Mietwohung: Mischbatterie kaputt. Wer ist für Reparatur zuständig?

7 Antworten

Da hier die Mischbatterie gewechselt werden muss, handelt es sich um eine Instandsetzung, deren Kosten der Höhe nach vom Vermieter zu tragen wären. Allerdings kann der Vermieter sich weigern, weil er davon ausgeht, dass du den Schaden verursacht hast. Deshalb würde ich das Problem meinem Haftpflichtversicherer zur Schadensregulierung übertragen.

Der Vermieter kann sich nicht weigern. Er hat die Instandsetzung auf eigene Kosten vorzunehmen und kann dann höchstens vom Mieter Ersatz des Schadens verlangen, wenn er diesem nachweist, dass er den Schaden vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführt hat. Siehe §§ 535 I, 538, 280, 823 I BGB.

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@Ratirat

Ich bin Vermieter und genau diesen Fall habe ich auch gehabt. Der Mieter hat sich den Schaden von seiner Haftpflichtversicherung ersetzen lassen.

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@Gerhart

Ja, das kann er natürlich tun, wenn er eine hat.

Es ist dennoch Aufgabe des Vermieters, die Reparatur vorzunehmen - und sich dann ggf. vom Mieter oder dessen Versicherung das Geld zu holen.

In der Theorie läuft das auf dasselbe Ergebnis hinaus, in der Praxis macht das einen Unterschied.

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Wird sowas von der Haftpflicht übernommen? Ich hab da Zweifel. Kenn mich aber weniger aus.

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@Maximilian112

So schlecht scheinst Du Dich nicht auszukennen...

Eine Haftpflichtversicherung ersetzt Schäden, für die der Versicherte haftpflichtig ist. Es muss also eine Schuld (mindestens einfache Fahrlässigkeit) vorliegen. Bei üblichem Gebrauch einer Mischbatterie kann diese, gerade, wenn sie schon älter ist, schon mal kaputtgehen. Eine Fahrlässigkeit müsste nachgewiesen werden.

Eine Leistung der HV könnte allenfalls dann erfolgen, wenn ausdrücklich Schäden an Mietsachen aufgrund ordnungsgemäßem Gebrauch mitversichert sind.

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Der "Zapfen", der aus der Mischbatterie herauskommt und im Hebel steckt, ist abgebrochen. Er ist aus Kunststoff und nicht aus Metall wie bei höherwertigen Ausführungen normal. Letzteres hat man mir im Fachgeschäft gesagt.

Das ist sehr wahrscheinlich Vermietersache.

Wenn es eine vertraglich wirksame Kleinreparaturkausel gibt, kommt es auf die vereinbarte Summe der Einzelrechnung an.

Steht dort, das man z.B. Kleinreparaturen bis 75 € tragen muss und die Rechnung ist höher, dann zahlt der Vermieter, liegt sie drunter zahlt der Mieter.

Also schriftliche Mängelanzeige an den Vermieter:

Mangel

  • Man muss den Vermieter über die Mängel in Kenntnis setzen.(Per Einwurfeinschreiben)

  • Setzen Sie ihm eine angemessene Frist zur Behebung der Mängel.Bei nicht schwerwiegenden Mängeln 2-4 Wochen. Bei Schwerwiegenden kürzer.

  • Die Frist muss datumsmäßig bestimmt oder bestimmbar sein. Also nicht schreiben „umgehend“ oder „sofort“, sondern „bis zum [Datum in drei Wochen].

  • Kündigen Sie dem Vermieter an,dass Sie bei fruchtlosem Ablauf der Frist eine Ersatzvornahme(Selbstbeauftragung) vornehmen werden und die Kosten ab übernnächsten Monat mit der fälligen Mietzahlung aufrechnen werden.

Ist der Vermieter nicht erreichbar oder nicht rechtzeitig erreichbar, etwa, wenn er gerade in Urlaub ist und be- oder entsteht ein Mangel, dessen Behebung zur Abwendung einer Gefahr für den Mieter oder die Mietsache nicht aufgeschoben werden kann, kann der Mieter ebenfalls entsprechende Maßnahmen veranlassen und vom Vermieter Aufwendungsersatz verlangen.

www.anwalt-im-netz.de/mietrecht/mangel-der-mietsache.html

Eine Reparatur dürfte kaum möglich sein, vielmehr kommt ein Ersatz in Frage. Der ist Instandhaltung und geht zu Lasten des Vermieters.

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