann, weil ich so tief in einer Depression stecke. Ich versuche es aber trotzdem jeden Tag.

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@Emily4erdbeer

Wie wäre es, wenn du dir einen Verein suchst? Sport, oder einfach nur Gesellschaftsverein, wo viele Mädchen / Frauen sind? Dann findest du Freundinnen und kannst du mit ihnen austauschen. Kritik und Belästigung, das sind beides Dinge, die mal jeder im Leben erleben wird. Ohne Belästigung, bzw. Offensive von anderen, kriegen wir kein dickes Fell und ohne Kritik lernen wir nicht weiter, bzw. entwickeln wir uns nicht weiter. Geh mal auf FlowFinder bei YouTube. Der Kanal hat sehr viele Videos über diese Themen. Hat mir sehr geholfen und besuch doch mal das Forum, das ich dir verlinkt habe. Ich bin da auch angemeldet. 

Ansonsten musst du einfach weiter versuchen. Dass du es versuchst, das ist besser, als es gar nicht erst zu machen und dafür Hut ab. 

Gute Ernährung ist nicht gleich alles Süße und Fettige von der Liste streichen. Nasche immer noch, aber bau in deinen Tagesplan mal ein paar Fruchtsalate oder Gemüsepfannen ein und vielleicht mal einen Fisch und wie wäre es, wenn du mal Rehabilitationssport anfängst? Das macht man mit vielen Leuten zusammen und das ist echt cool. Ich mache es selbst. Die Leute sind nett und man macht ein bisschen Sport in der Woche. Ansonsten wie wäre es mit langsamen Fahrradtouren ein Mal die Woche, vielleicht mit alten Freunden? Wieso nimmst du kein Haustier (Hund, Katze vielleicht) auf? Ich habe einen Kater und er muntert mich neben meiner Familie auch sehr auf. Versuche doch auch einen kürzeren Draht zu deiner Familie aufzubauen, vielleicht hilft es dir, dann kannst du auch mit ihnen über deine Probleme reden.

Die Beispiele oben, was du lernen könntest, das waren nur ein paar von vielen Möglichkeiten, was man machen kann. Hier eine Hobbyliste: http://www.hobbymap.de/ Du findest bestimmt was.

Bei Fragen oder wenn du einfach nur schreiben willst , melde dich.

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@RicVirchow

Ich habe schon alle Nachbarorte durchgeklappert, ne dreiviertel Stunde von mir würde es einen Theaterverein geben, wo ich mich anmelden möchte, wenn es mir ein bisschen besser geht. Im Sportverein hier im Ort möchte ich mich auch im Dezember anmelden. Ich bin (eigentlich) auch Jugendleiterin in einem Verein, aber das schaffe ich gerade absolut nicht mehr. Ich habe es versucht, aber habe dann weinend, total überfordert mit Kopfschmerzen aufgegeben. Ich hoffe, dass ich auf den Seminaren von meinem BFD neue Leuete in meinem Alter kennen lerne :)

Ich hatte soweit ich denken kann vor Tieren Angst. Inzwischen habe ich es so weit überwunden, dass ich Hunde und Katzen streicheln kann, aber auf den Schoß/Arm nehmen geht noch gar nicht. Ich dürfte auch gar keine Haustiere haben.

Das mit meiner Familie habe ich in der Klinik schon in Familiengesprächen versucht, das Verhältnis ist einfach zu gestört, um da noch/wieder eine richtige Beziehung aufzubauen. Bei meinem Vater hat meine Therapeutin gesagt ich solle mich mit dem Gedanken anfreunden, dass er mir niemals wirklich zuhören können wird oder mir ein richtiger Vater sein kann.

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@Emily4erdbeer

Wow du bist also eigentlich ziemlich aktiv, jedenfalls wenn du nicht in dieser Phase bist. Also sei doch stolz auf dich! Das schaffen nicht viele. Das mit dem Theaterverein ist doch ne super Idee und ich denke es ist perfekt dafür, um dein Selbstbewusstsein aufzubauen. Habt ihr sowas, wie eine Tanzschule? Tanzen und Theater ergänzt sich beides super. Wie wäre es außerdem mit kochen? Also jetzt nicht nur backen, sondern so richtig kochen? Mir macht das immer viel Spaß und so vertreib ich richtig viel Zeit (mehrere Stunden auf einmal) ohne es zu merken und man entwickelt eine Leidenschaft.

Wieso hast du vor Tieren Angst und wieso darfst du keine Haustiere haben? Es gibt zumindest bei Katzen nichts, wovor man Angst haben sollte. Mein Kater schmust mit hier fast jeden Tag und spielt manchmal auch mit mir. Aber kein Grund Angst zu haben. 

Das mit deinem Vater tut mir Leid ... generell, dass deine Familie wohl in einem ziemlich zerstrittenen Zustand ist. Aber ich meine im Grunde genommen ist es deine Familie und du solltest ihnen danken, wie auch jede anderen Söhne / Töchter auf dieser Welt. Sie sind die Einzigen, die du nicht verlieren wirst, wie z.B. Freunde. Also würde ich niemals aufgeben ein gutes Verhältnis zu ihnen aufzubauen und ich denke, wenn du und dein Vater erstmal ein besseres Verhältnis habt, dann wird er dir auch viel mehr zuhören. 

Und wenn es nicht geht, ich meine du hast hier viele mit den du schreiben kannst (ich z.B.) plus die Seite, die ich dir verlinkt habe. Da gibt es einen Live Chat, wo immer ca. 15 Leute on sind, mit denen man sich über Probleme austauschen kann. Dort hat jeder, der dort angemeldet ist, etwas mit Depressionen oder Ängsten zu tun. Ich bin dort auch angemeldet. Also traue dich und erstelle dir ein Account dort und führe ein Online Tagebuch. Damit machst du nichts falsch und es wird dir sicherlich helfen, glaub mir, mir hat es auch sehr geholfen.

Liebe Grüße!

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@RicVirchow

Mein Problem ist, dass ich zu viel denke und zu wenig tue. Wer weiß, wann ich mich tatsächlich in den Vereinen anmelde... Eigentlich wollte ich schon im November mit dem Sport anfangen. Darum ging es auch im letzten Nachgespräch mit meiner Kliniktherapeutin: Ich soll weniger denken und mehr machen. Aber das ist einfacher gesagt, als getan.

Zumba und Theater und Fahrschule und arbeiten reicht mir dann auch erstmal, da muss ich nicht noch kochen oder so ;) Kochen ist sowieso nichts für mich, habe ein etwas anderes Verhältnis zum Essen.

Ich weiß nicht woher die Angst von den Tieren kommt. Meistens ist es die Angst, dass sie sich in meiner Nähe übergeben könnten oder dass sie mich beißen/kratzen.

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Unterstützung finden ist in der Tat sehr schwer.

Welche Form von Unterstützung würdest Du denn finden?
Kennst Du das Gefühl, wenn Du etwas ganz viel möchtest, dass Du dann die Energie dazu hast? - Vielleicht magst Du aktuell auch gar keine Therapie mehr ambulant machen. Schließlich sind 12 Jahre auch eine enorm lange Zeit. fast 2/3 Deines Lebens hast Du ohne Therapie bewältigt. Wie könnte so eine Art "Selbstständigkeit" entstehen?

Bitte finde heraus, welche Strategien und Unterstungsformen Dir in der stationären Therapie geholfen haben. Woran Du ambulant anknüpfen kannst. Das ist enorm wichtig. Andernfalls wirst Du nicht als "Praktikantin" in einer WfbM arbeiten, sondern als "Besucherin" - wenn das überhaupt Deine Stabilisierung zulässt.

Kennst Du die Gründe bzw. Auslöser für die Soma*-Störungen? Das wäre wohl wichtig herauszufinden, damit an den Gründen gearbeitet werden kann. Eventuell somit Trigger/Auslöser finden.
Die Gegenseite ist: was tut Dir gut? Was sind Deine Bedürfnisse? Was gibt Dir Kraft/Energie? - Wenn Du Dich nicht mit den Themen auseinandersetzen magst, dann werden auch langfristig keine Tabletten helfen. Bitte sieh die Tabletten, insofern Du diese nehmen magst, eher als "Krücken" an. Weil sonst wirst Du auch keine Fortschritte erzielen können. Was gibt Dir Orientierung im Leben? - Wenn Du das nicht weißt, dann gilt es daran zu arbeiten. Damit Stabilität einkehren darf in Deinem Sein. Das ist enorm wichtig.

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Ich habe im Moment so unregelmäßige und so schlechte ambulante Therapie, dass es fast ist wie keine. Ich glaube ich habe mich selbst eigentich schon fast aufgegeben und habe auch kaum noch Energie, aber mir bleiben eben nur diese beiden Möglichkeiten: Entweder Arbeiten oder Therapie. Wenn das arbeiten nicht klappt, muss ich ja in Therapie, da bleibt mir ja nichts anderes übrig, weil ich sonst (wieder) arbeitslos bin und das bringt mir kein Geld und eine Lücke im Lebenslauf. Um ehrlich zu sein, habe ich kaum Kraft für eine Therapie und ich würde mein Leben am Liebsten einfach schmerzfrei beenden. Das geht aber ebennicht und deshalb versuche ich das beste draus zu machen, was mit meinenganzen Beschwerden aber so unglaublich schwierig ist.

Ich kenne mich damit echt zu wenig aus, um wirklich sagen zu können, was mir geholfen hat. Ich habe einfach immer versucht das zu machen, was mir gesagt wurde, hatte drei Familiengespräche und nach dem Aufenthalt war ich schlauer, selbstbewusster, erfahrener und konnte echt viel mitnehmen, OBWOHL es mir danach noch schlechter ging.

Nein, Gründe kenne ich leider nicht. Es war einfach so, dass ich (fast) jeden Tag krank war und ich dann in der Klinik die Diagnose Somatisierungsstörung bekommen habe. Ich muss immer noch ständig Termine absagen, weil ich krank bin. Ich brauche Freunde und einen Freund, dann wäre ich schon überglücklich. Das würde mir gut tun. Ansonsten wenn ich merke, dass ich gebraucht, gemocht und akzeptiert werde.

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@Emily4erdbeer

Das sind aber alles Gründe von außen, die Dir gut tun. Du machst Dich von der Außenwelt abhängig.

Eventuell ist aber auch das ein guter Punkt zu wissen, weil genau dieser Dir auch Stabilität geben kann (quasi als "Medikament" angesehen werden kann. Schließlich sollen Medikamente auch nur durch die Krisen helfen, damit an sich gearbeitet werden kann.) Und eventuell sind auch auch die Kontakte in der Klinik gewesen, die Dir gut getan haben. Das könnte auch erklären, weswegen Du nicht sagen kannst, was genau an den Inhalten Dir gut getan hat, bzw. weswegen es Dir nach dem Aufenthalt massiv schlechter gegangen ist, obwohl Du den Aufenthalt als sinnvoll angesehen hast.

Wenn dem so ist, dann gäbe es 2 Möglichkeiten:

1.) Ein Wohnheim für psychisch erkrankte Menschen, die aber auch dazu anhalten, die eigene Entwicklung zu fördern. Das ist nicht in jedem Betreuungskonzept enthalten.

2.) Ein BBW (Berufsbildungswerk) für ein Berufsvorbereitungsjahr. Wo Du in einem Internat untergebracht wärst. Einige BBW's bieten auch "berufsbegleitende Maßnahmen" an, wo Du Deine Stärken, Grenzen herausfinden kannst und andere Dinge über Dein Sein erfährst. Durch ausprobieren. Das wäre auch beides: ein Beruf und gleichzeitig arbeitest Du an Deinem Sein.

Ich kann Dir auch mit großer Wahrscheinlichkeit vorhersagen, was passieren wird, wenn Du "einfach so weiter machst, wie bisher". Denn wenn nicht lernst / lernen kannst, Dich selbst zu reflektieren, etwas über den Gründen Deiner Symptome herausfindest,... dann wirst Du wahrscheinlich nur noch mehr verzweifeln und irgendwann in die Arbeitsunfähigkeit stürzen. Was danach kommt, das liegt dann größtenteils an Dir.

Bitte versuche nun herauszufinden, was Dir Stabilität bringen kann. Es muss auch kein Wohnheim sein, sondern eine betreute WG oder ähnliches. Aber es liegt auch an Dir, dass Du verstehst, was und warum Du etwas tust. Also nicht nur das machen, was von Dir verlangt wird, sondern auch Dich hinterfragen, warum es sinnvoll ist. Das hat im übrigen auch nichts mit "zu wenig Erfahrung" zu tun - schließlich sollten 12 Jahre Therapie eine enorme Erfahrung voraussetzen. Bitte übernehme Verantwortung für Dein Sein. Unabhängig von anderen Menschen - innerhalb des Lebens. Es ist schwer und doch ist es möglich.

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Lass dich nicht unterkriegen! Es ist nur eine schlechte Zeit und kein schlechtes Leben!

Wusstest du, dass negative Gedanken und Stress die Schwachstellen des Körpers attackieren? Also wenn es dir auf Dauer psychisch nicht besonders gut geht, wirkt sich das auch physisch aus. Dies könnte der Grund für deine immer wiederkehrenden Krankheiten sein. Ich weiß, das ist jetzt viel einfacher gesagt als getan. Aber du musst versuchen, deine Denkweise Schritt für Schritt zu verändern. Der Mensch ist allein durch Kraft seiner Gedanken zu viel mehr fähig, als die meisten vermuten. Statt dich immer nur fertig zu machen, musst du lernen, Stärke aus dir selbst zu schöpfen. Finde Mut und Glück in dir selbst wieder. Beide sind da. Du hast sie nur vergessen, wegen des vielen Schmerzes, der dir wiederfahren ist. Schmerz frisst Wunden in die Seele. Finde diese Wunden, die dich so quälen. Setz dich mit ihnen auseinander und sie werden allmählich zu Narben verheilen, die dich zwar geprägt haben, jedoch nicht mehr verletzen. Lass dich nicht mehr von Ängsten kontrollieren und fang an, dein Leben so zu leben, wie du es möchtest. Es könnte auch sein, dass deine Psychologin bei dir nicht mehr weiterweiß, weil du die Hoffnung aufgegeben hast? Lass dir helfen, aufzustehen. Manchmal muss du die Hand nur noch erkennen, die nach dir greift, um dich hochzuziehen.

Ich wünsche dir ein schönes und erfülltes Leben. Wenn ein Regentag dich traurig macht, dann erinnere dich daran, dass sich hinter den Wolken die Sonne befindet.

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Genau das, was du schreibst, versuche ich gerade. Aber ich merke, dass ich das allein nicht schaffe, sondern Hilfe brauche. Ich weiß nur leider (noch) nicht, wo ich diese Hilfe finden kann. Ich habe es in der Klinik auch tatsächlich schon geschafft einige Denkmuster zu verändern.

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@Emily4erdbeer

Es ist gut, dass du das erkannt hast. Versuch noch, dich nicht immer als Last für andere zu sehen. Viele Menschen wollen dir wirklich helfen. Und sie warten nur darauf, dass du ihre Hand nimmst. Weiterhin viel Glück!

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Wow, schöne Antwort.

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Hey, Ich war schon wegen meiner schweren Depression und Posttraumatischen Belastungsstörung in einer Psychiatrie. Ich bin da schon seit sieben Wochen draußen, und war dort zwei Monate. Letzte Woche hatte ich da das Nachgespräch gehabt. Ich bin jetzt bei einer neuen Psychiaterin, weil ich das mit meiner alten nicht mehr ab konnte, wegen reden und vertrauen. Naja, meine Therapeutin in der Klinik, sagte zu mir, wenn ich nicht der neuen Psychiaterin anvertrauen/reden kann, lässt sie mich wieder einweisen, aus verschiedenen Gründen. Ich habe erst fünf "kennenlernen Stunden" bis es entschieden wird. Zwei habe ich schon gemacht. Aber irgendwie kann ich nicht wirklich mit ihr reden, sie ist auch etwas komisch und verbessert mich ständig. Und sie sagte auch zu mir, dass sie sich nicht wirklich viel über Selbstverletztendes Verhalten beschäftigt (was ich auch mache). Aber ich würde echt gerne damit aufhören, aber ich weiß halt nicht, ob das denn da was bringt. Und ich weiß nicht, ob es mir was bringt in die Klinik zurückzugehen. Oder gibt es andere Möglichkeiten?

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