Mietzahlung bei verzögertem Einzug?

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Das Problem ist juristisch, dass sich Dein Vermieter mit der Rückzahlung der überbezahlten Miete nicht in Verzug befindet, da Du ihn nicht unter Fristsetzung dazu aufgefordert hast. Daher darfst Du auch nicht aufrechnen...

Eine Mahnung ist überhaupt nicht nötig, also auch keine Zahlungsfrist, schon gar nicht von 14 Tagen...

Ich würde für August zahlen. Gleichzeitig würde ich SOFORT die Mietminderung um 100 % wegen Unbenutzbarkeit für den Zeitraum 01.06.-10.06. erklären, den Vermieter unter Fristsetzung bis 04.09. zur Rückzahlung von 1/3 der Juni-Warmmiete auffordern und die Aufrechnung mit der September-Miete ankündigen, falls die Zahlung nicht eingeht, danach kann er dann so lange mahnen soviel er will, dann hast Du alles Notwendige getan und kannst das alles völlig locker und entspannt sehen...

Ah, so sieht also der juristische Kniff aus, hm? Klingt jedenfalls stimmig.

Im Grunde geht es wohl auch gar nicht darum, ob der Vermieter an sein Geld käme. Schließlich hat er ja noch das Kautionspolster. Es geht wohl nur darum, in welcher Reihenfolge welche Forderung mit welcher Begründung und welcher Folge gerichtet wird, was?

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@Tilex

Juristisch ist es so, auch wenn auch der Vermieter ebenfalls wissen sollte, dass dies so ist, und nicht nachvollziehbar ist, warum er deswegen so einen Aufstand macht. Aber da liegen eben die Unterschiede von Theorie und Praxis...

Man darf Zahlungen, für die man sich selbst in Verzug befindet, immer nur mit Forderungen aufrechnen, für die sich die Gegenseite in Verzug befindet....

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Da die verspätete Wohnungsübergabe nicht durch dich verursacht wurde, hat sie der Vermieter zu verantworten. Du musst für die 11 Tage keine Miete zahlen und kannst sogar Schadenersatz für alle daraus folgernden Probleme fordern. Der Vermieter dürfte sich dann am Vormieter als direkter Verursacher schadlos halten. Das ist aber nicht dein Problem. Gesetzlich steht dir das Recht auf Herausgabe der Miete für die 11Tage wegen ungerechtfertigter Bereicherung gemäß § 812 BGB zu . Dazu musst du den Vermieter auffordern mit Fristsetzung und kannst dann im Falle des Verzugs im übernächsten Monat den Betrag (Bruttomiete) aufrechnen.

Ich schlage vor, dass du zunächst für die 11 Tage die Miete nachzahlst und ansonsten so verfährst wie oben geschildert. Also Aufforderung zur Herausgabe der anteiligen Miete für den entspr. Zeitraum gemäß § 812 BGB mit Fristsetzung von zwei Wochen und Aufrechnungsankündigung bei Verzug im übernächsten Monat.

Zusätzlich kannst du noch Schadenersatzansprüche geltend machen, diese dürftest du aber nicht aufrechnen sondern müsstest sie gegebenenfalls einklagen, Erfolgaussichten wären gegeben.

ja erst mal würde ich es unter Vorbehalt überweisen. Es ist nämlich so, daß man aus der Wohnung fliegen kann, wenn man im Rückstand ist. Grundsätzlich, hast du das Recht den Schlüssel zum ersten auch zu bekommen- dann fängt acuh das Mietverhältnis an. Vielleicht mal zum Mieterverein gehen und beraten lassen.

Würde die Zeit eigentlich nicht bezahlen, aber es kann dann sein, daß man die Kündigung wegen Mietrückstandes bekommt und dann hat man das nächste Problem- deshalb erst zahlen und dann prüfen lassen. Das Recht dürfte auf deiner Seite sein.

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