Migräne wirklich so schlimm?

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9 Antworten

Migräneanfälle sind nicht gleich Kopfschmerzen. Es handelt sich auch nicht einfach nur um stärkere Kopfschmerzen. Während es sich bei Kopfschmerzen tatsächlich um Schmerzen im Kopfbereich handelt, treten bei Migräne, neben den starken hämmernden Kopfschmerzen, die besonders eine Kopfhälfte betreffen, in den meisten Fällen noch zusätzliche Symptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit auf.

Ob Deine Kollegin nun unter Kopfschmerz oder Migräne leidet oder ob sie simuliert, kann niemand (außer sie selbst und/oder ein Arzt) beantworten.

Die Frage die sich stellt ist, bist Du persönlich von ihren Ausfallzeiten betroffen? Falls ja, solltest Du mit Deinem Arbeitgeber sprechen. Falls nein, ist das ein Thema, für das sich in erster Linie der Arbeitgeber interessieren sollte.


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Hallo 1panda,

ja, Migräne kann sehr schlimm sein. Wenn die Migräneattacken aber so häufig auftreten, dann nimmt deine Kollegin wahrscheinlich zu viele Schmerzmittel, so dass sich bei ihr schon ein (zusätzlicher) Medikamentenkopfschmerz entwickelt hat. Da hilft nur noch eine Behandlung in einer Schmerzklinik mit einem Medikamentenentzug.

Ich leide auch an Migräne und ich spüre auch oft schon vorher, dass ich bald eine Migräneattacke bekommen werde.

Vorurteile über Migräne halten sich hartnäckig. Sie spiegeln sich wider in Sprüchen wie „Erwin ist heute nicht an seinem Arbeitsplatz – hat mal wieder seine Migräne genommen“ oder auch „Migräne ist, wenn Frauen keine Lust auf Sex haben“. Das alles ist Unsinn. Denn Migräne ist etwas ganz anderes: Immer wieder auftretende schwere Kopfschmerzanfälle, bei denen Presslufthämmer bis zu drei Tage im Kopf dröhnen, bei denen die Schmerzen hinter den Augen und in der Schläfe kaum auszuhalten sind, den Kopf zum Bersten bringen. An Arbeiten ist nicht zu denken. Nichts geht mehr, Kinder und Partner bleiben sich überlassen. Jede noch so kleine Bewegung verstärkt den Schmerz ins Unerträgliche. Alles, was man sich vorgenommen hat, alle Pläne, alle Termine, alle Verabredungen, alles wieder umsonst – gestrichen. Die Attacken kommen, wenn man sie überhaupt nicht brauchen kann. Zweimal, dreimal oder sogar viermal im Monat. Die Anfälle dauern jeweils bis zu drei Tage. Jedes Geräusch tut weh, Licht blendet und schmerzt – das Öffnen der Augenlider ist eine einzige Qual. Jeder Geruch ist unerträglich und intensiv widerlich. Permanente Übelkeit und würgender Brechreiz lassen das Elend noch höllischer werden. Es bleibt nicht dabei – schwallartiges Erbrechen nimmt einem die letzte Kraft. Migräne, das bedeutet drei Tage Hausarrest im abgedunkelten Zimmer, gebunden an Bett und Toilette, Schmerztabletten. Migräne bedeutet Unverständnis von anderen und für den Betroffenen Angst, die Zeit wieder nicht aufholen zu können. Die immense Behinderung durch Migräne ist für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar.

Textquelle: http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/wer-leidet/

Ob deine Kollegin wirklich Migräne hat oder sie nur vortäuscht, können wir nicht wissen.

LG Emelina

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Migräne können schon ganz schön übel sein... spreche aus Erfahrung.

Bei mir ging es mit leichten Kopfschmerzen los ...dann kam Schwindel dazu...dann solche schmerzen das du am liebsten dein Kopf zertrümmern möchtest...als ich dann zu Hause war, bin ich gleich von Haustür rein ins Klo...kotzten...

Und nicht mal 4h Schlaf half, hatte danach immer noch Kopfbrummen.

Wie oft Migräne bei dauer Migräne "Opfer" kommt weiß ich auch nicht aber Migräne haben ist echt nicht toll.

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Oh ja, Migräne kann wirklich heftig sein. Helles Licht und laute Geräusche, die es an vielen Arbeitsplätzen gibt, verstärken möglicherweise die Schmerzen noch. Leider habe ich auch das Unglück, Migräne zu haben. Bei mir geht es einigermaßen bei Stille und Dunkelheit, aber sobald Licht angeht tut es fürchterlich weh und jedes (auch sehr leise) Geräusch fühlt sich an wie ein Presslufthammer im Kopf. Außerdem wird mir dann bei zu schnellen Bewegungen ein bisschen schwindlich und leicht übel. Zum Glück hab ich das viel seltener als deine Kollegin, sie ist wirklich nicht zu beneiden. Wenn sie wirklich Migräne hat, kannst du dir sicher sein dass sie auf jeden Fall keinen Spaß hat.

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Migräne ist von Patient zu Patient unterschiedlich schlimm.
Wenn ich zum Beispiel abends Migräne habe und mit den schmerzen einschlafe (weil z.B. die Tablette nicht wirkt), dann wache ich fast immer auch mit den schmerzen wieder auf. Und dann kann es bei mir 2-3 Stunden dauern, bis ich die schmerzen wieder im Griff habe.
Dass deine Kollegin also abends schon eine Vorahnung hat, dass sie am nächsten Tag nicht kommen wird, weil sie Kopfschmerzen hat, sehe ich realistisch.

Bei manchen Leuten sind die Migräneschübe so schlimm, dass ein Schub mehrere Wochen andauert. Dann vielleicht mal Monate oder Wochen  nichts und plötzlich wieder ein Schub. Das ist wie gesagt sehr unterschiedlich. Ich glaube nicht, dass sie zu faul ist, zu kommen.

"Kopfschmerzen nimmt man eben auch als ausrede aber Migräne?" 

- Natürlich, Migräne ist um einiges schlimmer als gelegentlich mal Kopfschmerzen zu haben!

Ich weiß ja nicht, was ihr für einen Beruf ausübt, aber es gibt Sachen, die Migräne triggern. Wenn sie in ihrem Job z.B. täglich mehrere Stunden vor dem Computer sitzt, kann ich es total verstehen, dass sie so oft wegen Migräne fehlt. 

Als ich in einem Praktikum mal 8 Stunden täglich am Computer arbeitete, waren die schmerzen täglich da und sehr stark.

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Migräne ist ein Schmerz, den man nicht einfach mit Kopfschmerzen vergleichen kann. Migräne ist meist einseitig (eine Gesichts- bzw. Kopfhälfte schmerzt mehr als die andere), man kann kein helles Licht vertragen, laute Geräusche verstärken den Schmerz, es ist einem übel bis zum Erbrechen ... man ist einfach diesem nicht aufhören wollenden Schmerz oft über mehrere Tage ausgeliefert. Kein Medikament hilft wirklich und man möchte einfach nur liegen und warten, bis der Schmerz aufhört und man wieder aufatmen kann ... bis zur nächsten Attacke. Das kann niemand nachvollziehen, der es nicht hat. Ich hatte jahrelang Migräne und weiß, wovon ich schreibe. Hab Mitleid mit deiner Kollegin und sei froh, dass du keine Migräne hast.

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Migräne / Clusterkopfschmerz kann sehr unangenehm werden.

Deine Kollegin sollte sich behandeln lassen und als erstes mal einen NEUROLOGEN aufsuchen, damit Sie auch eine korrekte Diagnose bekommt.

Gib ihr einen "Schubs".

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Migräne selbst ist schon ziemlich schlimm und unangenehm. Die Frage ist, ob sie wirklich Migräne hat :D

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Migräne ist schon fürchterlich. Aber so oft, ne, kann nicht sein. Das sind meistens Schübe, die bei viel Streß gerne kommen wollen. Ist eh oft psychisch bedingt; heißt es zumindest.

Was sagt denn da der Arbeitgeber dazu? Dauerhaft wird das nicht gut gehen. Denn die Dame ist dann schlicht Erwerbsunfähig.

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