Mini Job Minusstuden?

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2 Antworten

Da in deinem Arbeitsvertrag eine feste Stundenzahl vereinbart wurde, kommt hier der § 615 BGB zum tragen:

Kommt der Dienstberechtigte[Arbeitgeber] mit der Annahme der Dienste in Verzug, so
kann der Verpflichtete[Arbeitnehmer] für die infolge des Verzugs nicht geleisteten
Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein.
 Er muss sich jedoch den Wert desjenigen anrechnen
lassen, was er infolge des Unterbleibens der Dienstleistung erspart oder
durch anderweitige Verwendung seiner Dienste erwirbt oder zu erwerben
böswillig unterlässt. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend in den
Fällen, in denen der Arbeitgeber das Risiko des Arbeitsausfalls trägt.

Der Arbeitgeber befindet sich im Annahmeverzug und trägt das Risiko des Arbeitsausfalls.



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Lass dich einfach nicht früher nach Hause schicken. Du hast einen Vertrag und dein Chef hat den auch unterschrieben, er ist verpflichtet dich zu beschäftigen. Sprich du musst nicht einwilligen wenn er dich heimschicken will. Vllt. kannst du die - 20 auf deinen Urlaub anrechnen? Ansonsten musst du halt bei deinem Hauptjob Urlaub nehmen um das nachzuarbeiten.

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Kommentar von Nightstick
10.02.2016, 23:10

Das ist leider teilweise falsch!

Der Reihe nach:

1. Wenn der Vorgesetzte einen Mitarbieter wegen Arbeitsmagel nach Hause schickt, kann sich dieser natürlich nicht dagegen stellen, indem er sagt: "Nein, ich gehe hier nicht weg!" Das ist natürlich UNSINN! Was er (aus arbeitsrechtlichen Gründen) sagen könnte - jedoch nicht zwingend müsste - wäre z.B. sinngemäß: "Aber ich würde gerne noch bis zum Ende meiner regulären Arbeitszeit bleiben!"

Arbeitsrechtlich ist es so, dass bereits das "Nachhauseschicken" eine Verweigerung der Annahme der Arbeitsleistung darstellt, mit der Folge, dass der Mitarbeiter diese Zeit nicht nachzuholen braucht, und diese selbstverständlich auch bezahlt werden muss. Siehe hierzu auch:

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Annahmeverzug.html

2. Derartige Zeiten auf den Urlaub anzurechnen, verbietet das Bundesurlaubsgesetz!

3. Während des Urlaubs zu arbeiten, verbietet ebenfalls das Bundesurlaubsgesetz!

Die Punkte 2,) und 3,) sind ja auch gar nicht relevant, weil der AG ohnehin zahlen muss, und keine Zeit nachzuholen ist.

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