Mindestwandstärke für Aufzugsschächte?

6 Antworten

Schachtwände für Aufzüge sind meist aus Stahlbeton, da in der Regel die Untergrundbefestigungen im Beton eingegossen werden. Meist sind 20 cm ausreichend, auch in bezug auf den Brandschutz, denn damit lassen sich schon Brandwände herstellen. Genaues zur Stärke sagt der beauftragte Statiker. Denk an 1,65 m Unterfahrt und einer Überfahrt von 3,70 m! Die Schachtgrößen findest du bei allen möglichen Aufzugsherstellern. Der notwendige Platz zwischen Kabine und Wand ist von der Antriebsart abhängig (Elektro, Hydraulisch, Seilhydraulisch oder Elektro-Im-Schacht)

Gibt meines Wissens keine Vorgaben, letztlich muss der Statiker ausrechnen, wie sehr sich die Vibrationen auf das Gebäude auswirken. Brandschutz nicht nötig bei Gebäuden mit nur einem Brandabschnitt. Habe derzeit einen Wohnhausanbau mit Aufzug für den behinderten Sohn, da habe ich 11,er Kalksand verbaut, und die Verankerungen über Halfenschienen in der Stb-Außenwand, allerdings nur Beton auf 1,5 m Breite. Hinweis: Überfahrt nicht so groß nötig, wenn Hydraulikaufzug.

Ich erwarte, dass dies in Bau-Richtlinien vorgegeben ist. Es geht evtl. auch um Brandsicherheit. Obwohl ja die Benützung des Fahrstuhls im Brandfall unzulässig ist, darf sich der Rauch ja nicht beliebig ausbreiten, daher spielt der Feuerwiderstand mit.

20 cm Stahlbeton für ein 5-gesch. Haus ist meist ausreichend. Für ein Hochhaus kann das schon mal anders aussehen.

Vielleicht verrätst Du uns ja auch noch, wie hoch Dein Gebäude ist und ob Du den Schacht als Aussteifungselement heranziehen willst.

Mein Gebäude wird per Definition kein Hochhaus sein, weil die OKFFB des obersten OG 16 m, und nicht etwa 22 m hoch ist. Der Schacht als Aussteifungselement spielt keine Rolle, der Fahrstuhl entspricht von Typ her dem Fahrstuhl im Herzen von Rem Koolhaas' Maison a Bordeaux.

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