Minijob + Babysitten/ Selbstständigkeit - was bleibt übrig?

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4 Antworten

Bei Einnahmen in Höhe von 700 € monatlich bzw. 8400 € jährlich liegt dein zu versteuerndes Einkommen mit großer Wahrscheinlichkeit unter dem Grundfreibetrag von 8354 €. Einkommensteuer fällt daher nicht an.

Hallo,

die kostenlose Familienversicherung endet, wenn die Einkünfte monatlich mehr als 450 Euro betragen. Von den Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit können aber die Kosten abgezogen werden (z.B. Werbung, Fahrkosten ...). Der monatliche Mindestbeitrag für Kranken- und Pflegeversicherung beträgt 156,22 Euro (wenn die Einnahmen unter 921 Euro monatlich).

Falls die selbständige Tätigkeit hauptberuflich sein sollte, liegt der Mindestbeitrag für Kranken- und Pflegeversicherung bei 234,33 Euro monatlich.

Die Krankenkasse prüft auf Antrag vorab, ob eine Tätigkeit haupt- oder nebenberuflich ist.

Wenn man überwiegend für einen Auftraggeber tätig ist, können ggf. 18,9% der Einnahmen als Rentenversicherungsbeiträge anfallen. Nähere Auskünfte:

.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html

Steuerrecht:

http://www.steuer-schutzbrief.de/steuertipp-rubriken/steuer-tipps/artikel/was-und-wie-hoch-ist-der-grundfreibetrag.html

Gruß

RHW

glenzi 31.07.2014, 11:42

Hallo RHWWW: Du schreibst: "Falls die selbständige Tätigkeit hauptberuflich sein sollte, liegt der Mindestbeitrag für Kranken- und Pflegeversicherung bei 234,33 Euro monatlich."

Woher kommt denn die Info, gibt es da eine neue Regelung? Bisher mussten hauptberuflich Selbstständige immer nach der Mindestbezugsgröße bezahlen, die liegt derzeit bei 2073,75 Euro, davon 15,5 % KV = gut 321 Euro, hinzu kommt dann noch der Beitrag für die PV (je nach Kindernanzahl unterschiedlich) ca. 40 Euro. Macht zusammen für hauptberuflich Selbstständige einen Mindestbeitrag von gut 350-360 Euro pro Monat.

Ermäßigungen gibt es meines Wissens nur für Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit. Und das auch nur solange Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld gezahlt wird.

Kannst du das aufklären? Wäre ja wirklich angebracht, wenn die Selbstständigen auch bei niedrigen Einkommen nicht mehr über Gebühr hohe Mindestbeiträge mehr zahlen müssten.

Danke!

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RHWWW 31.07.2014, 20:42
@glenzi

Hallo Glenzi,

die bisherige Mindesteinnahme von 2073,75 Euro monatlich gilt weiterhin. Es gibt aber zwei Ausnahmen:

  • Bezieher von Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld: Mindesteinnahme von Euro monatlich

  • diese Sonderregelung für Existenzgründer gilt seit einigen Jahren auch für alle anderen Selbständigen, deren Einnahmen unter 2073,75 Euro liegen. Voraussetzung ist aber, dass kein Vermögen vorliegt. Bei der Entscheidung, ob diese Sonderregölung angewandt wird, wird auch geprüft, ob Ehegatte/Lebensgefährte im gleichen Haushalt höhere Einnahmen oder Vermögen haben.

Grundlage ist § 240 SGB V.

Genaue Einzelheiten:

http://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/grundprinzipien_1/finanzierung/beitragsbemessung/Grundsaetze_Beitragsbemessung_Freiwillige__30052011.pdf

Gruß

RHW

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glenzi 01.08.2014, 09:52
@RHWWW

Herzlichen Dank für die Info!

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Muss ich mich selbstständig/ freiberuflich melden für die Sachen mit den Onlineverkäufen/ Babysitten... ?

Klingt nach Gewerbe. Gewerbe sind anzumelden.

Brauche ich einen Gewerbeschein?

Scheint fast so.

Was für Abgaben muss ich zahlen?

Krankenversicherung und hier kommt es darauf an wie die Kasse dich einstuft

  • hauptberuflich angestellt (Minijob) --> 158,- € im Monat
  • hauptberuflich selbständig --> 230,- € im Monat
Wie viel bleibt mit davon erhalten?
  1. 7,- € ist ein Hungerlohn, den Minijob würde ich überdenken
  2. Für das Babysitten schreibst du auch eine Rechnung, nicht unter 11,- € die Stunde verlangen.
  3. Woher weißt du, dass du 150,- verdienst? Ist das eine Gewinn oder Umsazangabe?

Hier sind viel zu wenig Angaben um eine sinnvolle Antwort zu geben.

Mich würde es wundern, wenn du familienversichert bleibst und noch Kindergeld bekommst, nur weil du keinen Studienplatz bekommen hast.

Das bekommst du beides erst wieder, wenn du tatsächlich eingeschrieben bist, nächstes Jahr. Alternativ für eine kurze Übergangszeit (z.B. die paar Monate zwischen Abi und Studienbeginn). Aber für knapp 1,5 Jahre keine Ausbildung o.ä. bist du weder familienversichert noch bekommst du Kindergeld.

regenboegnlila 24.07.2014, 13:52

das stimmt nicht. natürlich geht das

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stinkertum 24.07.2014, 14:08
@regenboegnlila

Definitiv nicht.

Befindet sich der Auszubildende zwischen zwei Ausbildungsabschnitten, z.B. Abitur und anschließendes Studium, so kann das Kindergeld für höchstens vier Monate weitergezahlt werden.

http://www.kindergeld.org/kindergeld-in-ausbildung.html

Du hast hier 1-1,5 Jahre zwischen. Du bekommst also kein Kindergeld. Du bist auch nicht mehr in der Familienversicherung.

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stinkertum 24.07.2014, 18:20
@regenboegnlila

Dann haben die keine Ahnung. Die Rechtslage sieht definitiv so aus, wie da beschrieben.

Wenn du z.B. ein Jahrespraktikum machen musst, was Voraussetzung für dein Studium ist, dann würde gezahlt werden. Aber nur weil du keinen Studienplatz gefunden hast und einen Minijob machst, wird kein Kindergeld gezahlt.

Abgesehen davon hat die Familienkasse nichts mit der Krankenkasse zu tun.

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