Minijob kein Geld erhalten, Anklage?

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2 Antworten

1.) Hast Du denn mittlerweile einen schriftlichen Arbeitsvertrag vorliegen?

2.) Hat Dein Arbeitsverhältnis am 1. Dezember 2015 begonnen?

3.)  Rechtsgrundlage für den Minijob ist § 8 SGB IV. Zu den Überstunden im Dezember: Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450,00 € führt nicht zur Sozialversicherungspflicht. Siehe dazu auch die Aussage der Minijobzentrale (https://www.minijob-zentrale.de/DE/0\_Home/01\_mj\_im\_gewerblichen\_bereich/04\_450\_euro\_minijob/02\_verdienstgrenzen/node.html) unter dem Reiter "Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze". Es wäre also tatächlich kein Problem diese auszuzahlen oder in den Folgemonaten die Überstunden abzubauen.

4.) Fiktiv den Arbeitsbeginn auf November vorziehen mit einer Korrekturmeldung bei der Zentrale? Damit habe ich irgendwie kein gutes Gefühl...

5.) Wann warst Du das letzte Mal arbeiten im Februar?

5.1) Arbeitsverweigerung ist zwar berechtigt, es wäre jedoch besser gewesen dies vorher anzukündigen.

6.) Denke daran, dass Du auch einen Urlaubsanspruch hast, der Auszuzahlen werde.

7.) Schau mal hier: http://www.kluge-recht.de/arbeitsrecht-ratgeber/lohn-gehalt-was-tun-wenn-der-arbeitgeber-nicht-zahlt.html bezüglich Punkt 2 (Abmahnung), Punkt 6 (Klage erheben) und Punkt 9 (Fristlos kündigen, Verdienstausfall und eine Abfindung verlangen)

Punkt 2 würde ich an Deiner Stelle sofort machen, dann Punkt 9 und Punkt 6.

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Kommentar von HoneyMouse1
27.04.2016, 00:53

1)Einen schriftlichen Vertrag habe ich bisher immer noch nicht (habe aber mehrfach darum gebeten).

2)Und ja mein Arbeitsverhältnis hat am 01. Dez. begonnen und wurde dann später wie gesagt rückwirkend auf den 01. November angemeldet (also nicht von mir, ich wusste das erst gar nicht, hab es dann auf der Abrechnung gelesen und dann nachgefragt).

3)Das habe ich auch schon gelesen, dachte aber, dass das Weihnachtsgeschäft vorauszusehen war vom Arbeitgeber...

5) Am 15. Februar... Ich hatte jedoch auch keine festen Arbeitszeiten, geschweige denn dass es jemandem aufgefallen ist, dass ich nicht da war. Da im Januar ja fast alle Mitarbeiter entlassen worden sind habe ich im Februar fast komplett alleine dort gearbeitet und mein Chef war nicht erreichbar und hat sich auch nicht blicken gelassen. Ich hatte auch keinen Kundenkontakt, habe eigentlich die meiste Zeit alleine und selbstständig gearbeitet und Aufgaben übernommen, für die ich eigentlich nicht zuständig war, jedoch kein anderer sie gemacht hat...

6) Das mit dem Urlaubsanspruch wusste ich gar nicht :(
Was steht mir denn da zu?

7) Alles klar. Vielen Dank für die Mühe!!!

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Für dich sicher keine, für den Arbeitgeber aber sicherlich. Anders wirst du nicht an dein Geld kommen, dein Anwalt wird dich beraten.

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Kommentar von Xipolis
27.04.2016, 00:24

Den Anwalt muß aber HoneyMouse1 außergerichtlich und in 1. Instanz selbst zahlen, egal ob sie gewinnt oder verliert.

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