Mindestlohn bei Mini-Job, wie hoch?

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3 Antworten

Du berücksichtigst nicht, das es auch für den normalen Arbeitnehmer einen Steuerfreibetrag gibt. Lohnsteuer fällt bei Steuerklasse 1 erst so ab ca. 950€ brutto an.

Sozialversicherungsabgaben steht ja auch eine Leistung bzw. Ansprüche gegenüber, die ein Minijober nicht hat.

Kein Anspruch in der Arbeitslosenversicherung. Krankenversicherung/Pflegeversicherung?

Im Minijob-Bereich trägt vor allen Dingen der Arbeitgeber die Belastung.

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Kommentar von noname68
16.06.2016, 13:41

ok, alles bekannte faktoren. von ausnahmen abgesehen, finden minijobs aber immer im bereich neben- oder zusatzbeschäftigung statt, sprich sie sind bei den meisten nie alleiniges einkommen zum lebensunterhalt, bei hartz4 leuten wird sogar bis auf 100€ alles gekürzt.

daher sind solche vergleiche über vesicherungssschutz oder nicht wie der vergleich äpfel mit birnen, sorry.

es geht mir bei meiner frage ausschließlich um das prinzip der gleichbehadlung oder gleichstellung. oder sogar um die frage, ob mit einem lohn für einen minijober von z.b. 6,50 € (netto) das thema "mindestlohn" erfüllt ist oder nicht. das konnte bisher noch niemand beantworten!

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Legitim ist es allemal und auch richtig so.

Denn: bei deinen 30 % an Abgaben (bei einem AN, Vollzeit, 8,50 €/Std., Steuerklasse 1, Kinderlos, Kirchensteuer, sinds genau 26,66 %) sind darin ja auch noch die Sozialabgaben enthalten.

D. h: der Vollzeit-AN ist sowohl kranken-, renten- und arbeitslosenversichert, der Minijobber aber nicht. 

Und die Steuer alleine macht davon gerade einmal 5,89 % aus.

Dein Vergleich hinkt also gewaltig. Vor allem aber: würde es so gemacht wie du meinst, werden etliche Vollzeitjobs wieder in Minijobs umgewandelt.

Sicher nicht im Sinne des Erfinders. ;)

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Kommentar von noname68
16.06.2016, 13:35

du vergißt aber, dass minijob nur bis max. 450 € mtl. geht. und bei einem vollzeitjob ca. 40 std./wo. würde das entweder den vollzeitjob oder den status minijob sprengen, da in diesem fall der lohnsatz bei ca. 2,80€/std. liegen würde (450/173). 

und du vergißt auch, dass der minijobber den rv-beitrag aufstockt (kann man sich befreien lassen), in diesem punkt ist er gleichgestellt.

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Selbstverständlich gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € brutto je
Zeitstunde auch im 450 Euro Job. Zeitgleich darf bei einer geringfügig
entlohnten Beschäftigung die Entgeltgrenze von monatlich 450 Euro
allerdings nicht überschritten werden.

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Kommentar von noname68
15.06.2016, 18:01

danke, das sind bekannte fakten. mir geht es aber um den grundsatz, ob dieser netto-vergleich (bei einem minijobber) legitim ist, sprich arbeitsrechtlich einwandfrei.

konkret: zwei menschen bekommen 6,00 € netto pro stunde, der eine als minijobber (brutto=netto) und der andere im normalen job (70% von 8,50)

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