Mini + Ferienjob nicht dem Arbeitsamt gemeldet - jetzt verlangen sie das verdiente Geld zurück :(

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Nur .. Nirgendwo wurde man über die Konsequenzen informiert.

An einer Ampel befindet sich auch kein Schild: "Vorsicht: Rotlichtverstoß kann einen Monat Führerscheinentzug nach sich ziehen!" - dennoch passiert genau das.

ignorantia legis non excusat bezeichnet juristisch den sog. Verbotsirrtum: Die Unkenntnis der Rechtswidrigkeit eigenen Verhaltens schützt nicht vor Nachteilen aus Verletzung einer Rechtsnorm.

Bitte erklärt mir diesen Vorgang...

Deine Eltern und du gelten als Bedarfsgemeinschaft und jegliches Familieneinkommen ist anzugeben. Das war deinen hartzenden Eltern bei Antragsstellung ebenso bekannt wie ihre Pflicht, Änderungen der Einkommen bei Familienmitgliedern unaufgefordert anzuzeigen.

Das ist für mich eine große Summe Geld und ich kann mir nicht eingestehen das einfach so hinnehmen zu müssen.

Dennoch bleibt dir nichts anderes übrig :-(

Wenn es dich tröstet: Deine Eltern hätten deine Einkünfte ohnehin zur gemeinsamen Haushaltsführung bis auf ein Taschengeld einbehalten können - wieso sollen sie auch alles für dich mitzahlen und du dein Geld privat ausgeben dürfen?

G imager761

OzanAbi 12.09.2015, 14:53

Du bist schon eine Drecks***

0

Dein Ärgernis sollte dir selst gelten - zu der Zeit hast du in deiner Familie gelebt und warst damit Teil der Bedarfsgemeinschaft - für die dein Vater ALG II bekommen hat. Er hat dann gegenüber dem Amt die Angaben zu euren gemeinschaftlichen Einkommen nicht vollständig angegeben, weil er deines nicht angegeben hat. Du hast ja Recht - vermutlich ist nicht genug aufgeklärt worden - oder ihr habt in der Familie nicht darüber gesprochen.

Vom Amt her ist das alles in Ordnung - soweit man das ohne Unterlagen hier beurteilen kann.

Nirgendwo wurde man über die Konsequenzen informiert.

Mit dem Bezug von Sozialleistungen wird man (in dem Fall also mindestens dein Vater) informiert und muss das auch unterschreiben, dass alle Änderungen (dazu gehören auch zusätzl. Einnahmen von Angehörigen der Bedarfsgemeinschaft) an das Amt zu melden sind. Wieso sollte eine Einkommensmeldung an die Arge mit deiner Abgabe einer Lohnsteuerkarte erfolgt sein? So naiv konntest du mit 19 doch nicht wirklich sein?!

lebst du denn noch bei deinen eltern im haushalt? bekommst du auch geld vom amt, bzw deine eltern für dich mit? falls ja: du kennst doch das sprichtwort "unwissenheit schützt vor strafe nicht". ich bin mir ziemlich sicher das deine eltern das schon wussten das sie deine zusäztlichen einnahmen hätten mit angeben müssen. ihr seit eine bedarfsgemeindschaft und lebt alle in einem haushalt. klar kann das amt das geld nun zurück fordern.

Da handelt es sich garantiert nicht um einen Irrtum, du kannst noch frohsein, wenn sie dich, bzw den Antragsteller, nicht wegen Sozialbetrug anzeigen. Jeder HartzIV-Bezieher weiß, daß er jedes Einkommen anzeigen muß. Da du mit deinen Eltern in einer Bedarfsgemeinschaft gelebt hast, hätte, dein Vater oder wer auch mmer den Antrag gestellt hat, dein Einkommen angeben MÜSSEN! Und er hätte das auch wissen müssen! Ignoranz7Dummheit schützt vor Strafe nicht.

Penelopetaz 15.10.2012, 09:37

Dankeschön für die Antwort. Man braucht mich und meine Familie hier jetzt allerdings nicht als dumme und ignorante "Sozialschmarotzer" darzustellen, in deren Absicht diese Handlung wohl lag. Dank einer hilfreichen Antwort hier im Forum weiß ich es jetzt besser. Keine Sorge, es wird nicht wieder vorkommen, und das Geld wird ohne Protest zurückgezahlt. Zumal hat sich die Arbeitssituation in der Familie geändert ;) Ignoranz /Dummheit und Naivität will ich mir hier aber dennoch nicht anhängen lassen bzw. meinem Vater, dem Antragsteller. Es war Unwissenheit, da er die Unterlagen nicht so aufnehmen konnte wie andere, die die deutsche Sprache beherrschen. In dem Sinne ist das hier keine Rechtfertigung (die in meinen Augen für diesen Fall keine Notwendigkeit ist) sondern meine persönliche Stellungnahme.

0
bigsur 15.10.2012, 18:29
@Penelopetaz

Ja, da hast du recht, ich entschuldige mich auch für die fiesen Worte. Aber wenn du mal ähnliche Fragen hier liest, wirst du merken, daß es sehr schwer ist, den Menschen das Solidaritätsprinzip unserer Gesellschaft und die unterschiedlichen Solidargemeinschaften und deren Sinn und Zweck, zu erklären. Da wird man schon mal ungeduldig :)).

Vielleicht hättest du dazuschreiben können, daß dein Vater kein Muttersprachler ist - dann wäre die Verständnisebene eine ganz andere gewesen. Da du ja auch auf Steuerkarte gearbeitet hast, wird man euch auch keine Betrugsabsicht vorwerfen können. Wende dich an deine Sachbearbeiter und erkläre die Vorgänge, dann ist vielleicht eine Stundung/Ratenzahlung möglich. Alles Gute!

0

Was möchtest Du wissen?