Milchzahn grundlos gezogen - Schadensersatz?

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8 Antworten

Meiner meinung bringt das nichts.

Aber Dein Milchzahn wäre mit Sicherheit auch so rausgefallen, die Lücke also trotzdem da.

Das ist nicht ganz richtig, der Milchzahn wäre nicht herausgefallen. Manche Menschen haben ein Leben lang einen Milchzahn, weil kein neuer angelegt war. Die Wurzeln resorbieren dann nämlich nicht und somit bleibt der Milchzahn fest in seiner Alveole stehen.

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Die Ärztin hatte das Einverständnis deiner Mutter, also durfte sie es machen. nach 12 Jahren bist Du nun auch zu spät dran für Schadenersatz... Selbst die Beweisführung wäre heute nahezu unmöglich da die Krankenakte nicht mehr vorhanden ist.

Die Ärztin hatte das Einverständnis deiner Mutter, also durfte sie es machen

Na so einfach ist die Welt aber auch nicht. Aber der Anspruch dürfte in der Tat verjährt sein.

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bei mir gab es auch einen milchzahn, der nicht raus wollte, aber der nachfolger saß schon darüber.

das ziehen war aber damals in dem alter auch wichtig, weil man leichter, als später die zähne in ihre richtige position bringen kann.

es ging schneller, als bei meiner mutter die erst mit 25 eine feste zahnspange bekam

Ich bin jetzt 25

als ich 13 war

das fällt Dir jetzt (nach 12 Jahren ein)

erstens: ist die Frage was davon überhaupt beweisbar ist ....

zweitens: hat / haben Deine Mutter / Deine Eltern der Behandlung damals zugestimmt, da Du damls nioch minderjährig warst spielt, das was Du wolltest oder meinst damals gewollt zu haben, keine Rolle

zweitens: hat / haben Deine Mutter / Deine Eltern der Behandlung damals zugestimmt, da Du damls nioch minderjährig warst spielt, das was Du wolltest oder meinst damals gewollt zu haben, keine Rolle

Glücklicherweise ist zumindest dieser Punkt deiner Antwort falsch.

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Nach 12 Jahren hast Du leider keine Chance mehr. Auch wenn sie diesen Milchzahn, unter dem es keine Neuanlage gab, hätte nicht entfernen dürfen.

Ich habe zwar in diesen Bereich nicht so viel Ahnung, aber vlt kannst du sie verklagen, außer siehst deiner Maurer alle Einzelheiten erzählt! Aber damals warst du noch nicht alt genung denn deine mum war ja die "Erziehungsberechtigte"! Hoffe hat dir geholfen ;)

Hätte sie mich darüber aufklären müssen und mich um Erlaubnis bitten müssen?

Nein, deine Mutter. Und das hat sie offensichtlich.

Und vorallem: kann ich dieser äußerst 'netten' Dame heute dafür die Quittung geben, in was für einer Form auch immer?

Ist zu lange her.

Danach überwies sie uns zu einem Kieferorthopäden, der stellte dann fest, das sie mir niemals diesen einen Zahn hätte ziehen dürfen

das wäre der richtige Zeitpunkt gewesen etwas zu unternehmen.

Nein, deine Mutter. Und das hat sie offensichtlich.

Das dürfte bei einem bzw. einer 13jährigen nicht ausreichen.

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@jurafragen

Und was ist nun deiner Meinung nach ausreichend? Deine 3 Antworten hier sind allesamt nichtssagend.

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@Drizzt1977

Für die Haftung (grob) fahrlässige Behandlungen ist das Einverständnis des Erziehungsberechtigten (Laien) ohne Belang. Das Einverständnis bezieht sich auf einen konkreten, ordnungsgemäßen und notwendigen Eingriff und stellt keine generelle Einwilligung dar. Ändert aber nichts daran, dass es für zivilrechtliche Ansprüche zu spät sein dürfte.

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@Drizzt1977
Deine 3 Antworten hier sind allesamt nichtssagend.

Meine Aussagen sind keinesfalls "nichtssagend". Du solltest Dir mal Deine ursprüngliche Aussage ansehen. Kinder sind keine Sachen, über die die Eltern nach belieben verfügen können.

Minderjährige können selbst einwilligungsfähig sein, dann kommt es allein auf die Einwilligung des Minderjährigen an. Dieses Alter liegt in der Regel etwa bei 14, kann aber je nach Reifendes Minderjährigen auch deutlich vorher sein.

Und vor der Einwilligungsfähigkeit können minderjährige etwa geplante wesentliche Eingriffe jedenfalls ablehnen (Widerspruchsrecht). Dies ist in der Rechtsprechung anerkannt.

Und was ist nun deiner Meinung nach ausreichend?

So wie es gelaufen ist, dürfte es jedenfalls nicht richtig gewesen sein.

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@jurafragen

13 jährige sind in der Regel eben nicht einwilligungsfähig zumindest ist dies der absolute Ausnahmefall...

Die aktuelle Rechtsprechung besagt, dass bei einer 18 jährigen Person erst mal eine grundsätzliche Einwilligungsfähigkeit vorliegt. Auch bei 16 oder 17 jährigen Jugendlichen ist oftmals mal schon eine Einwilligungsfähigkeit vorhanden. Der überwiegende Tonus lautet jedoch auch, dass man bei Kindern unter 15 Jahren eben nicht von einer Einwilligungsfähigkeit ausgehen kann.

Daher wird auch so ziemlich jedem Arzt im Studium beigebracht, dass selbst bei einem intelligent entwickelten 14 jährigen Kind, bei dem der Arzt von einer Verstandsreife ausgehen kann zur Absicherung die elterliche Einwilligung eingeholt werden soll.

In diesem Fall eine absolute Ausnahme zu generieren und einfach mal zu behaupten, dass sie, damals trotz ihres Junges Alters dies hätte alleine entscheiden können ist hier nicht zielführend. Durch die Verjährung ist es eh obsolet geworden.

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@Messkreisfehler
13 jährige sind in der Regel eben nicht einwilligungsfähig zumindest ist dies der absolute Ausnahmefall...

Eine starre Grenze (wie etwa in Österreich, dort liegt sie bei 14) besteht nicht.

Der BGH hat in einer Entscheidung vom 10.10.2006 (VI ZR 74/05) aber unter bestimmten Voraussetzungen ein Widerspruchsrecht des nicht-einwilligungsfähigen Minderjährigen gegen nur relativ indizierte Eingriffe angenommen.

Daher wird auch so ziemlich jedem Arzt im Studium beigebracht, dass selbst bei einem intelligent entwickelten 14 jährigen Kind, bei dem der Arzt von einer Verstandsreife ausgehen kann zur Absicherung die elterliche Einwilligung eingeholt werden soll.

Mal abgesehen davon, dass der Arzt natürliche Feind des Juristen ist:

Denk doch mal darüber nach, warum hier die Einwilligung beider gefordert wird. Und was jetzt die Folge wäre, wenn der 14jährige nicht einverstanden ist. Die rechtliche Problematik ist bei 13jährigen nicht viel anders.

In diesem Fall eine absolute Ausnahme zu generieren und einfach mal zu behaupten, dass sie, damals trotz ihres Junges Alters dies hätte alleine entscheiden können ist hier nicht zielführend.

Wir haben es mit einer 13jährigen zu tun, die offenbar nicht einwilligen wollte und gegen den Eingriff war. Sie wird ihre Gründe haben. Schon das kann für eine Einwilligungsfähig sein, aber eben erst recht für ein Woderspruchsrecht.

Durch die Verjährung ist es eh obsolet geworden.

Wenn der Zahnarzt die Einrede der Verjährung erhebt, ja. Ich möchte im Übrigen nicht von einem Zahnarzt behandelt werden, der Patienten auch gegen seinen Willen behandelt.

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Nein. und außerdem eher Schmerzensgeld statt Schadensersatz.

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