Minderjähriger Azubi bekommt neue Arbeitszeit?

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6 Antworten

in den meisten Ausbildungsverträgen sind keine genauen Arbeitszeiten (z.B. 8 -17 Uhr) vermerkt, sondern lediglich die Wochenstunden.

Arbeitszeiten bis 18 Uhr sind für einen 17jährigen auch zumutbar & kollidieren nicht mit den Jugendarbeitsschutzgesetz.

Außerdem hat der Arbeitgeber ein Direktionsrecht & Arbeitszeiten können sich immer mal ändern.

Daher bewegt sich die Arbeitszeitverlegung Deines Chefs wohl im legalen Rahmen.

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Ich sage, dass es darauf ankommt was in deinem Ausbildungsvertrag steht. In der Regel ist da nicht festgelegt wann du täglich anfängst und wann du täglich aufhörst, sondern nur wie lange du arbeiten musst.

Machen könntest du nur etwas, wenn im Ausbildungsvertrag steht, dass die Arbeitszeit um 8 Uhr beginnt und um 17 Uhr endet. Steht das nicht explizit im Ausbildungsvertrag musst du die Änderung hinnehmen.

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Wenn die Arbeitszeiten (Beginn und Ende) in Deinem Ausbildungsvertrag festgelegt sind, darf der Arbeitgeber sie nicht einseitig ändern, sondern nur mit Deiner Zustimmung.

Sind sie aber nicht festgelegt, dann hat Dein Arbeitgeber ein "Direktionsrecht" nach der Gewerbeordnung GewO § 106 "Weisungsrecht des Arbeitgebers" Satz 1:

Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.

Er kann also festlegen, wann Du zu arbeiten hast (sofern das nicht vertraglich geregelt ist).

Hier ist aber auch vom "billigen Ermessen" die Rede, d.h., dass der Arbeitgeber bei seiner Entscheidung zwingend Deine persönlichen Belange berücksichtigen und mit den betrieblichen Belangen abwägen muss.

Wenn Deine persönlichen Belange die betrieblichen objektiv überwiegen, darf der Arbeitgeber seine Entscheidung nicht durchsetzen; es dürfte aber sicher sein, dass Dein Boxtraining dafür (als persönlicher Belang) nicht ausreicht - sofern dabei nicht noch besondere Umstände eine Rolle spielen!

Wenn es sich bei Deinem Boxtraining nur um einen Termin oder zwei Termine in der Woche handeln sollte, müsste eigentlich ein Kompromiss gefunden werden können.

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Tja lieber Fragesteller! Willkommen im Leben!

Sofern die Arbeitszeit nicht fest im Arbeitsvertrag geregelt ist und dort NUR die zu leistenden Stunden stehen, kannst Du NICHTS machen und musst den neuen Anweisungen Deines Arbeitgebers folgen. Rechtlich betrachtet!

Natürlich kannst Du mit denen verhandeln/reden! Vielleicht kannst Du hierdurch was erreichen. Einen Anspruch hast Du jedoch nicht!

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Das liegt im Diretionsrecht des Arbeitgebers, wenn er sich dabei an die tägliche Arbeitszeit hält.

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Du hast das zu akzeptieren. Die Arbeitsstunden verlängern sich ja dadurch nicht, also ist alles gerecht.


Möchtest du mal wissen wie ich gearbeitet habe in der Ausbildung?


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