Mindestlohn mit 16?

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3 Antworten

Bei der Frage um den Mindestlohn geht es nicht um solche Jobs wie Zeitungsaustragen da diese ja je nach ausgetragener Stückzahl verrechnet werden, also sich dadurch der Verdienst verringert oder auch erhöht. Und egal wie man das selber betrachten will und wieviel Aufwand man dafür betreiben muss ( 1 oder 10 Stunden Zeit) es wird immer nur als Schülerjob betrachtet da diesen ja vornehmlich Schüler schon ausüben dürfen sobald sie ein gewisses Alter erreicht haben.

Bei der Mindestlohndebatte geht es um Jobs die so gesehen keiner spezifischen Berufsklasse zugeordnet werden können oder konnten und deshalb auch nicht automatisch angeglichen werden bzw. wurden, wenn mal wieder durch die Gewerkschaften Lohnerhöhungen erkämpft wurden. Der Vorteil von Gewerkschaften ist aber auch, das dadurch selbst Ungelernte Kräfte, also Hilfsarbeiter, die z. B. bei einem Bauunternehmen arbeiten, einen Hilfsarbeiterlohn erhalten müssen. Dieser Stundenlohn liegt zwar unter dem der ausgelernten Arbeiter aber er ist der Tätigkeit angemessen.

Aber da gibt es viele andere Jobs wie z. B. den Callcenteragent. Die bekommen relativ wenig Geld (mein Kenntnistand liegt bei aktuell 6,50 Eus pro Stunde wobei das auf 7,50 Eus gesteigert wird, wenn man richtig gut in dem Job ist. Ein anderer Job, für den es vielleicht eine Bezeichnung geben mag aber der ähnlich wie der Job des Callcenteragenten auch kein Lehrberuf ist (die werden für den Job lediglich geschult) ist jemand der den ganzen Tag Einkaufswagen zusammenschiebt und man sich demzufolge vielleicht Einkaufswagenschieber nennen könnte. Diese Arbeit habe ich selber mal gemacht um mir ein Bild davon machen zu können, da ich politisch aktiv bin und gerne weiß wovon ich rede. Dieser Job wird mit 6,15 Eus Brutto die Stunde vergütet und ich kann sagen das ist echte Knochenarbeit, denn da geht es nicht um den kleinen Supermarkt wo 20 Wägelchen rumstehen, sondern um riesige Areale (bei IKEA z. B.) und um einige hundert unterschiedliche Wagen die die Kunden nach dessen Einkauf überall auf dem Parkdeck verstreut stehen lassen und welche danach wieder zum Sammelpunkt zurückgebracht werden mussten.

Ich war entsetzt als ich hörte wie wenig die Leute dort verdienten, denn das war wirklich körperlich schwere Arbeit und nach meiner Schnupperschicht hatte ich mindestens 3 Tage Muskelkater.

Jedenfalls wären das so die Jobs die das letztlich beträfe, d. h. man wäre dann per Gesetz verpflichtet dem Arbeitnehmer gleich zu Beginn den Mindestlohn zu zahlen.

Und bei Ausbildungslöhnen ist kein Mindestlohn vorgesehen, weil es sich genau genommen um eine Ausbildungsvergütung handelt und diese durch die Tarifabschlüsse in den einzelnen Berufssparten auch bedingt ansteigen und man später wenn man ausgelernt hat ja nach dem aktuell üblichen Tarif entlöhnt werden muss.

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Sind Auszubildende vom Mindestlohn nicht auch grundsätzlich ausgenommen? Soweit ich die Debatte verfolgt habe, ging es nur um Mindestlohn für Arbeitsstellen & nicht um Ausbildungsstellen.

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Kommentar von QandA99
01.07.2014, 18:02

so wie es in der Zeitung stand, hat jeder Arbeitnehmer recht auf Mindestlohn außer Zeitungsausträger.. dachte ja zuerst auch das Azubis unter 18 ausgeschlossen sind vom Mindestlohn deswegen frag ich ja^^

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Die wissen selbst noch nicht für wen der Mindestlohn gelten soll und wo es Ausnahmen gibt. Gibt deshalb auch große Debatte, um falsche Wahlversprechen, weil der eig für alle gelten sollte.

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