Mietvertrag mündlich abgeschlossen

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5 Antworten

Unterstellt, es wurde beiderseits konkret über Mietvertragsbeginn, Mietzins, Nebenkosten, Ausstattung, Renovierung usw. Einigung erzielt und mit genauem Termin Unterschrift zugesagt, weiter angenommen, dies wäre beweislich (Zeugen), käme ein Ersatz deines Vetrauensschadens in Betracht: Inseratskosten, Anfahrts- und Telefonkosten weiterer Besichtigungen usw. - ein entgangener Gewinn (Monatsmiete September) hingegen nicht.

Allerdings könnte hier widerstreitend Schadensminderungsanspruch vorgetragen werden: Die voreilige Absage an die anderen Interessenten verursacht ja erst diese Aufwendungen :-)

Auf das dünne Eis würde ich mich - zumal bei der Forderungshöhe -nicht begeben wollen (Prozesskostenrsisiko).

G imager761

Eine mündliche Zusage oder Vertrag ist nur persönlich mit Handschlag unter Zeugen bindend. Also du wirst sie wohl nicht haftbar machen können.

Ruf doch erstmal deinen Zweite-Wahl-Mieter an und frag nach, ob er die Wohnung noch haben möchte.

Das ist sehr ärgerlich, ich würde deshallb aber keinen Streit vom Zaun brechen. Falls du jetzt keinen Mieter finden solltest, kannst du darüber nachdenken ob du Schadensersatz forderst. Aber denk daran dass das auch mit Arbeit und evtl. Ärger verbunden ist.

Ich habe etwas herum recherchiert.

Wenn also die Absprache da ist, das es noch etwas schrifftliches gibt, dann geht man davon aus dass ein Vertrag noch zu Stande kommen sollte..

Die Parteien können vereinbaren, dass der Mietvertrag schriftlich abzuschliessen ist. Haben die Parteien die Schriftform nicht ausdrücklich vereinbart, ist aber von der Ausfertigung eines schriftlichen Vertrages gesprochen worden, so gilt gemäss Art. 16 OR die Vermutung, dass die Parteien vor Erfüllung der Schriftform nicht gebunden sein wollen. Von einem stillschweigenden Vorbehalt der Schriftlichkeit wird unter anderem ausgegangen, wenn eine Partei der anderen Vertragsdoppel zur Unterzeichnung zusendet bzw. wenn die Parteien gemeinsam einen schriftlichen Vertragsentwurf ausgearbeitet haben. Diese Vermutung kann umgestossen werden, wenn es einer Partei gelingt, den Beweis dafür zu erbringen, dass die Schriftform von den Parteien nicht als Gültigkeitserfordernis betrachtet wurde.

Nein ist sie nicht.

Nichts läuft ohne Unterschrift.

rechtlich gesehen war es dein Fehler. Denn solange du keine Schriftliche zusage hast, solltest du den Anderen nicht absagen. Das ist bei einem Arbeitsvertrag auch so.

Wegen einer Absage kann man die Dame sowieso nicht Haftbar machen. Das wär ja Prüde...

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