Minderjährige Mietvertrag

5 Antworten

Der Vermieter darf den Mietvertrag ablehnen, in Deutschland herrscht Vertragsfreiheit. Das Mitwohnen einer Minderjährigen in der Wohnung eines Volljährigen kann durch das Jugendamt unterbunden werden, weil die Eltern des Mädchens das Aufenthaltbestimmungsrecht haben. Besuche des Mieters kann der Vermieter nicht verhindern.

Wenn es darum geht, dass die 17-jährige in den Mietvertrag des Volljährigen aufgenommen werden soll, kann ich nur dringenst davon abraten. Macht sich der Volljährige vom Acker, muss die 17jährige mit ihren Eltern für alle Kosten der Wohnung ggf. allein aufkommen. Der Vermieter holt sich das Geld, wo es am besten geht.

Als Vermieter würde ich aus Fürsorge für das Mädchen die Aufnahme in den Mietvertrag ablehnen, auch wenn die Eltern sogar bürgen würden.

Und wenn der Vermieter darauf besteht das Sie mit im Mietvertrag steht? Ist es rechtens den Einzug zu verweigern wenn sie nicht mit in den Mietvertrag einbezogen werden möchte.

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@Tallaaa

Den Einzug kann er sowieso nicht verweigern, denn wie will er feststellen, welche Sachen ihr gehören und welche dir gehören. Sie hilft Dir nur beim Einräumen. Und weil es ihr so gut gefällt, bleibt sie gleich einmal 6 Wochen. Wenn es ihr danach immer noch gefällt, genügt eine Mitteilung an den Vermieter, dass Frau xx bei Dir für einige Zeit mitwohnen wird, ab dem xx.xx.xx. Damit stellst Du sicher, dass die Umlage der Nebenkosten, die personen bezogen sind, auch korrekt erfolgen kann und sich keine andere Mitbewohner im Haus beschweren können. Nun könnte natürlich der Vermieter auf die Idee kommen und sie unbedingt in den Mietvertrag aufnehmen wollen. Was hätte er für eine Möglichkeit, sie aus der Wohnung zu entfernen? Solange sich die Mitmieterin an die Hausordnung hält, rein praktisch gesehen, gar keine. Letztlich müßte er klagen und könnte nicht sicher sein, ob er mit der Klage durch kommt. Die Chancen stehen eher sehr schlecht, es sei denn es wurde im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart, dass die Wohnung nur von einer Person genutzt werden darf und jede zusätzliche Person eine Überbelegung darstellen würde, die eine sofortige Kündigung auslösen würde. Ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Somit könnte man also eine Verweigerung des Vermieters, wenn sie nicht im Mietvertrag steht, ziemlich leicht umgehen.

Andererseits: Will man ein gutes Auskommen mit dem Vermieter, wird man wohl seinem Willen nachkommen und sie mit in den Mietvertrag aufnehmen lassen. Es ist ein entscheidender Vorteil für ihn, noch dazu, wenn ihre Eltern bürgen. Damit der Vertrag aber rechtskräftig wird, müssen sowieso die Erziehungsberechtigten mit unterschreiben.

Bleibt das Problem, wie es im Falle einer Trennung aussehen würde. Einfach, wenn beide die Wohnung aufgeben wollen. Kündigung von beiden unterschrieben an den Vermieter genügt. Wenn der eine bleiben will, während die andere Person auszieht, sollte man von vornherein vertraglich vereinbaren, dass die ausziehende Person der verbleibenden eine Vollmacht für die Kündigung der Wohnung gibt und umgekehrt muss der verbleibende der ausziehenden Person zusichern, alle Kosten zu erstatten, die anfallen würden, wenn der Vermieter von seinem Recht Gebrauch macht, sich wegen irgendwelcher Forderungen an die längst ausgezogene Person zu wenden. Ein Restrisiko bleibt im Trennungsfall trotzdem noch.

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Der Vermieter darf eine 17 jährige als Mieterin ablehnen, aber nicht den Zuzug der Lebenspartnerin in der Wohnung des Freundes.

Der Vermieter muß den Lebenspartner des Mieter generell nicht in den Mietvertrag mitaufnehmen, dazu ist er nicht verpflichtet, und zwar unabhängig vom Alter des Lebenspartners.

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