Mini Job und NebenGewerbe?

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8 Antworten

Melde ich dann ein Gewerbe, Kleingewerbe oder Nebengewerbe an?

  • Kleingewerbe gibt es nicht, also kann man sie nicht anmelden.
  • Ob ein Gewerbe als Nebenerwerb geführt wird, hat rein statistischen Wert und ist ggf. für die Krankenkasse relevant.
  • Man kann also nur ein Gewerbe anmelden.

Wie ist das z.B mit der Krankenversicherung?

Hauptberuflich Selbständige erzielen ein Einkommen von 2.178,75 € im Monat und darauf werden die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung mindestens erhoben, wären also etwa 386,- € Beitrag im Monat.

Als Gründer kannst du die Härtefallregelung beantragen, dann wärst du nur bei 257,- € im Monat.

Sollte der Minijob zeitlich und finanziell im Mittelpunkt stehen, wären es gar nur 171,- €.

Wenn du aktuell familienversichert bist, darf der Gewinn deiner Selbständigkeit zzgl. deinem Arbeitseinkommen aus dem Minijob 450,- € im Monat nicht übersteigen, sonst fliegst du aus der FamV und es gilt, was ich oben schrieb.

Denk nicht mal an eine private Krankenversicherung!

Worauf sollte ich auf jeden Fall achten?

Deinen Buchführungs- und Steuererklärungspflichten nachzukommen. Du solltest einen Steuerberater am Start haben.

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Wenn du "Fotografische Dienstleistung" anbietest und ein Gewerbe bei deiner Gemeinde anmeldest, sind sofort die Berufsgenossenschaft und die Handelskammer am Start. (Berufsgenosenschaft ca. 230 Euro im Jahr, Handelskammer ca 120 Euro im Jahr + Einschreibegebühr).

Die Krankenversicherung fragt nach deiner Steuererklärung und und setzt danach den Beitrag fest.

Buchführung im kaufmännischen Sinn ist für dich nicht erforderlich: siehe: https://www.akademie.de/wissen/jahresabschluss-bilanzierung-buchhaltung/pflicht-zu-buchfuehrung-bilanzierung

Du musst aber deine Einnahmen protokollieren. Dazu gibt es preisgünstige Software.

Ich mache diesen Job als Einzelunternehmer schon seit 12 Jahren mit ca 30 T€ Jahresumsatz und rechne die Steuer mit der Software der Akad Verlagsgemeinschaft ab. Steuerberatung ist teuer und rechnet sich nicht, selbst wenn du  alleine nicht alles an Steuerersparnissen rausholst.

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Kommentar von bonsaiblogger
24.10.2016, 19:51

Ergänzung zu den Beiträgen der IHK:
Befreiung der Mitgliedsbeiträge ist in folgenden Fällen möglich:

- bei gleichzeitiger Mitgliedschaft in der Handwerkskammer
- für Kleinstunternehmen  die voraussichtlich nicht mehr als 5200 € pro Jahr Gewinn erwirtschaften
- für Existenzgründer für di eersten 4 Jahre, sofern der Gewinn pro Jahr nicht 25.000 € im Jahr überschreitet.

Das war bei mir zum Stand 2008. Das dürfte sich auch heute nicht wesentlich geändert haben.

https://www.duesseldorf.ihk.de/servicemarken/ueber\_uns/Mitgliedschaft\_Beitrag/Beitrag/Beitragsfreistellung/2590924

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Es gibt die Gewerbe Anmeldung. Ob du klein Unternehmer bist entscheidet das Finanzamt. Und es zu überprüfen ob du als Fotograf in der Handwerks Rolle eingetragen sein musst.

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Du bist weder beim 450 € Job noch im Gewerbe sozial- & krankenversichert. 

Das zahlt dann entweder die ARGE (davon kannst Du dann wohl 165 € behalten - Rest wird angerechnet) oder ALG 1, ebenfalls mit Anrechnung.

Falls nicht, mußt Du Dich als Selbständiger krankenversichern, das könnte teuer werden.

Es sei denn, Du versicherst Dich selbst als freiwilliges Mitglied für ca. 160 € mit Pflegeversicherung.

Ein Kleingewerbe gibt es nicht, das heißt dann Kleinunternehmer nach § 19,1 USTG bis 17.500 € aber ohne MWST-UST

Du schreibst dann eine Rechnung ohne UST mit Hinweis auf § 19.

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Melde ich dann ein Gewerbe, Kleingewerbe oder Nebengewerbe an?

Du meldest ein Gewerbe an. Du musst das nicht vorher entscheiden, aber du kannst es mit dazu sagen. Kleingewerbe heißt, nicht mehr als 12.500€ Umsatz pro Jahr. Du musst Rechnungen schreiben (es gibt Vorlagen) ohne Umsatzssteuer!

Du musst Buchhaltung machen und eine Einnahmenüberschussrechnung beim Finanzamt 1x jährlich abgeben, ich empfehle easy cash&tax (kostenlos)

Wie ist das z.B mit der Krankenversicherung?

Du bist krankenversichert, eine berufliche Krankenversicherung brauchst du nicht.

Worauf sollte ich auf jeden Fall achten?

Korrekte Buchhaltung von Anfang an. Ist nicht einfach sich da reinzufuchsen. Aber das Finanzamt ist da i.d.R. sehr kulant bei Kleingewerben was Fehler und "falsch" abgerechnete Kosten (wenn du bsp. Ausgaben für Büromaterial bei Sonstiges oder so abrechnest) anbelangt. 

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Kommentar von PatrickLassan
24.10.2016, 09:23

Kleingewerbe heißt, nicht mehr als 12.500€ Umsatz pro Jahr

Du bringst da etwas durcheinander. 'Kleingewerbe' gibt es in Deutschland nicht. Es gibt eine Kleinunternehmerregelung im Umsatzsteuerrecht, und da liegt die Grenze bei 17500 €.

https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

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Die sicherste Art und Weise heißt beim Fotografieren immer nebenbei. Es gibt genügend Berufs- und aber auch immer mehr Hobbyfotografen. Auch die Kameras werden immer intelligenter und übernehmen nicht nur die Belichtung und können besser hell von dunkel unterscheiden, sondern sorgen inzwischen sogar für den perfekten Schnitt. Die Konkurrenz ist also gewaltig und steigt ständig. Auf Fotografie als alleinigen Lebensunterhalt würde ich mich persönlich nicht verlassen.

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Infos für ein "Eigenes Gewerbe gründen" findest du in klicktipps.de
bzw. in dem Link hier: www.klicktipps.de/gewerbe.php#allgemein

Gruß siola55

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