Minusstunden und Eigenkündigung bei Zeitarbeit

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4 Antworten

Dir dürfen bis zu 35 Stunden vom Lohn abgezogen werden, aber nicht mehr, wenn keine Möglichkeit besteht, dass du diese nacharbeitest.

Natürlich bekommst du diese nicht ausgezahlt, es sind Minusstundne und keine Überstunden.

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Kommentar von Caro9
01.11.2012, 01:04

Danke für deine Antwort.
Ich habe 1 Woche von 4 Wochen gearbeitet, die restlichen 3 Wochen bin ich von der ZAF nicht eingesetzt worden.
Darum habe ich "auszahlen" geschrieben.

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Es kommt darauf an, wie die Minusstunden entstanden sind. Sind sie mangels Einsatz entstanden, sind sie rechtlich überhaupt nicht existent, denn aus der Rechtslage nach § 615 BGB i.V.m. § 11 Abs.4 Satz 2 AÜG ergibt sich, dass sie nicht entstehen können, da der Arbeitnehmer bei Annahmeverzug so zu behandeln ist, als wäre er Arbeiten gewesen.

Zudem wäre diese Klausel nur Wirksam, wenn dies auch für den Arbeitgeber gilt und ebenfalls auf Plusstunden anzuwenden wäre. § 615 BGB sagt auch, dass der Arbeitnehmer nicht zur Nachleistung verpflichtet ist bei Annahmeverzug - heißt also, man kann ihm nichts abziehen, weder an Stunden oder Urlaub noch an der Vergütung.

Aber insofern ich diese Stunden unverschuldet nicht gearbeitet habe, weil der AG mich z.B. nicht eingesetzt hat, ist der AG verpflichtet, diese Stunden trotzdem zu bezahlen.

genau dass ist nicht zulässig, da § 11 AÜG in Absatz 4 Satz 2 besagt, dass von der Pflicht aus § 615 BGB nicht durch Vertrag abgewichen werden kann oder eingeschränkt wird - die Klausel ist also auf Minusstunden die wegen fehlenden Einsatz aufgelaufen sind (was sie ja nicht dürfen) nicht anwendbar.

Minusstunden die wegen fehlendem Einsatz aufgelaufen sein sollen sind nicht existent, da sie dem Gesetz nach überhaupt nicht auflaufen können

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Kommentar von Caro9
02.11.2012, 00:49

Bedeutet das nun, sie müssten mir die Stunden komplett auszahlen? Der § wäre also unwirksam und ich könnte dagegen (erfolgreich) klagen?

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Kommentar von Caro9
03.11.2012, 19:20

Die Frage ist also, ob die Minusstunden durch mein Verschulden oder unverschuldet zustande gekommen sind?

Die ZAF wirft mir vor, mich nicht bei ihnen telefonisch gemeldet zu haben, als ich ohne Arbeit war. (Im Vertrag steht, ich habe mich täglich 3x zu melden - oder nach Absprache) Jedoch haben sie mir kurz vorher telefonisch gesagt, ich solle mich melden, wenn ich arbeiten gehe. Ich habe sogar noch mal nachgefragt. Vielleicht ein Missverständnis, dass sie meinten, ich solle mich in beiden Fällen melden, ich habe das anders verstanden. Darüberhinaus sollte man doch auch annehmen, dass die ZAF weiß, wo/ wann ihre Arbeitnehmer arbeiten, zumal sie mich angerufen hatten und sagten, nächste Woche geht's nach x (und nicht: die nächsten 4 Wochen und es war dann vorher zu Ende). Sehe auch keinen Sinn darin, ständig anzurufen, sie hatten schließlich meine Nummer und ich bin erreichbar gewesen.

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Wenn du kündigst musst du eine Kündigungsfrist einhalten.

Solltest du dann noch Minusstunden haben, weil du in der Vergangenheit z.B. zu häufig paar Stunden früher heimgegangen bist aber zum Ausgleich nie Überstunden gemacht hast, hättest du ja mehr Geld bekommen als erarbeitet.

Das wäre dann von deinem Resturlaub oder falls der auch nicht mehr da ist, vom Lohn ab zu ziehen.

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Kommentar von Caro9
01.11.2012, 00:58

Ich habe Minusstunden, weil ich von der ZAF nicht eingesetzt worden bin. Darum werde ich auch kündigen.

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Kommentar von Caro9
01.11.2012, 01:09

Nachtrag: Bist du sicher, dass sie das vom Resturlaub abziehen können? Das glaube ich nicht, schließlich gibt es gesetzlich festgelegte Erholungsmindestzeiten und die darf dir keiner nehmen.

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Minusstunden sind Stunden, die du NICHT abgeleistet hast.

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Kommentar von Caro9
01.11.2012, 01:08

Ja. Aber insofern ich diese Stunden unverschuldet nicht gearbeitet habe, weil der AG mich z.B. nicht eingesetzt hat, ist der AG verpflichtet, diese Stunden trotzdem zu bezahlen.

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