Mindestbetrag für Kartenzahlung?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Sodala, hab ja schon einiges an tollen Antworten hier gelesen. Auch einige nette Denkfehler sind dabei. Z.B. von Timeline100: Gerade wenn es prozentuell eingehobene Gebühren sind, ändert sich für den Händler genau gar nichts, ob er nun Mindestbeträge verlangt, oder nicht. Also, mal angenommen es kommen 10 Kunden und wollen etwas um je EUR 1,00 kaufen. Macht in Summe EUR 10,00 Umsatz und bei 4% Gebühren EUR 0,40 Kosten. Und jetzt nehmen wir einen Kunden, der um EUR 10,00 einkauft. Umsatz total: EUR 10,00 Gebühren bei 4%: siehe da, ebenfalls EUR 0,40. Das Problem sind wohl eher die Mindestgebühren pro Transaktion, die der Händler zahlen muss. Da kann ganz schön was zusammenkommen (siehe z.B. https://www.six-payment-services.com/dam/downloads/scheme-fees/110028301\_PL\_Schedule\_of\_Fees\_for\_Payment\_Services\_DEU\_DE.pdf)

Egal, der Händler hat sich sowohl nach geltenen Gesetzen als auch nach seinen Verträgen zu richten. Nach geltendem Recht kann der Händler, meines Wissens nach, bzgl. Mindestbeträgen machen was er will.

ABER: er muss die Verträge einhalten, die er mit dem Betreiber der Kartenterminals (z.B. SIX), den Kreditkartenherausgebern (z.B. Paylife) und/oder den Kreditkartenfirmen (z.B. Visa, Master, Amex) abgeschlossen hat. 

Amex (AT und DE, gilt wohl aber sinngemäß auch für andere Kreditkarten und auch in CH, siehe Quellenangabe) schreibt in den AGB bspw.: 


2. Vertragsgegenstand - Akzeptanz der American Express Karten

(1) Mit Abschluss des Vertrages verpflichten Sie sich, American Express Karten gemäß den Bedingungen dieses Vertrages in den von American Express zugelassenen Akzeptanzstellen in Österreich für die von Ihnen angebotenen Leistungen zu akzeptieren, ...

(3) Sie werden zu keinem Zeitpunkt

  a) für die Verwendung der Karte zusätzliche Entgelte oder Aufschläge verlangen oder

  b) sich über die Karte oder die Bezahlung mittels Karte oder die mit der Karte verbundenen Leistungen negativ äußern.

(Quelle: https://www.americanexpress.com/at/content/merchant/pdf/useful-information-and-downloads/Allgemeine-Geschaftsbedingungen.pdf oder https://www.americanexpress.com/de/content/merchant/pdf/useful-informations-and-downloads/AGBs\_Vertragspartner\_Sept2015.pdf)

Alles klar? Also, der Händler MUSS die Karte bzw. die Kartenzahlung, egal wofür und für welchen Betrag, annehmen. Er darf sich nicht mal darüber aufregen....

Das gilt im Übrigen auch für die Bank-, Bankomat-, oder Maestro-Karte. Hier ist Mastercard der Herausgeber und verpflichtet den Händler zur Akzeptanz. Siehe z.B. für CH: http://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/themen/geld/maestro-karte-nehmen-wir-erst-ab-20-franken

Meine Empfehlung im Ernstfall beim Händler: 

Freundlich aber bestimmt auf die Vertragsbedingungen hinweisen und im Zweifel ein nettes Telefonat mit dem Kartenherausgeber anbieten. Oft wirkt das Wunder. 

Manchmal hat man es mit einem Mitarbeiter zu tun, der nur auf den Chef verweist. In einem solchen Fall empfiehlt es sich einen Blick auf das Kartenterminal zu werfen und sich den Betreiber zu merken (z.B. paylife) der dort drauf steht. Ein kurzer Anruf (oder eine E-MAil) beim Betreiber unter Bekanntgabe des Ladens bzw. des Firmenwortlautes (z.B. Max Mustermann Tabakwarenhandelsges.m.b.H.) und Anschrift verursacht ein nettes Mahnschreiben an denselben und ermöglicht zukünftig das Bezahlen auch kleinerer Beträge mit Karte :)




Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei der Girocard (ehem. EC-Karte) darf der Händler einen Mindestbetrag verlangen. Bei der Kreditkarte eigentlich nicht, denn VISA und MC verlangen von ihren Vertragspartnern - so auch deinem Händler - das ab dem 1 Cent ihre Kreditkarte zu akzeptieren ist. Da dein Vertragspartner aber der Händler ist mußt du seine Bedingungen erstmal erfüllen. Du kannst dich aber beim Kreditkarteninstitut über den Händler beschweren und der kriegt dann eventuell Probleme wegen Vertragsbruch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe eine Sendung gesehen da ging es um Solche Fälle da hat ein Rechtsanwalt gesagt das es laut AGBs nicht Zuläsig ist ein Mindest Betrag zu Verlangen macht ein Händler das kann man ihn auf die AGBs hinweisen und Richtig Ärger machen so sagte der Rechtsanwalt das Früher haben sie erst ab 10 € akzeptiert weil die Kreditkarten gebühren bei 5 € Wahren aber die EU hat die Kosten Gesenkt weil die Banken die wollen nur Verdienen aber Jetzt sind die Gebühren bei der Kreitkarte bei 3% und wenn ich für 1 € einkaufe sind das 3% und für 10€ auch nur Akzeptieren manche die erst ab 10 € weil sie sich die Gebühren Sparren wollen wenn die Kunden unter 10€ EinkaufenAber dann Frage ich mich Warum sie dann Überhaupt eine Kartenzahlung Anbieten wenn nicht jeder Bezahlen Kann die Händler machen was sie wollen auch wenn es nicht Erlaubt ist Jeder Händler muss die Karte ab 1 € AkzeptierenFrüher war bei EDEKA Tengelmann auch ein Mindestbetrag aber seit die Gebühren gesenkt wurden von der EU gibt es das nicht mehr man kann dort ab Jedem Betrag Bezahlen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von szoszk
07.05.2017, 21:35

Nicht 3% sondern 0,3% für Kreditkarten und 0,2% für Debit Karten 

Welche Sendung war es, wenn ich fragen darf? 

0

Es ist rechtens. Die meisten Unternehmen bzw. Läden nehmen erst Kartenzahlungen ab 10€ da die Bearbeitungsgebühren (Disagio) von den Kreditunternehmen bei ca. 2-4% liegen. Es würde sich nicht lohnen jeden kleinen Betrag per Karte anzunehmen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von szoszk
15.04.2016, 13:10

Die EU hat die gebühren für Kreditkarten vor einem Jahr auf 0,3% gedeckelt, für debitkarten auf 0,2%...

Aber meine Frage war nicht ob es sich lohnt oder nicht. Meine Frage war, ob das mit den Verträgen der Kartenunternehmen vereinbar ist.

0

Bei uns ist es so, dass wir erst ab einem bestimmten Betrag kartenzahlung annehmen dürfen, weil der Chef meinte, es ist zu viel fummelkram wenn jeder centbetrag mit Karte gezahlt wird.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von szoszk
15.04.2016, 13:06

Diese argumentation ist blödsin. Viele suchen in ihrer cent münzen sammlung eine Halbe ewigkeit nach den passenden münzen. Kartenzahlung ist dranhalten (oder einstecken + pin eingeben) und fertig.


Außerdem ist das keine Antwort auf meine Frage.

0

Ob und ab welchem Betrag der Geschäftsinhaber Kartenzahlung anbietet ist ganz alleine seine Entscheidung.

Die AGB der Kreditkarten oder EC-Karten Gesellschaften spielen da keine Rolle.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von szoszk
15.04.2016, 13:08

Aber der Händler schließt doch einen Vertrag mit den (Kredit-)karten unternehmen ab, um überhaupt Kartenzahlungen annehmen zu können. Manche sagen, dass dort drin steht, dass kein Mindestbetrag verlangt werden kann. Stimmt das oder stimmt das nicht? Und bitte Quellen angeben.

0
Kommentar von TomxTomyTomz
13.04.2017, 17:24

Blödsinn!

Die einzige Entscheidung die der Händler treffen kann, ist ob er Kartenzahlung überhaupt anbietet oder nicht.

Warum, zum Henker, sollte sich der Händler, soferne er Kartenzahlung anbietet, nicht an die AGB der Kreditkarten- und Terminalfirmen halten müssen? 

0

Was möchtest Du wissen?