Mini Job ohne Vertrag, welche Kündigungsfristen?

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2 Antworten

Ein Mini-Job ist ein Arbeitsvertag wie jeder andere, der lediglich hinsichtlich der Sozialversicherung sowie Lohnsteuer abweichend behandelt wird. Das bedeutet, dass der Mini-Jobber sowohl Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie Urlaub hat und sich (genau wie der Arbeitgeber) an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten muss.

Ein schriftlicher Vertrag ist nicht erforderlich, da Arbeitsverträge formfrei abgeschlossen werden können, lediglich die Kündigung muss in Schriftform erfolgen (§623 BGB). Für die Fristen gilt §622 BGB, der für die Kündigung durch den Arbeitgeber an die Dauer des Bestehens des Arbeitsverhältnisses anknüpft. Arbeitnehmer können ohne abweichende vertragliche Regelung mit Vierwochenfrist zum Monatsfünfzehnten oder Monatsende kündigen (§622 I BGB).

Nach §626 BGB kommen auch fristlose Kündigungen in Betracht, wenn ein (objektiv!) wichtiger Grund im Sinne des Gesetzes vorliegt.

Wenn kein Vertrag existiert arbeitest du schwarz und hast folglich auch keine Kündigungsfristen. 

Nur weil kein Vertrag existiert, arbeitet man noch lange nicht schwarz. Ein Mini-Job braucht keinen schriftlichen Vertrag und die Kündigungsfristen nach §622 BGB gelten für Mini-Jobs genau so wie auch für jedes andere Arbeitsverhältnis.

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Wie kommt man bloß so oft auf diesen Unsinn!

Wenn es keinen schriftlichen Vertrag gibt (der auch nicht zwingend vorgeschrieben ist, wenn es sich nicht um ein befristetes Arbeitsverhältnis handelt), dnn gibt es eben einen mündlichen oder faktisch durch Arbeitsangebot und Arbeitsannahme entstanden.

Für das Kriterium der Schwarzarbeit ist nicht ein schriftlicher Arbeitsvertrag entscheidend, sondern ob vorgeschriebene Sozialabgaben und Steuern abgeführt werden!

Und wenn es keine Vereinbarung zu Kündigungsfristen gibt, dann gelten eben die Fristen nach dem BGB § 622!

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