Mietwohnung mit Garten, Selbstbeteiligung?

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5 Antworten

Die Treppe ist sicher nicht notwendig für Dich, da sie nur zu einem kleinen Weg, nicht aber zur Straße führt, an der Du wohnst.

Somit hätte der Vermieter problemlos die Möglichkeit, die Treppe wegen der Unfallgefahr zu sperren. Er könnte dann Angebote für die Sanierung einholen, auf besseres Wetter warten und das Geld ansparen, das er dafür braucht. Ob das dann heuer noch was wird?

Eine Reklamation Deinerseits samt Androhung von Mietminderung, die nur minimal ausfallen könnte, würde ihn nicht sonderlich interessieren. Erst recht nicht, wenn er weiß, dass Du seine Anfrage nach finanzieller Beteiligung glatt ablehnst. Vielleicht würde er die Treppe gar nicht mehr instand setzen, sondern ganz entfernen. Dann könntest Du auf Wiederherstellung klagen. Würdest Du das tun?

Wenn ich Vermieter wäre, würde ich mir folgendes überlegen:

Beteiligt sich der Mieter mit Geld oder Tat und hilft mit, die Treppe, die nur ihm nützt, wiederherzustellen, kann das sehr schnell gehen.

Beteiligt sich der Mieter nicht, lasse ich ihn erst einmal warten, prüfe ob eine Mieterhöhung möglich ist und falls ja, stelle ich ihm ein Mieterhöhungsverlangen zu. Stimmt der dem zu, geht es plötzlich ganz schnell mit der Treppe.

Was wird Dein Vermieter machen?

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Kommentar von karlkopf87
02.06.2016, 17:32

Ich kann mir ein Leben ohne diese Treppe durchaus vorstellen. Weiss aber nicht, ob sie vielleicht zum Feuerschutzkonzept gehört.

Natürlich werde ich nicht sofort eine Mietminderung androhen.

Ich wollte nur mit Rückendeckung in das Gespräch mit dem VM gehen können. Im Endeffekt muss ich ihm ja den Schaden melden.

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Nun habe ich im Mietvertrag für die Wohnung eine Selbstbeteiligung von 150€.

So etwas gibt es bei Mietverträgen nicht.

Bitte mal den genauen Wortlaut der, vermutlich, Kleinreparaturklausel.

Instandhaltung/-setzung ist in erster Linie Sache des Vermieters.

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Kommentar von karlkopf87
02.06.2016, 17:15

Ja, es geht um die Kleinreperaturklausel, siehe vorherige Antwort.

Wissen Sie zufällig, was es kostet, seinen Mietvertrag bei einem Anwalt auf Richtigkeit prüfen zu lassen?

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Sicher handelt es sich um eine Kleinstrepaturklausel.

Diese sogenannte Kleinstreparaturklausel gilt nur für Dinge an Installationsgegenständen, die den unmittelbaren Zugriff des Mieters unterliegen.

Dazu gehören Lichtschalter, Fenstergriffe oder auch Türklinken, aber sich nicht ein Fußweg oder eine Treppen.

Wie ist der genaue Wortlaut dieser Selbstbeteiligung?

Unabhängig davon, dass eine Klausel in dieser Höhe wohl sowieso unwirksam ist (120 € sind die Schmerzgrenze), würde ich den Vermieter mal auf den § 535 (1) BGB hinweisen.

Für Reparaturen ist immer der Vermieter verantwortlich. Selbstbeteiligungen können über Individualvereinbarungen beschlossen werden, aber nicht über einen Formularmietvertrag.

Dieser unterliegt der Inhaltskontrolle nach § 307 BGB. Eine solche Vereinbarung dürfte eine unangemessene Benachteiligung des Mieters darstellen.

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Kommentar von karlkopf87
02.06.2016, 17:13

Ist in meinem Formularmietvertrag von "Haus & Grund Landesverband Bremen e.V." eingetragen.

Dort steht unter §13 "Instandhaltung der Mietsache", Absatz 4:

Der Mieter hat die Kosten für Kleinreparaturen innerhalb der Mieträume zu tragen. DA haben wir die Antwort!

Die kleinen Instandsetzungen und -haltungen umfassen u.a. das Beheben von Schäden an den Installationsgegenständen für Elektrizität, Wasser und Gas, den Heiz- und Kochvorrichtungen, den Fenster- und Türverschlüssen sowie den Verschlußeinrichtungen von Fensterläden / Rolläden - d.h. Einrichtungen und Gegenständen die dem Zugriff des Mieters unterliegen bis zum Kostenbetrag von 150€ für den einzelnen Reperaturfall, Höchstbetrag 150€ pro Kalenderjahr.

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Hallo karlkopf87,

Da der Garten höher liegt als der Weg, läuft eine kleine Treppe vom Garten aus zum Weg hinunter.

Nachdem die Treppe außerhalb des Grundstückes liegt, wurde sie bestimmt irgend wann in Eigenregie vom Vermieter oder einem Vormieter angelegt, so dass der Vermieter damit wahrscheinlich gar nichts zu tun hat!

Vielleicht war es einmal ein Trampelpfad, der dann mit Duldung der Gemeinde oder Stadt mit einigen Stufen versehen wurde!

Ich würde, wenn ich diese Treppe wieder benützen möchte selbst Hand anlegen, ohne "schlafende Hunde" zu wecken, denn möglicherweise kommt sonst noch jemand auf die Idee, dass dort als Unfallschutz ein Geländer angebracht werden muss!

Es kann doch nicht so schlimm sein, diese Platten anzuheben und mit Kies oder sogar Fertigbeton zu unterfüttern!

MfG

Norina

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Wenn Du den Garten ALLEINE nutzen darfst, gilt das natürlich auch für den Garten. Aber um eine Treppe zu sanieren, dürfte die Summe sicherlich über 150,- € sein, vorausgesetzt, Du nimmst eine Firma.

Wenn Du dies selbst machen kannst, mach dem Vermieter den Vorschlag, es zu zahlen, und Du machst es selbst, wenn er NEIN sagt, zwinge ihn, dann muss eine Firma her.

Wenn die Treppe baufällig ist und eine Gafhr darstellt, ist er zur Renovierung der Treppe gezwungen. Wenn sie nur "unschön" aussieht und KEINE Gefahr darstellt, MUSS er nicht zustimmen.


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Kommentar von karlkopf87
02.06.2016, 17:15

Die Treppe ist nicht mehr zu nutzen und stellt definitiv eine Gefahr dar.

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