Mindestbemessungsgrenze der Krankenkasse.

3 Antworten

Das ist der Mindestbeitrag. Wenn du damit unter die Grundsicherung fällst, musst du eben ergänzend Diese Grundsicherung im Alter beantragen. Dann hast du den Satz von 364,00 plus deine tatsächlichen Wohnkosten

Seit wann MUSS man sich freiwillig versichern?

Da man als Rentner keinen Zuschuss zur Pflegeversicherung bekommt, ist der Beitrag wohl korrekt berechnet worden.

Hast du keine zusätzliche private oder betriebliche Vorsorge getroffen, bleibt nur der Gang zum Sozialamt, du hättest dann nämlich Anspruch auf Grundsicherung für Rentner.

Vielen Dank für deine Antwort. Ich muß mich freiwillig versichern, weil ich, jetzt kommts, in der 2. Hälfte meines Berufslebens nicht lange genug angestellt gearbeitet habe. Ich war eine Zeit lang selbstständig. Aber trotzdem, hier ist doch eine Gesetzgebung, die voll an der Realität vorbei geht. Und da soll man nichts unternehmen können?

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@annette8

Es kommt nicht darauf an, dass Du einen gewisen Zeitraum nicht lange genug angestellt gearbeitet hast, sondern dass Du einen gewissen Zeitraum nicht gesetzlich versichert warst. Auch als Selbständige kann man sich gesetzlich versichern- oder den Gang zur privaten wählen, der aber spätere finanzielle Folgen haben kann.

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Du bist freiwillig als Rentnerin versichert, weil Du in der 2.Hälfte Deines Erwerbslebens weniger als 9/10 gesetzlich versichert warst. In der Zeit, in der Du nicht gesetzlich versichert warst (ich lese gerade, Du warst selbständig), warst Du sicher privat versichert. Ich nehme mal an, um Beiträge zu sparen, da die PKV gegenüber der GKV damals günstiger erschien. Du hast also Deine Wahl getroffen und Dich gegen das Solidarsysthem der gesetzlichen Versicherung entschieden. Dieser damalige Austritt aus der Solidargemeinschaft hat Konsequenzen, die Du jetzt trägst- hoffentlich eine Mahnung an alle, die vorhaben zur PKV zu wechseln, um Geld zu sparen.

Nun zu Deiner Situation: Als freiwillig Versicherte zahlst Du Deinen Beitrag einkommensabhängig. Dabei muss die KK von einem (fiktiven) Mindesteinkommen von 875,00€ ausgehen. Dieses ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben und wird jedes Jahr auf Neue festgesetzt. Unter diesem Betrag wäre eine Versicherung nicht gedeckelt.

Du zahlst zur KV 14,9% Deines (fiktiven) Einkommens und 15,5% aus Renten und rentenähnlichen Einnahmen. Zur PV zahlst Du 1,95% (bzw.2,2% wenn Du kinderlos bist) aus dem Gesamteinkommen.

So errechnet sich Dein Beitrag: 460,00€ Rente macht bei 15,5% einen Teil-KV-Beitrag von 71,30€. Da Du mindestens aus einem (fiktivem) Einkommen von 875,00€ Deinen Beitrag zahlst, ist noch aus einem Auffüllbetrag von 415,00€ ein Teil-KV-Beitrag von 14,9% in Höhe von 61,84€ zu zahlen. Gesamt also 133,14€ zur KV. Da der RVT einen Beitragsanteil der KV mitträgt (analog zum pflichtversichertem Rentner) erhältst Du einen Beitragszuschuss von 7,3%, das macht bei einer Bruttorente von 460,00€ für Dich 33,58€. Zur PV zahlst Du 1,95% (bzw.2,2% wenn kinderlos) aus dem Gesamt(fiktiv)einkommen von 875,00€, also 17,06€ (bzw.19,25€).

Du zahlst also gesamt 150,02€ (bzw.152,39€), erhältst aber 33,58€ als Zuschuss, so dass Du alleine nur 116,44€ (bzw.118,81€) trägst.

Ein pflichtversicherter Rentner würde bei derselben Bruttorente von 460,00€ einen Gesamtbeitrag von 46,69€ (bzw.47,84€) selbst tragen (15,5% abzüglich 7,3%RVT-Anteil = 8,2% zur KV und 1,95% bzw.2,2% zur PV).

Dies macht einen Differenzbetrag von 69,31€ (bzw. 70,26€), den Du gegenüber dem pflichtversichertem Rentner mehr zahlst. Wenn dieser Mehrbeitrag niedriger ist als der Beitrag, den Du damals in der PKV gegenüber der GKV einsparen konntest, war Deine damalige Wahl, der GKV den Rücken zu kehren, gut.

Ich hoffe, ich hab mich nicht verrechnet und einen Zahlendreher reingebracht.

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