Minusstunden ohne Arbeitszeitkonto?

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2 Antworten

Sind die Minusstunden selbst verschuldet weil Du später zur Arbeit gekommen oder früher gegangen bist, braucht der AG diese nicht bezahlen. Der AG darf aber Urlaub ohne Dein Einverständnis nicht mit Minusstunden verrechnen.

 Einen Ausgleich der Minusstunden durch Urlaubstage darf es aber auch nur geben, wenn Du mehr als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub bekommst und damit einverstanden bist. Der Mindesturlaub ist geschützt und kann nicht abgedungen werden.

 Das ist auch nicht ohne Grund so. Sonst kämen womöglich einige AG auf die Idee dem AN den Urlaub "abzukaufen" und manche AN würden lieber das Geld nehmen als den Urlaub und der Zweck des Mindesturlaubs, die Erholung der AN, würde verfehlt.

Hast Du Minusstunden weil Dein AG Dir nicht genug Arbeit gibt obwohl Du arbeiten möchtest, muss er Dir die vertraglich vereinbarten Stunden trotzdem bezahlen. Er befindet sich dann nach § 615 BGB in Annahmeverzug. Da können keine Minusstunden entstehen und es muss auch nicht nachgearbeitet werden.

Das Betriebsrisiko trägt der AG und die Organisation der Arbeit, Einteilung der MA ist Sache des AG. Er ist genau so verpflichtet für die vereinbarten Arbeitsstunden Arbeit einzuteilen wie der AN verpflichtet ist, diese Stunden zu arbeiten.

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Fragt sich, auf welcher Basis du beschäftigt bist, Festgehalt oder stundenweise

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