Minijob: die 400€ Grenze einmalig durch Zählerablesen überschreiten?

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5 Antworten

Die Obergrenze für Minijobs beträgt zur Zeit 450 Euro/Monat.Diese Obergrenze gilt auch für Jobs bei zwei Arbeitgebern.Abgesehen davon kann der zweite Job auch als kurzfristige Beschäftigung von vornherein auf max drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt werden.

Es handelt sich um 2 verschiedene Arbeitgeber. Wenn du von vornherein nur für eine Woche beschäftigst wirst, kann das als sv-freie kurzfr. Beschäftigung abgerechnet werden. Ansonsten müssten beide Jobs zusammengerechnet werden (wenn der zweite Job überhaupt einen Minijob darstellt) und von beiden Jobs müssten SV-Abgaben abgeführt werden.

Khyzer 30.10.2012, 11:31

Ja, es ist sicher, dass ich nur für eine Woche und nicht länger beschäftigt werde. Meinen "Haupt" Minijob, mache ich nun schon knapp 3 Jahre und werden diesen auch noch behalten. Die Sache mit dem Ablesen wäre halt einmalig eine Woche im Dezember. Danach hat man mit der Firma nichts mehr am Hut.

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Das wird nur gehen, wenn du bei beiden AG zusammen unter 400 EU bleibst. Sobald du mehrere geringfügige Beschäftigungen hast und insgesamt 400 EU überschreitest, werden beide beschäftigungen Steuer- und SV pflichtig (wobei aber keine Steuern sondern lediglich SV anfallen dürften), so dass sich das ganze für dich kaum lohnen dürfte.

Du darfst einmal im Kalenderjahr die Grenze überschreiten, ohne dass es zur Sozialversicherungs- oder Steuerpflicht kommt.

Khyzer 30.10.2012, 11:02

Also könnte ich ohne Probleme im Dezember 400€ durch Minijob + 400€ durch das Ablesen erhalten? Ich bräuchte ja nur die Einverständnis, von beiden Arbeitsgebern.

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ghostwalker29 30.10.2012, 11:05

Bei einem Arbeitgeber, ja. Mit Begründung durch unvorhergesehene Mehrarbeit, Vertretung etc. Bei mehreren AGs aber nicht.

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siola55 30.10.2012, 12:00

Wo hast du die Weisheit her???

Beim Hinzuverdienst in der vorzeitigen Rentenversicherung gibt es eine ähnliche Regelung:

Darf es ein bisschen mehr sein?

Zwar dürfen Sie Ihre Hinzuverdienstgrenze grundsätzlich nicht überschreiten, dennoch gibt es eine Ausnahme.

Unabhängig davon, ob Sie eine Vollrente oder eine Teilrente erhalten: Sie dürfen die Hinzuverdienstgrenze, die Sie mit Ihrem „normalen“ Verdienst einhalten, zweimal pro Kalenderjahr bis zum doppelten Wert überschreiten. Neben einer Vollrente dürfen Sie regelmäßig 400 Euro hinzuverdienen. Hiervon abweichend darf Ihr Hinzuverdienst in zwei Monaten also bis zu 800 Euro betragen.

Aber beim 400-Euro-Minijob gibt es nur eine Regelung: Der monatliche Durchschnitt innerhalb 12 Monaten darf die 400 € nicht überschreiten, bzw. der Jahresverdienst beträgt max. 4800 € !!!

Sobald im Durchschnit nur 400,01 € mtl. erreicht wird, muß der AG dich anmelden und zwar nennt sich dies die Gleitzone von 400,01 € bis 800 € !

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ghostwalker29 30.10.2012, 12:43
@siola55

Ok. Von vorne. Für die Langsamen.

Annahme: Monatlicher Verdienst von GENAU 400 EU. Entspricht, wie du ja schön vorgerechnet hast 4800 EU im Jahr.

Nun darf man ja mehr nicht verdienen. ABER mit Begründung durch unvorhergesehene Mehrarbeit, Vertretung etc DARF dieser jährliche Grenzbetrag überschritten werden. Ende der Geschichte. Aber ich geb dir gerne noch ein Beispiel:

Eine familienversicherte Aushilfsverkäuferin arbeitet seit dem 1.1.2011 gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 360 EUR. Ende Oktober 2011 bittet der Arbeitgeber sie wider Erwarten, vom 1.11. bis zum 31.12.2011 zusätzlich die Krankheitsvertretung für eine Vollzeitkraft im Weihnachtsgeschäft zu übernehmen. Dadurch erhöht sich das Arbeitsentgelt der Aushilfsverkäuferin in den Monaten November und Dezember 2011 auf monatlich 1.800 EUR.

Lösung: Die Aushilfsverkäuferin bleibt auch für die Zeit vom 1.11. bis zum 31.12.2011 weiterhin versicherungsfrei, da es sich nur um ein gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze handelt. Der Arbeitgeber hat auch in der Zeit vom 1.11. bis zum 31.12.2011 Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zu zahlen, dann allerdings aus einem Arbeitsentgelt in Höhe von 1.800 EUR.

Aber das geht sehr ins Sozialversicherungsrecht, wo du offensichtlich nicht so die Kenntnisse hast.

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Steuern musst du deswegen ja keine bezahlen aber Sozialversicherungen

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