minijob 150 stunden im monat?

4 Antworten

150 Stunden im Monat kommt schon sehr nah an eine Vollzeitstelle ran (die hätte zwischen 160-173 Stunden im Monat) - von Minijob sind wir da meiner Meinung nach sehr weit entfernt.

Zudem reden wir bei 420€ für 150 Stunden im Monat über einen sittenwidrigen Stundenlohn von 2,80€ - da sollte sich also ganz schnell etwas ändern.

Wenn du die Stundenerhöhung von 6,5 Stunden pro Woche auf 6,5 Stunden pro Tag stillschweigend annimmst, kann daraus durchaus ein Vollzeitarbeitsverhältnis werden. Da müssen auch Teilzeitkräfte aufpassen dass dies nicht passiert.

Ich würde also schleunigst das Gespräch suchen und nochmal klar stellen dass du auf Minijob-Basis angestellt bist und du derzeit deutlich zu viele Stunden leistest die du durch Freizeitausgleich nur schwer wieder abbauen kannst. (Du hättest ja knapp 28 Stunden pro Monat, bei 150 Stunden bräuchtest du ja knapp 4 Monate eine bezahlte Freistellung um von den Überstunden wieder runter zu kommen?)

// EDIT:
Es gibt ein paar Ausnahmen bei denen der gesetzliche Mindestlohn nicht gilt, z.B. Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Ausbildung

Offensichtlich nutzen sie die Situation aus, weil du bald deine Ausbildung dort anfangen willst. Ich würde mit der Leiterin Klartext reden, dass ich nicht mehr umsonst arbeiten würde (150 Std. x 9,60€ Mindestlohn = 1440€/mtl.)

Und wenn du am Sonntag keine Verbindung bekommst, dann sollen sie für die Taxifahrt aufkommen. An deiner Stelle würde ich mir das nicht länger gefallen lassen..

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

die auslegung des vertrags ist natürlich nicht rechtens: für 420 € eine arbeitsleistung abzugreifen, die nahe zu an vollzeitarbeit kommt, ist wucher.

auch wenn es einen vertrag über einen festbetrag gibt, hast du anspruch darauf, dass alles, was über deine arbeitszeit hinausgeht, ausgeglichen wird. entweder bezahlt oder durch freizeit. fordere ein, was dir zusteht: eine bezahlung für die überstunden.

nach der abzocke und so blöd, wie der chef daher redet von wegen taxi, würde ich mir überlegen, ob ich ausgerechnet bei denen eine ausbildung anfangen möchte.

zum frühdienst würde ich nicht kommen. der arbeitgeber hat zwar weisungsrecht. aber jemanden, der mit einem mini-job angestellt ist, einzusetzen, als wäre der auf rufbereitschaft, ist nicht ok. du hast von anfang an gesagt, dass diese frühschicht nicht geht und dann sollen sie doch bitte dir kündigen, wenn sie meinen, dass das ein grund wäre.

Das hört sich arg nach Ausbeutung an, stell deinen Chef mal zur Rede, sowas geht gar nicht!

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