Mietvertrag nicht unterschrieben - trotzdem gültig?!

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4 Antworten

Leider ist ein mündliche Zusage gleich eines unterschrieben Mietvertrag. Nur leider wird dies meistens nur von den Vermieter gefordert, da es sich meist um eine teure Wohnung oder schlecht vermittelbare Wohnung handelt. Wenn dein "Vermieter" ein ehrlicher Vermieter ist sollte er deine Gründe aktzeptieren, evtl. wäre ein Angebot das du dich um einen neuen Mieter kümmern würdest bestimmt hilfreich Gruß Bernie42

... mit einem kurzen aber höflichen Schreiben, dass Du kein Interesse mehr an der Wohnung hast. Du hast keinerlei Verpflichtungen, da Du ja weder unterschrieben noch gezahlt hast.

Ein Mietverhältnis ist auch ohne Vertrag bzw. Unterschrift ab der ersten Mietzahlung gültig! Wenn du also noch nix gezahlt hast, gibt es keinen rechtskräftigen Vertrag. Wenn du dich also gegen die Wohnung entschließt, dann dürfte dies kein Problem sein.

hier ein nützliche Seite

http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/muendlicher-mietvertrag.htm

das sollte dir etwas helfen

vielen Dank für die i-net seite. habe auch mal gegoogelt und folgendes gefunden. was/wer hat den nun recht? hab ich nun ein mietvertrag am halse oder nicht?! :-(((

Mietvertrag Kein Mietvertragsschluss bei mündlicher Absichtserklärung. Wenn ein Mietinteressent bei der Besichtigung einer Mietwohnung äußert, die Wohnung anmieten zu wollen, letztlich aber doch keinen schriftlichen Mietvertrag abschließt, hat der Vermieter keinen Anspruch auf Ersatz von entgangenen Mieteinnahmen, so das AG Halle. Im entschiedenen Fall hatten Mietinteressenten ihr Interesse an einer Wohnung bekundet und sich einen Mietvertrag übergeben lassen, diesen jedoch nicht unterschrieben. Das AG Halle entschied, dass aus der Übergabe des Mietvertragsformulars nicht geschlossen werden könne, dass die Parteien einen mündlichen Mietvorvertrag hätten schließen wollen.

Kommentar Wenn ein Mieter bei einem Besichtigungstermin äußert, dass er an der Wohnung interessiert ist und sie gerne mieten möchte, beide Seiten aber davon ausgehen, dass – wie üblich – ein schriftlicher Mietvertrag geschlossen wird, ist in dieser Äußerung lediglich eine unverbindliche Absichtserklärung des Mieters zu sehen. Es ist weder ein Mietvorvertrag zu Stande gekommen, noch macht sich der Mietinteressent wegen einer schuldhaften Falschangabe bei Vertragsverhandlungen schadensersatz-pflichtig. Sicherheit für den Vermieter besteht erst, wenn der Mietvertrag unterzeichnet ist.

Autor: Matthias Steinke - steinke[@]bethgeundpartner.de. Fundstelle: AG Halle, Urteil vom 24. Januar 2008, 93 C 3077/07 - http://www.juris.de

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