Mietvertrag problemlos erneut unterschreiben? Was gilt es zu beachten?

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4 Antworten

Du kannst den neuen Mietvertrag unterschreiben, mußt das aber nicht - wer als Vermieter auftritt, ist auch nicht von den Eigentumsverhältnissen abhängig.

Das Vermietungsrecht wird ausschließlich durch die Vereinbarungen im Innenverhältnis zwischen bisherigem Vermieter und der Mutter geregelt.

Es reicht grundsätzlich aus, daß der Vermieter Dir anzeigt, daß sich der im Vertrag genannte Vermieter geändert hat - dieser tritt automatisch in die Rechte und Pflichten des bisherigen Vermieters ein (das hat er mit seinem Schreiben im Grunde schon erfüllt).

Ein Auflösungsvertrag für den bisherigen Mietvertrag ist nicht erforderlich.

Damit ist auch kein neuer Mietvertrag erforderlich.

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Erbitte die Herausgabe beider von Dir unterzeichneten - (vom Vermieter) ungültig gemachten "Erstverträge".

Den Mietvertrag kann nur der Eigentümer der Mietsache als Vermieter unterschreiben. Die Mieteinnahmen muss der Eigentümer in seiner Einkommensteuererklärung angeben. Das wäre steuerlich korrekt.

Die Mutter des Vermieters kann nur dann den Mietvertrag als Vermieter unterschreiben, wenn sie Eigentümerin wäre.

Sollten Sohn und Mutter als Eigentümergemeinschaft im Grundbuch sehen, dann muss die Vermietung durch beide erfolgen.

Eine neue Situation entstünde dann, wenn der Eigentümer/Vermieter seine Mutter mit der Hausverwaltung beauftragt und mit einer Vermietungsvollmacht ausstattet. Was hier wohl nicht der Fall dein dürfte.

Das könnte schon sein. Der Vermieter hat eine Firma auf das Haus gemeldet, lebt aber selbst nicht dort - seine Mutter hingegen schon.

In Vertrag 1 wurde die Firma, vertreten durch meinen defacto Vermieter, als Vermieter geführt, nun eben die Mutter als Privatperson.

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@MacTeq

Dann müsste die Firma als Grundstückseigentümer im Grundbuch benannt sein. Damit bleibt die Mutter außen vor. Eine Vermietungsvollmacht wurde der Mutter aber nicht ausgereicht?

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@Gerhart

Keine Ahnung. Zumindest in der eMail hat er darüber kein Wort verloren. Ich versuche gerade noch auszuloten, wie ich reagieren soll.

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Das ist schlicht falsch. Jeder kann eine Wohnung vermieten und muss dazu nicht Eigentümer sein. Er sollte nur in der Lage sein, den Mietvertrag auch zu erfüllen.

Das Grundbuch hat damit überhaupt nichts zu tun.

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@bwhoch2

Wer dir den Daumen gegeben hat, war wohl ein bisschen fix.

Hier wird nicht ein allgemeines Mietverhältnis diskutiert, sondern ein spezielles, wie aus dem Kommentar des FS unschwer zu erkennen ist.

Dein Einwurf, dass jeder jedem etwas vermieten kann ohne als Mieter Einsicht in ein Grundbuch nehmen zu müssen (Immobilie als Mietsache) ist schlicht gesehen richtig. Aber -

Spätestens wenn aus dem Mietvertrag rechtliche Konsequenzen vor Gericht gehen, wird die Zuckertüte spitz für den Vermieter, dem nachgewiesen wird, dass er nicht zur Vermietung berechtigt war.

Hier fragt der Mieter, ob die Vermieterin zur Vermietung die notwendigen Voraussetzung hat, vermutlich ist sie nicht Eigentümerin und auch nicht im Besitz einer Vermietungsvollmacht der Firma als Eigentümerin der Mietsache.

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Ja, irgendwo sollte das schon festgehalten werden, sonst hast Du 2 Mietverträge am Hals.

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