Mietvertrag vor Einzug kündigen wegen gravierenden Mängeln?

6 Antworten

Habt ihr die Wohnung vor Vertragsunterzeichnung nicht besichtigt? Die von dir beschriebenen Mängel sind doch eindeutig erkennbar.

Wenn der Mietbeginn erst am 1.2. ist, dann hat der Vermieter auch Zeit bis dahin, die Mängel zu beseitigen. Es ist nett von ihm, dass ihr die Wohnung schon vorher nutzen könnt. Macht ein Übergabeprotokoll, in dem er schriftlich bestätigt welche Mängel er bis wann beseitigt bzw. beseitigen lässt.

Zur Nebenkostenabrechnung: Die monatliche Abschlagszahlung könnt ihr mit Absprache des Vermieters auch erhöhen, dann habt ihr keine hohe Nachzahlung. Mir kommt eine so hohe Nachzahlung aber sehr merkwürdig vor, hier würde ich mir mal eine Abrechnug der Vorjahre zeigen lassen - nicht alles, was der Vormieter erzählt, muss stimmen. Wenn Mieter und Vermieter nicht wirklich gut verstanden haben versucht der Mieter den Vermieter vielleicht auch mal absichtlich in schlechtem Licht dastehen.

Der Vermieter wird vermutlich gar nicht in der Lage sein, dass er die Termine für die Ausbesserung so schnell nennt, da er von anderen abhängig ist.

Ihr habt die Wohnung schon übernommen, also weit vor Eurem eigentlichen Einzug und ihr zahlt noch nicht einmal Miete dafür. Da habt ihr doch einen Vorzug erhalten, von dem andere nur träumen.

Die Mängel sind aufgelistet und wenn sie bis Mitte Januar oder spätestens 1 Woche vor Eurem Einzug behoben sind, sollte das doch ausreichen. Gebt Eurem Vermieter doch die Chance.

er selbst möchte aber "kein Geld in diese Wohnung investieren"

Wer dem Vermieter die Arbeiten bezahlt ist seine Sache. Ob er am Ende lieber in einen Rechtsstreit investiert oder einen etwas längeren Mietausfall hinnimmt, ist letztlich auch seine Sache.

Für Euch ist es auf jeden Fall noch zu früh, um außerordentlich zu kündigen. Das Thema Nachzahlung Eures Vormieters kann auch erst wirklich verifiziert werden, wenn Euch die genauen Daten seiner Abrechnungen und Vorauszahlungen bekannt sind. Ihr habt eine bestimmte Höhe der Nebenkosten im Mietvertrag vereinbart. Sprecht doch den Vermieter mal darauf an, wie er diese kalkuliert hat. Vielleicht hat er Eure Vorauszahlung gleich schon mal wesentlich höher angesetzt. Das solltet ihr in Ruhe klären. Wenn er Euch durch eine viel zu niedrige Angabe über die monatlichen Nebenkosten getäuscht hat, wäre das im Falle einer fristlosen Kündigung sicher ein zusätzliches Argument. Ohne Belegeinsicht und genauere Daten, reicht das aber sicher nicht aus, um eine Täuschung zu unterstellen.

Wenn der Vermieter schon nicht investieren will, dann sollte wenigstens so kooperativ wie möglich sein.

Mein Vorschlag: Fristsetzung zur Mängelbeseitigung bis 20. Januar und wenn bis dahin nichts passiert ist und absehbar ist, dass auch die letzten Januartage nichts passiert, könnt ihr eine außerordentliche Kündigung in Betracht ziehen.

Wie sollen wir weiter vorgehen?

Das kommt darauf an: Wenn allein "die jährliche Nachzahlung für die Nebenkosten in der Vergangenheit zwischen 1.000 - 1.500 €" euch von vertraglich zugesicherter Anmietung abrücken lassen, kündigt ihr eben - sofern dem kein Kündigunsgverzicht entgegensteht - ordentlich "spätestens am 05.01.2016 zugehend zum 31.03.2016" und zahlt dadurch eben 2 Montsmieten einschl. BK-Vorauszahlungen für nichts :-O

Wegen der Mängel schuldet euer VM allerdings erst mit Mietbeginn (ich vermute da eher den) 01.02.2016 Behebung.

Die könnte man exakt auflisten und ihn auffordern, "innerhalb von 5 Tagen nach dokumentiertem Zugang (eures Einwurf(!)-Einschreibens) "fristgerechte und vollständige Behebung aller v. g. Mängel bis Mietbeginn 01.02.2016 schriftlich zuzusichern". "Widrigenfalls werden wir die Mängel in Ersatzvornahme durch Handwerker beseitigen lassen und die Kosten mit den übernächsten Mietzahlungen verrechnen."

G imager761

Wohnungsübergabe - Wann ist die Wohnung sauber?

Ich hatte dieser Tage die Wohnungsübergabe der Altwohnung. Dabei habe ich die Wohnung einmal komplett druchgefegt, Badboden, Dusche, Waschbecken gesäubert, Küche ausgewischt, Kühlschrank gesäubert usw. Der Vermieter hat nun aber jede Menge angeblicher Mängel aufgetan, hauptsächlich wäre die Wohnung verschmutzt und nicht "sauber" (Wortlaut Mietvertrag) übergeben worden.

So solle ich nun Türen säubern, verschmutzte Steckdosen/Schalter reinigen, die Armaturen in der Dusche entkalken, Fensterrahmen wischen, etcp. Bin ich dazu verpflichtet?

Ich muss anmerken, dass die Wohnung runde 30 Jahre auf dem Buckel hat, ich 3 Jahre drin wohne und von Seiten des Vermieters nicht viel gemacht wurde. D.h. die Wohnung wurde mir auch mit einigen Gebrauchsspuren übergeben... was empfehlt ihr mir?

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Mindestmietdauer zulässig?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zu meinem Mietvertrag. Wir sind zum 01.10.2015 in die neue Wohnung gezogen und haben einen Mindestmietvertrag von 18 Monaten unterschrieben. Der Mietvertrag ist von wohnungsboerse.net. Ist dies so rechtens und können wir erst nach den 18 Monaten kündigen oder können wir schon nach 3 monatiger Frist aus der Wohnung ausziehen?

§4 Mietdauer: Das Mietverhältnis beginnt am 01.10.2015 und läuft auf unbestimmte Zeit. Das Recht zur Kündigung (123recht.net Tipp: Kündigung Mietvertrag Muster ) bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften, Eine Kündigung hat schriftlich zu erfolgen.

§11 Kündigung: 1. Auf die Kündigung des Mietvertrages finden die Vorschriften der §§ 573 ff BGB Anwendung. Die Kündigung hat in schriftlicher Form zur erfolgen.

  1. Setzt der Mieter den Gebrauch der Mietsache fort, so gilt das Mietverhältnis nicht als verlängert. Die entsprechende Vorschrift des §545 BGB findet insoweit keine Anwendung.

§17 individuelle Vereinbarungen: Mindestmietdauer beträgt 18 Monate!

Ich hoffe dieser Auszug hilft weiter.

Freundliche Grüße

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Mietvertrag auserordentlich Kündigen?

Hallo, ich wohne nun seit einiger Zeit mit einer Wohngemeinschaft zusammen in einer hübschen kleinen Wohnung. Nun wollen wir da aber heraus - Problem ist allerdings, dass unser Mietvertrag eine Mindestmietdauer von 3 Jahren vorsieht. Dies ist nach Aussagen der Anwälte des Mieterschutzverbundes meiner Heimatstadt absolut legitim und in keinster weise Rechtswidrig. Nun endet meine Ausbildung in etwa in ein paar Monate, meine Frage wäre nun wie es sich mit dem Mietvertrag verhält, kann ich den Mietvertrag aufgrund von veränderter beruflicher Situation außerordentlich Kündigen?

Ich würde ohnehin nochmal mit einem Anwalt sprechen bevor ich eine Kündigung versende, da in diesem Fall höchstwahrscheinlich sowieso ein Zettelkrieg ausbricht.

Würde mich trotzdem über eine kurzfristige Antwort freuen, die vielleicht sogar von jemand stammt, der schon mal ein Semester Jura studiert hat :D...

Vielen Dank und LG

Der Strange Typ

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Wohnungsübergabe - keine Nachbesserungsfrist aber Kautionsminderung

Ich habe eine Frage zum Mietrecht - das hier keine Rechtsverbindlichen antworten genannt werden ist mir bewusst, aber so spare ich mir einen eventuell unnötigen Gang zum Anwalt oder Mieterschutzbund.

Ich hatte am 14.3.13 meine Wohnungsübergabe zu einem Mietvertrag, der zum 31.3.13 auslaufen wird. Dort wurden Mängel in das Übergabeprotokoll aufgenommen. Neben bau-seitigen Dingen (Risse in Wandecken) auch "mängel" durch mich: "nicht fachgerecht ausgebesserte Dübellöcher" sowie ein "allgemein ungesättigter Fußboden" mit "kleinen Farbrückständen" vom Streichen (wirklich kleinste Tröpfchen, keine Beschädigung). Der Nachmieter war mit anwesend und hatte die Wohnung direkt übernommen (Kulanz von mir: 2 Wochen vor Mietende). Diese Punkte wurden angesprochen und nach Rücksprache mit dem Nachmieter wurde vor Ort geklärt, das diese Mängel in seinen Augen keiner Nachbesserung bedürfen und er in diesem Zustand einziehen möchte. Für mich war die Sache erledigt, eine Nachfrist wurde auch nicht ausgemacht, der neue Mieter erhielt meine Schlüssel und die Übergabe war beendet.

Heute erhielt ich eine Email über die Summe der Kautionsrückerstattung - jedoch wurden mir sämtliche Reparaturen in Rechnung gestellt, ohne Möglichkeit einer Nachbesserung. Aussage der Vermietung: "Das war wohl ein Missverständnis, in meinen Augen war klar das die Nachbesserung nur verschoben wird (bis der jetzige Mieter auszieht) und deshalb jetzt die Kosten einbehalten werden. Eine Nachbesserungsfrist ist ohnehin nicht vorgesehen, dazu hätten sie eine vor-Abnahme beantragen müssen"

Das widerspricht meinen (sehr laienhaften) Rechtskenntnissen aber in diversen Punkten. Was muss ich nun erdulden: sind nicht perfekt glatte Dübellöcher zu beanstanden? Was ist mit einem "allgemein ungesättigten" Fußboden? Und wenn das berechtigte Mängel sind, darf kommentarlos eine Nachbesserung ausgeschlossen werden obwohl mein Mietvertrag noch läuft und ich den vollen Monat bezahlen muss? (Ein Aufhebungsvertrag wurde nicht genutzt, meine wirksame Kündigung bezieht sich weiterhin auf den 31.3.)

Vielen Dank im voraus für hilfreiche Antworten!

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Wasserschaden in Whg -> fristlose Kündigung möglich?

Es gibt in der Whg (68m²) einen Wasserschaden, der saniert werden muss. Der Wasserschaden ist aufgrund des Gebrechens einer Armatur entstanden. Die Wand in der Küche ist naß und es muss für die Sanierung die Küche demontiert werden, die Wand und der Boden getrocknte werden. Die Küche ist im Zeitraum der Sanierung (geschätzt ca. 4-8 Wochen) nicht benutzbar.

Ich habe eine Mietreduktion von 20% seit auftreten des Wasserschadens vom Vermieter bekommen. Nun meinte eine Bekannte, ich könnte auch fristlos das Mietverhältnis kündigen: aus wichtigem Grund sozusagen, weil ich ja die Whg nicht voll nutzen kann. (im Mietvertrag steht allerdings: Maßnahmen, die zur Beseitigung von Schäden notwendig werden, darf der Vermieter binnen angemessener Frist nach deren Ankündigung vornehmen.)

Darf ich nun fristlos kündigen, oder muss ich die gesetzlichen Kündigungsfristen einhalten (Mietvertrag ist unbefristet abgeschlossen)

Danke für Eure Hilfe!

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