minijob + kindergeld + harz 4?

5 Antworten

Alle Veränderungen in den witschaftlichen wie finanziellen Verhältnissen sind dem Jobcenter erst einmal mitzuteilen und jedes Einkommen wird in der Regel nach Abzug von evtl.Freibeträgen auf den Leistungsanspruch angerechnet !

Nun müsste man erst einmal wissen wie alt du bist,ob du mit deiner Mutter alleine wohnst,was die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) beträgt,was deine Mutter für dich außer dem Kindergeld evtl.noch bekommt ( z.B. Unterhalt ) und wie viel du dann jeden Monat an Brutto verdienst und was du aufs Konto überwiesen bekommst.

Wenn du noch keine 18 bist dann würde dein Kindergeld von derzeit 192 € voll auf deinen Bedarf angerechnet,zuerst auf deinen Regelsatz für den Lebensunterhalt und wenn das anrechenbare Einkommen den Regelsatz übersteigt dann auf deinen KDU - Kopfanteil,der berechnet sich aus der Warmmiete geteilt durch die Personen im Haushalt.

Dein Regelsatz liegt dann derzeit bei 311 € ( ab 18 - 24 wären es derzeit 327 € ) und dazu kommt dann min.noch dein KDU - Kopfanteil,dass zusammen ergibt dann dein Bedarf.

Also mal angenommen die KDU - beträgt 500 € und du wohnst mit deiner Mutter alleine,außer die 192 € Kindergeld bekommt sie nichts weiter für dich und hat selber auch kein Einkommen,dann würde sie für deinen Regelsatz vom Jobcenter noch den Differenzbetrag für deinen Regelsatz von 119 € bekommen und deinen KDU - Kopfanteil von angenommen 250 €.

Dann würde sie für dich angenommen 369 € pro Monat bekommen.

Wenn du jetzt angenommen 450 € Brutto verdienst und auch ohne Abzüge auf dein Konto bekommen würdest,dann stehen dir darauf Freibeträge nach § 11 b SGB - ll zu,dass wären zunächst einmal 100 € Grundfreibetrag.

Ab 100 € - 1000 € Brutto kämen 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto 10 % an Freibetrag dazu.

Demnach würden dir auf die übersteigenden 350 € Brutto die über den 100 € Grundfreibetrag liegen noch einmal 70 € ( 20 % ) an Freibetrag zustehen,gesamt dann also 170 € und diese würden von deinem Geld was du aufs Konto bekommst ( Netto ) theoretisch abgezogen,so blieben dann 280 € an anrechenbarem Erwerbseinkommen und die würden dann zusätzlich auf deinen Bedarf angerechnet.

Deine Mutter würde dann für dich keine angenommenen 369 €,sondern nur noch 89 € bekommen.

Sie hätte dann also weiterhin dein Kindergeld von 192 € + diese 89 € vom Jobcenter zur Deckung deines Bedarfs zur Verfügung.

Diese angenommenen 281 € könnten dann zunächst deinen KDU - Kopfanteil von angenommen 250 € abdecken und deinen Kopfanteil für den angenommenen monatlichen Abschlag für den Haushaltsstrom,der angenommen mal 62 € betragen würde,50 % ergeben dann 31 €.

Du hättest dann also noch deine 450 € zur Verfügung,die bekommst du ja vom Arbeitgeber ( AG ) und davon müsstest du deiner Mutter dann einen angemessenen Teil ( Kostgeld ) für deine Verpflegung usw.geben oder du einigst dich mit ihr das du alle weiteren Aufwendungen für dich aus den 450 € bestreitest.

Was dir aber in jedem Fall bleiben muss sind deine oben genannten Freibeträge,die stehen dir zur freien Verfügung,bei 450 € Brutto = Netto wären das also 170 € für dich.

Du bildest zusammen mit Deiner Mutter eine Bedarfsgemeinschaft.
Insoweit stellt derMinijob eine Einnahme dar, die anteilig mit dem Regelbedarf verrechnet wird.
Um 175€/Monat verbleiben anrechnunsgfrei.

Die Zahlen kannst Du hier eingeben und das Ergebnis bewundern:
http://www.hartziv.org/hartz-iv-rechner.html

Doch, du bekommst Geld. Deiner Mutter bekommt für dich Geld, da du ja wohl daheim keine Kosten deckst, oder?

Vom Minijob kannst du 100€ für dich alleine behalten, der Rest ist für den Unterhalt Bedarfsgemeinschaft da.

Kindergeld ist für deine Eltern und wird natürlich verrechnet, aber das passiert eh automatisch.

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