Migräne - Behandlungen?

3 Antworten

Hallo Kirsten0305,

Migräneanfälle können nur Menschen mit einer genetischen Veranlagung (zu Migräne) bekommen. Die Ursache der Migräne ist also diese Veranlagung.

Eine geerbte Disposition kann man nicht „behandeln“ – diese besteht einfach.

Ich leide seit 40 Jahren unter Migräneattacken. In dieser Zeit habe ich mich umfassend über das Thema Migräne informiert.

Bei Frauen mit Migräne löst der Hormonabfall (Hormonschwankung) während der Menstruation oder während der Pillenpause (Östrogenhaltige, bzw. Kombinationspille) häufig eine Migräneattacke aus. Deshalb ist für Migränepatientinnen eine reine Gestagenpille (z. B. Cerazette), die ohne Pause durchgenommen wird, besser geeignet.

Auch, wenn man die genetische Disposition für Migräne nicht behandeln kann, kann man als Migränepatient doch einiges dazu beitragen, um weniger – oder im besten Fall gar keine – Migräneanfälle mehr zu bekommen.

Mir hilft bei meiner Migräne die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei einer bestehenden Histaminintoleranz auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräne.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne können sein: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), flackerndes Licht.

Der zuständige Facharzt bei Migräne ist ein Neurologe. Auch eine auf Migräne spezialisierte Schmerzklinik kann dir helfen. In Deutschland kann ich die Schmerzklinik Kiel empfehlen.Diese hat auch eine sehr gute Homepage. Auf den Seiten „Migräne-Wissen“ kann man sich als Migränepatient sehr gut informieren.

http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/

LG Emelina

Typische Anzeichen für Migräne sind:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (stechend oder pochend).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Appetitlosigkeit.
  • Licht-, Geräusch-, oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei den Meisten erst ab der Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt viele verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

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Das habe ich bereits selbst gelesen. ich habe ja auch nicht gefragt was Migräne ist oder was es auslöst, sondern was man alternativ zur Vorbeugung machen kann.

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@Kirsten0305

Das habe ich dir geschrieben: Migränevorbeugung bedeutet, die Migräneauslöser herauszufinden und sie zu vermeiden.

Es gibt auch noch eine medikamentöse Migränevorbeugung. Darüber habe ich erst mal nichts geschreiben, weil die Medikamente (z. B. Betablocker) meistens mehr Nebenwirkungen haben, als Nutzen. Man bekommt damit die Migräne auch nicht weg, sondern kann im besten Fall die Attackenhäufigkeit vermindern. Sinnvoll kann das für Migränepatienten, mit mehr als 8 Migräneanfällen im Monat, sein. Besprich das Thema am besten mit einem Migränespezialisten (Neurologen).

Behandlung der Migräne ist gleich Vorbeugung.

Was du schon selbst über Migräne gelesen hattest, konnte ich übrigens leider nicht wissen. Meine Glaskugel ist zur Zeit in Reparatur ;-)

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herauszufinden um welche Art Migräne es sich handelt. Allerdings würde das auf eine Operation herauslaufen

Migräne kann man nicht sehen. Sie ist nur über Befragung und Ausschluß anderer Diagnosen festzustellen. Was soll den operiert werden? Wenn man deinen Kopf öffnet, "sieht" man da keine Migräne.

Ich habe seit 30 Jahren Migräne mit Aura und hatte schon mehrfach CT und MRT, zufälligerweise sogar mal im MRT während der Untersuchung einen Anfall: man sah nichts.

Zur Migräneprophylaxe werden gern Betablocker und Antiepileptika verschrieben - weil es nichts anderes gibt! Ob es wirkt, kann man nicht sagen, das ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Du musst deine Auslöser (Trigger) kennen und vermeiden. Mir persönlich hat Sauna sehr geholfen, da es mich tiefenentspannt und die Gefäße trainiert.

Weiterhin empfehle ich dir, dich in diese Erkrankung einzulesen, es gibt im Netz verschiedene hervorragende Artikel dazu, welche Therapien sinnvoll sein können und welche man ausschließen kann. Es gibt noch viel Unwissenheit zum Thema Migräne, das gerne auf die Erkrankten verstreut wird, ohne einen Nutzen zu erzielen. Oft wird einem Migränepatient auch zwischen den Zeilen eine "Mitschuld" an seiner Krankheit eingeredet.

Das hab ich alles durch... Wenn es dich tröstet, eine Migräne bleibt nie statisch, sondern verändert sich im Lauf des Lebens, es kann sogar sein daß du nach den Wechseljahren davon befreit bist.

Ich habe es doch gründlich geschrieben: Ich habe eine Befragung gemacht um herauszufinden um welche Migräne es sich handelt. Die OP dient nur zur Entfernung des Muskels welcher auf den Nerv drückt, der die Migräne auslösen kann. Daher auch die Befragung. Das Kopfschmerzzentrum muss ja erst herausfinden ob es überhaupt etwas bringt die Muskeln zu entfernen. Das wäre zum Beispiel die Lösung für alle Migränemenschen, bei denen es am Muskel liegt. Es gibt eben nicht nur Betablocker sondern auch viel Alternativen. Daher auch meine Fragen welche Erfahrungen gesammelt wurden.

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Schon mal mit hochdosierten natürlichen Vitalstoffen versucht? Ggf mit Darmsanierung (Entgiftung)

Ist oft eine stoerung des gallenblasenmeridians. Schmerzmittel gibt es verchiedene, wenn man gerade zu beginn eines anfalles etwas nimmt, wirkt es oft sehr gut, medikanent und timing muss man ausprobieren, eventuell braucht man auch nur geringe mengen um die schmerzen auf ein etraegliches mass zu mildern

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@berndkleve

Normale Schmerzmittel helfen eben NICHT. Paracetamol, Ibuprofen oder ASS wirken nicht bei einem echten Migräneanfall. Dafür gibt es Triptane, aber auch die Wirkung ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Was bei einem Anfall hilft: Ruhe, Dunkelheit, keine Reize und möglichst schlafen oder das Bewußtsein ausschalten.

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