Mietwohnung übergabe ohne besichtigungstermine vorher

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9 Antworten

Welcher Schaden ist denn überhaupt entstanden? Mangelnde Chance zur nahtlosen Anschlußvermietung könnten Sie über ein Gericht klären lassen!

Jmd zieht aus einer Mietwohnung aus, Kündigung ist gelaufen und anerkannt. Danach gab es versuche vom Vermieter zum Mieter kontakt aufzunehmen. Diesen Kontakt hat der Mieter 2 Monate lang nicht zugelassen.

Wurde es nachweislich schriftlich gefordert ( per Einwurfeinschreiben)?

Der Mieter ist aber rechtlich verpflichtet die Wohnung nach Terminabsprache zugänglich zu machen.

Richtig, nach vorheriger rechtzeitiger Anmeldung und mit Absprache des Mieters.

Jetzt steht im Gesetz das der vermieter "Schadenersatz" verlangen kann. Wie hoch darf ein solcher "Schadenersatz" ausfallen? (z.b eine Monatsmiete oder 2? oder die hälfte einer Monatsmiete? oder ganz anders?)

Das sind Einzelfallentscheidungen und da sollte man den Rechtsanwalt einschalten.

wie gesagt der Vermieter hat versucht solche termin absprachen zu treffen der mieter hat aber nicht reagiert. Auf den Wohnungsabgabe Termin per post hat er nicht reagiert war aber da, genauso wäre er bei einem genannten Besichtigungstermin da gewesen.

Alles eine Frage der Beweisbarkeit un d wenn man einfach vor der Tür steht, ist der Mieter nicht verpflichtet aufzumachen.

Als Vermieter ist es hilreich dem Vermieterverein Haus & Grund beizutreten.

MfG

Johnny

Die wohnungsübergabe ist erfolgt, zu dem vom VERMIETER genannten Termin.

nur hat es vorher keine möglichkeit gegeben den MIETER zu erreichen. Er hätte aber auf einen konkreten (brieflichen) Termin reagiert bzw. wäre zum genannten zeitpunkt da gewesen.

einschreiben gab es keine. nur normale post und E-Mail.

Nun ist die Frage ob eine Schadensersatzklage erfolgversprechend ist, da die nahtlose weitervermietung nicht möglich ist.

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@Samsen1991
Nun ist die Frage ob eine Schadensersatzklage erfolgversprechend ist

Bis zu 3 Monatsmieten kann das sein aber ob das erfolgsversprechend ist, das wird Dir nicht mal ein Anwalt genau sagen können/wollen.

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@Samsen1991
einschreiben gab es keine.

Ist auch nicht vorgeschrieben.

So nebenbei, wer bist Du?

Mieter oder Vermieter?

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@johnnymcmuff

meine freundin ist bzw. war die mieterin. (erste wohnung und verkalkuliert)

jetzt ist sie bei mir eingezogen (oh gott, der spaß hat ein ende ;-))

Nun hat sie auf der arbeit viel zu tun gehabt (das ist nachweißbar) und musste die anrufe des vermieters weg drücken bzw. das handy stumm schalten. danach hat sie dort niemanden mehr erreicht und auf den anrufbeantworter wollte sie nicht sprechen. sie hat 2 mails ignoriert in der ersten wurde sie gebeten sich zu melden wegen terminabsprache für einen nachmieter, da sie zu deren arbeitszeiten aber selbst fast durchgehend gearbeitet hat, hat sie niemanden erreicht erst danach den AB.

dann kam das schreiben die wohnungsübergabe erfolgt am: XXXXX sie war da und ist auf einen sehr wütenden vermieter gestoßen, da sie ihm den termin nicht bestätigt hatte. Dazu muss man sagen, sie ist bei festen Terminen immer da. Hätte der vermieter vorher schon geschrieben besichtigung ist am: XXXX wäre sie auch da gewesen (lässt sich halt nicht beweisen, nur durch unzählige zeugen belegen). problem ist halt das sie dem vermieter auch keine mail geschickt hat.... das wäre natürlich die lösung gewesen - jetzt ist es zu spät.

der vermieter droht jetzt mit schadenersatzklagen und sie ist endgültig am ende, da sie eh mehr schulden hat als wir zsm in einem jahr verdienen.

jetzt möchten wir beide wissen wie es aussieht, womit müssen wir im schlimmsten fall rechnen und so....

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Der Mieter ist aber rechtlich verpflichtet die Wohnung nach Terminabsprache zugänglich zu machen.

Er hat die Wohnung in einem vertragsgemäßen Zustand an den Vermieter zu übergeben.

Jetzt steht im Gesetz das der vermieter "Schadenersatz" verlangen kann. Wie hoch darf ein solcher "Schadenersatz" ausfallen? (z.b eine Monatsmiete oder 2? oder die hälfte einer Monatsmiete? oder ganz anders?)

Er kann den Schadenersatz verlangen, der ihm tatsächlich entstanden ist. In dem Fall die jeweiligen Monatsmieten, die dem Vermieter durch die Lappen gehen.

Übergibt der Mieter trotzdem nicht, bleibt nur die Räumungsklage, es sei denn der Vermieter hat der Fortführung des Mietverhältnisses nach § 545 BGB widersprochen. In dem Fall wäre auch kein Schadenersatz fällig, sondern der Mieter zahlt weiterhin seie Miete.

ich meinte der vermieter hatte nachmieter im november, die die wohnung besichtigen wollten. der vermieter konnte den jetzigen mieter nicht erreichen.

die übergabe der wohnung erfolgt im dezember. ohne eine besichtigung.

jetzt ist der vermeintliche nachmieter abgesprungen denn er konnte die wohnung nicht besichtigen.

4 monate steht die wohnung leer weil sich kein neuer mieter findet..... muss der ex mieter nun 4 monatsmieten zahlen? woher weiß man denn ob der interessent überhaupt unterschrieben hätte?

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@Samsen1991

4 monate steht die wohnung leer weil sich kein neuer mieter findet..... muss der ex mieter nun 4 monatsmieten zahlen? woher weiß man denn ob der interessent überhaupt unterschrieben hätte?

Das soll der Anwalt klären.

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@johnnymcmuff
jetzt ist der vermeintliche nachmieter abgesprungen denn er konnte die wohnung nicht besichtigen.

Achso, es ging um die Besichtigung. Warum hat sich der Vermieter keine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht geholt? Das ist hier die gängige Praxis.

Inwiefern hier ein Schadenersatz geltend gemacht werden kann, ist schwer zu beurteilen. Grundsätzlich muss der Vermieter nachweisen, dass der Mietinteressent wegen der nicht durchgeführten Besichtigung abgesprungen ist und hierdurch auch keine anderen Interessenten vorstellig geworden sind.

Selbst wenn der Interessent die Wohnung besichtigt hätte, heißt das längst nicht, dass er diese auch gemietet hätte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der entstandene Schaden ist in keinster Weise ermittelbar, so dass hier vermutlich kein Schadenersatz wirksam gemacht werden kann. Der Zutritt zur Wohnung hätte mittels einstweiliger Verfügung erreicht werden können (die Kosten hierfür hätte der Mieter zahlen müssen).

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Jetzt steht im Gesetz das der vermieter "Schadenersatz" verlangen kann. Wie hoch darf ein solcher "Schadenersatz" ausfallen?

In einer Höhe von bis zu 3 Monatsmieten.

Vorausgesetzt es Besichtigungen mit Mietinteressenten die der Mieter grundlos verweigert hat.

3 Mieten aber nur, wenn die Wohnung auch 3 Monate nicht vermietet werden kann, trotz Bemühung.

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gibt es zu den 3 monatsmieten auch eine quelle? ich habe da nichts gefunden.

reden wir von kalt oder warmmieten?

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@Samsen1991

Wir reden vom Kaltmiete + Nebenkosten

Mieter zu Schadensersatz verpflichtet!

Der Mieter macht sich schadensersatzpflichtig, wenn er vor Ablauf der Kündigungsfrist dem Vermieter eine Besichtigung der Wohnung zusammen mit Mietinteressenten nicht ermöglicht. AG Wedding, Urteil vom 20. Mai 1997, Az: 11 C 211/96, Grundeigentum 1997, 749.


Bis 3 MM können es sein, wenn der Mieter während seiner Kündigungsfrist keine Besichtigungen zulässt und der Vermieter darum nicht nahtlos oder erst später neu vermieten kann.

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Vorausgesetzt es Besichtigungen mit Mietinteressenten die der Mieter grundlos verweigert hat.

Und beweisen muss der Vermieter es auch noch.

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Diesen Kontakt hat der Mieter 2 Monate lang nicht zugelassen. 

Wieso? Wie ist das festgestellt worden? Es müsste schon der Zugang der Schreiben bewiesen werden. Wenn nicht, darf der Mieter behaupten, er habe solche Post nie erhalten.

Na da hat der Vermieter hoffentlich noch eine Kaution vom Vermieter ! Und der Vermieter hätte wahrscheinlich auch nicht bis zum letzten Drücker warten sollen, sondern spätestens nach dem 2. geplatztem Termin ( innerhalb 2 Wochen ! ) per Einscheiben mit dem Anwalt erstmal drohen sollen. Wann soll denn der Mieter raus ?

Welcher Schaden ist denn entstanden? Ersetzt bekommt man nur den Schaden, der entstanden ist, den man glaubhaft machen kann. Konnte die Wohnung nicht nahtlos weitervermietet werden, obwohl Inteeressenten da waren, so sollte zumindest die entgangene Miete bis zur Neuvermietung drin sein. Genaueres weiß man sicher beim Haus-und Grundstückbesitzerverein.

Hi,

naja, ist doch ganz einfach mit dem Schadensersatz, wie das Wort ja schon sagt, bekommt man den Schaden ersetzt, der auch wirklich entstanden ist. Also keine Pauschale oder sonst was, sondern den nachweisbaren Schaden.

angenommen der vermieter hatte nachmieter die jetzt abgesprungen sind weil der mieter sich nicht gemeldet hat.

die wohnung steht leer, der vermieter hat inzwischen die schlüssel. findet aber keine mieter mehr.... 5 monate steht die wohnung leer.....

muss der vormieter dann also 5 monatsmieten zahlen?

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@Samsen1991

Das wird wohl ein Gericht zu entscheiden haben, weil hier noch sehr viele juristische Feinheiten zu beachten sind.

Das in einem solchen Fall Schadensersatz besteht, kann man an Hand von Urteilen ja leicht feststellen:

Der Mieter macht sich schadensersatzpflichtig, wenn er vor Ablauf der Kündigungsfrist dem Vermieter eine Besichtigung der Wohnung zusammen mit Mietinteressenten nicht ermöglicht. AG Wedding, Urteil vom 20. Mai 1997, Az: 11 C 211/96, http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/besichtigung.htm
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den schaden, der dem vermieter entstanden ist, hat der schuldige zu ersetzen

die volle miete für die zeit des ausfalls+weitere zeit, weil er ja nicht direkt neu vermieten kann+ andere unkosten für seine mühe und zeit

guten anwalt nehmen, die sind bei schadensersatzforderungen kreativer, was einem doch für schaden entstanden ist

sieht man manchmal nicht direkt selbst

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