Mindestlohn = Trinkgeld weg?

8 Antworten

Ich kann ihre Argumentation durchaus nachvollziehen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Trinkgeld eben kein Bonus ist, sondern von den Wirten fest in die Rechnung einkalkuliert wird. Muss sie euch mehr Gehalt zahlen, geht das freilich auf Kosten der Trinkgelder.

Natürlich ist das äußerst schade, denn es soll ja ein Ansporn geben freundlich zu sein. Auf Dauer wird sie sich etwas einfallen lassen müssen, auch im Bezug auf die Vollzeitkräfte.

Aber mal ehrlich: 90% 450€-Kräfte? Das kann doch auch nicht im Sinne der Allgemeinheit sein. Ein furchtbarer Trend, der sich da auftut...alles nur noch mit billigen Arbeitskräften zu besetzen. Genau aus diesem Grund wird der Mindestlohn eingeführt.

Muss sie euch mehr Gehalt zahlen, geht das freilich auf Kosten der Trinkgelder.

Wo ist denn - bitte schön!! - ein Zusammenhang zwischen Lohnzahlung durch den Arbeitgeber und Trinkgeld durch z.B. den Gast?!?!? Das Eine hat doch mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun!!

Deine Antwort ist in dieser Hinsicht unsinnig!

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@Familiengerd

Ernstgemeinte Frage: hat ein Kellner denn laut Gesetz ein Recht darauf das Trinkgeld zu behalten?

Von der Rechtslage habe ich keine Ahnung. Ich weiß nur, dass es definitiv Restaurants/Bars gibt, wo das NICHT so gehandhabt wird.

In den meisten Ländern ist es ja sogar so, dass die Angestellten weniger Geld bekommen und das Trinkgeld fest eingeplant ist. Die Logik der Chefin wird wohl sein: wenn ich dir jetzt mehr Lohn zahlen muss, kann ich dir nicht so viel vom Trinkgeld abgeben. Ob das rechtens ist, weißt du bestimmt besser als ich :)

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Ergänzung:

Deinen kritischen Bemerkungen zu der Häufung von Minijobs, Deiner Betonung der Notwendigkeit des Mindeslohns stimme ich allerdings voll zu!

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zu 2. das trinkgeld darf sie dir NICHT abnehmen, es sei den du hast im vertrag eine klausel stehen welche dieses für die firmen interne "kaffee-kasse" vorsieht, sonst ist es deins

Von deinem Stundenlohn geht wesentlich mehr ab als die Rentenkasse, du bekommst davon nur nichts mit, weil der Arbeitgeber das ganze komplett zahlt.

So zahlt er: 13 % Krankenversicherung, 15% Rentenversicherung, 2% Pauschalsteuer (Lohnsteuer, Soli, Krichensteuer), U1 Lohnfortzahlung wegen Krankheit 0,7% U2 Mutterschutzaufwendung 0,14%, Insolvenzgeldumlage 0,15%, insgesamt also rund 31 %

450€ Jobs sind nicht sozialversicherungspflichtig... Bis auf die Rentenkasse die gesetzlich verpflichtend abzutreten ist habe ich keinerlei Abzüge und selbst wenn müssten die ja auf meiner Gehaltsabrechnung zu sehen sein ... Da steht aber nur die Rentenkasse drauf ...

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