Mikrozensus 2012

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo PlaKeks,

beim Mikrozensus handelt es sich um eine amtliche Statistik offizielle Bezeichnung ist "Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt sowie die Wohnsituation der Haushalte". Diese Befragung wird seit 1957 (in den neuen Ländern und Berlin-Ost seit 1991) durchgeführt, seit 1960 zusammen mit der Europäischen Arbeitskräftestichprobe.

Umfangreiche Informationen findest Du z.B. hier: https://www.destatis.de/DE/Methoden/SUFMikrozensus.html

Es ist richtig, dass u.a. nach dem Einkommen gefragt wird. Angegeben werden müssen aber nicht nur das Arbeitseinkommen, sondern alle Einkommensquellen (Mieten, Zinsen etc.) Auch nach dem Beschäftigungsbetrieb wird gefragt. Der Name des Betriebes ist aber nur von Bedeutung, um in Zweifelsfällen die Branche zu ermitteln, daher wird der Name des Betriebes auch auf einem separaten Zettel abgefragt, der nach Feststellung der Branche vernichtet wird.

Soviel zum Allgemeinen, nun zu Deinen Fragen:

Sinnhaftigkeit/Relevanz: Ergebnis des Mikrozensus sind u.a Aussagen wie "Das Durchschnittseinkommen von Alleinerziehenden Müttern betrug 2012 xxx Euro", "xx % aller Deutschen sind verheiratet", "xx % aller Deutschen haben Übergewicht" (Ja, auch nach dem Gewicht wird alle 4 Jahre gefragt!), "In der Pharmaindustrie machte jeder Arbeitnehmer durchschnittlich xxx Überstunden". Für Dich als Privatmann haben solche Erkenntnisse keine Relevanz, sie fallen in die Kategorie "Sinnloses Wissen". Für die öffentliche Verwaltung, politische Entscheidungsträger, Verbände, Wirtschaft und alle Organisationen, die in irgendeiner Form gesellschaftlich tätig sind, ist solches Wissen dagegen sehr wichtig. Daher werden solche Statistiken praktisch in allen zivilisierten Ländern der Welt geführt und sie müssen auch sehr genau sein.

Damit wären wir dann auch schon bei Deiner nächsten Frage: Eine hohe Genauigkeit ist nur möglich, wenn alle zufällig ausgewählten (jährlich 1% der Bevölkerung) auch wirklich antworten. Wenn die Möglichkeit bestünde, sich da abzumelden, wäre das ganze nicht mehr repräsentativ, die Daten unbrauchbar und nicht besser als die irgendwelcher Sozialforschungsinstitute. Daher hat der Gesetzgeber eine Auskunftspflicht vorgesehen, die notfalls auch mit einem Zwangsgeld durchgesetzt wird. Sämtliche gegebenen Auskünfte werden einer Plausibilitätskontrolle unterzogen. Sind die Daten nicht plausibel, erhält der Auskunftspflichtige den Fragebogen zurück zwecks Korrektur. Das geht dann solange hin und her, bis die Daten stimmig sind. Daher wird auch immer empfohlen, den Fragebogen nicht selbst auszufüllen, sondern zusammen mit einem Interviewer, dann können alle Unklarheiten gleich vor Ort geklärt und die Befragung abgeschlossen werden. Einige Fragen sind aber auch freiwillig, sie sind besonders gekennzeichnet und können daher ausgespart werden, das sind z.B. die Fragen nach Homosexualität, ob man Kinder hat (die nicht mehr zu Hause wohnen) und wie man zur Arbeit kommt bzw. wie weit der Arbeitsweg ist.

Die Unverletzlichkeit der Wohnung wird durch den Mikrozensus nicht eingeschränkt. Man ist nicht verpflichtet, den Interviewer in die Wohnung zu lassen, sondern man kann das Interview auch an einem anderen Ort führen (z.B. im Hausflur) oder aber den Fragebogen selbst ausfüllen oder die Fragen auch telefonisch beantworten.

Hoffe, damit sind alle Deine Fragen beantwortet, für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

PS: Es gibt Arbeitgeber, die von ihren Arbeitnehmern Stillschweigen über das Gehalt verlangen und das auch vertraglich fixieren. Amtliche Statisiken sind davon aber immer ausgenommen.

Also du musst den Interviewer nicht ins HAus lassen! Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist also gewährleistet. Du kannst den Fragebogen auch postalisch zusenden, wahrscheinlich auch online- so war es letztes Jahr beim Bundeszensus.

Ich sehe das Problem nicht - Anonymität und Vertraulichlichkeit sind die obersten Regeln im Zensus. Der Staat braucht die Daten , um gut zu planen (Infrastruktur , Kindergärten) Im einzelnen kann man streiten: Das Volkseinkommen kennen die statistischen BEhörden eigentlich schon gut durch Finanzämter und Sozialversicherungen - trotzdem dient die Angabe des Einkommens als wichtiger Querverweis um die Daten zu validieren. Keine Angst: es wird nur statistisch, nie aber anhand einer PErson verglichen, d.h. selbst ein "schwarzes" ZUsatzeinkommen könntest Du unbedenktlich angeben!

Dir drohen theoretisch Strafen, wenn Nichtantwort - ob es in der Praxis geahndet wird , bezweiflich ich eher.

Naja Anonym ist das eig. nicht da jedes schreiben seine eigene Kennziffer + Namen usw. hat.

0
@PlaKeks

Hallo PlaKeks,

die Namen der Betroffenen sind so genannte Hilfsmerkmale. Hilsfmerkal heißt, sie werden zur Durchführung der Statistik aus organisatorischen Gründen benötigt, sind für die Statistik selber aber irrelevant. Daher werden sie beim Mikrozensusfragebogen auch auf einem ausklappbaren Zettel eingetragen, der dann vor Archivierung der Bögen abgetrennt und vernichtet wird. Die Namen braucht man, um zu prüfen, ob jeder Auskunftspflichtige auch seinen Fragebogen abgegeben und mit plausiblen Daten befüllt hat. Vergleichbar ist das ganze z.-B. mit einer Bundestagswahl. Dort gibt es auch eine Namensliste und es wird ein Haken gemacht, für die Wahl selber spielt der Name des Wählers aber keine Rolle. Beim Mikrozensus ist es auch so, dass die Daten nicht zusammen mit den Namen gespeichert werden.

0

Zählt mein Auto zur Wohnung, ist also unverletzlich gemäß artikel 13 GG?

Ich hatte neulich eine Diskussion mit meiner Familie die der Meinung sind das Auto zähle nicht zur Wohnung. Laut meinem ehemaligen Lehrer (Mensch und Recht hieß der Kurs) zählt dieses jedoch zur Wohnung. Hoffentlich könnt ihr mir helfen.

...zur Frage

Was bedeutet der 146 im GG?

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Was meinte der parlamentarische Rat damit ? Es ist ja irgendwie nicht ausformuliert wie eine es gegebenfalls eine neue Verfassung in Kraft treten kann.

...zur Frage

Was passiert, wenn ein Mensch schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird, aber keine Krankenversicherung hat?

...zur Frage

Krankengeld Blockzeit und gleiche erkrankung

Guten abend

Ich hoffe, dass mir einer meine Fragen beantworten kann. Im Jahr 2008 war ich für 78Wochen krank und wurde ausgesteuert "Psychosomatische Erkrankung". Im Anschluss habe ich Arbeitslosengeld bezogen für ca 1Jahr und arbeite seit dem Juni 2011 wieder. Seit mitte Mai 2012 bin ich wieder Arbeitsunfähig"Reizdarm und verschiedene Psychosomatische erkrankunngen. Die zuständige Krankenkasse teile mir schon Mündlich in einem Gespräch mit dass ich die Blockzeit erfüllen würde.

Meine Frage da mein Arzt mir schon sagte dass ich wieder länger krank sein würde. Erhalte ich trotz dass ich wieder die gleiche Erkrankung habe erneutes Krankengeld. Wenn Nein wer ist für mich zuständig:

Im Voraus schon vielen Dank und mit freundlichen Grüssen

...zur Frage

Was denkt ihr wie viel Prozent der Muslime in Deutschland insgeheim den Islam über unserem Grundgesetz stellen?

Wenn man sich alle islamisch dominierten Staaten unsere Welt ansieht, dann ist es doch so, daß in jedem dieser Staaten nicht das Grundgesetz zählt, sonder der Islam als Staatsreligion. Wie kann man dann davon ausgehen das die in Deutschland lebenden Muslime nicht so sind? Außerdem ist es in den islamisch dominierten Staaten doch so das die Mehrheit der Muslime so denken, sonst wäre es ja dort nicht so oder? Also wieso denken dann viele nicht Muslime das die Moslems das bei uns in Deutschland nicht so machen würden wenn die Muslime bei uns in der Überzahl wären? Das hat doch mit der Realität nichts zu tun oder? Und als nicht Moslem zu wissen das unser Grundgesetz weniger zählt für die Muslime, und das wenn die Muslime in der Überzahl wären unser Grundgesetz untergeordnet wäre, das ist doch schlimm oder nicht?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?