Mietvertrag mit Probezeit

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8 Antworten

eine Klausel mit vereinbarte „Probezeit“ im Mietvertrag dürfte wohl als unzulässig erachtet werden. Zu Kündigungsmöglichkeiten siehe § 573 BGB, abweichende zum Nachteil des Mieters vorgesehene Änderungen nicht vorgesehen.

Das Geschwätzt der Maklerin nicht beachten, pünktlich Miete zahlen und das war es.

Wenn es die erste Tochter der Wohnung ist, noch einmal aufmerksam machen, dass sie künftig die Nachbarschaft nicht mit all zu viel Lärm überschüttet.

anitari 25.10.2011, 17:04

Wenn es die erste Tochter der Wohnung ist

Süßer Wortsalat;-)))

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helmutgerke 25.10.2011, 17:13
@anitari

danke für den Hinweis - umgekehrt ist es Korrekter

gerade junge Leute, erste Wohnung - weit ab der elterlichen "Aufsicht" das wird in einigen Fällen schon mal anfangs etwas übertrieben.

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anitari 25.10.2011, 17:27
@helmutgerke

gerade junge Leute, erste Wohnung - weit ab der elterlichen "Aufsicht" das wird in einigen Fällen schon mal anfangs etwas übertrieben.

Das mag schon sein. Aber gleich mit Räumkommando und Polizei drohen, wenn es denn so sein sollte, ist eben so übertrieben.

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helmutgerke 26.10.2011, 09:40
@anitari

@anitari, hier wird wirklich seitens Maklerin übertrieben.

Diese Dame sollte man doch ohnehin ignorieren, bis sie durch Vollmacht nachweist, hier im Namen des Vermieters auftreten zu dürfen.

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anitari 26.10.2011, 12:57
@helmutgerke

bis sie durch Vollmacht nachweist, hier im Namen des Vermieters auftreten zu dürfen.

Womit sich die Maklerin ein fettes Eigentor schießen würde;-)

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helmutgerke 27.10.2011, 17:04
@anitari

danke mariechen2007, für den "Stern" im übrigem was @anitari mit dem Eigentor anspricht, wollte ich ein wenig hinaus, falls die Maklerin auch noch für die Wohnungsvermittlung eine Courtage von dir verlangte.

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Mietvertrag mit Probezeit

So etwas gibt es im deutschen Mietrecht nicht. Nur eine Kündigungsfrist von 3 Monaten.

Gestern nun rief mich die Maklerin an, dass die Miete noch nicht bezahlt sei ...

Was hat die Maklerin damit zu tun? Wenn dann ist das Sache des Vermieters.

Sie meinte, dass der Vermieter einen Mietvertrag mit 3monatiger Probezeit abgeschlossen hätte, was ganz normal sei, bei jugendlichen Mietern. ... Die Maklerin erklärte mir weiterhin, dass in diesem Fall kein Gerichtsbeschluss nötig sei, um meine Tochter vor die Tür zu setzen und der Vermieter das Recht hätte,

Die Dame erzählt Mist hoch 3. Außerdem, wie ich schon schrieb, geht die Maklerin das alles nichts an. Ihre Aufgabe ist es Wohnungen zu vermitteln, mehr nicht.

Hat Deine Tochter Provision bezahlt und ist die Maklerin evtl. auch die Verwalterin?

mariechen2007 25.10.2011, 16:37

Sie hat Provision bezahlt, die Maklerin ist aber nicht die Verwalterin. Wenn die mir da wirklich so nen Mist erzählt hat, wird das nicht gut für sie sein. Woher kennst Du Dich so gut aus? Und Danke erstmal...

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anitari 25.10.2011, 17:02
@mariechen2007

Sie hat Provision bezahlt, die Maklerin ist aber nicht die Verwalterin

Dann sagt der Dame das Ihre Arbeit mit der Vermittlung der Wohnung erledigt ist. Wenn einer jetzt etwas zu sagen hat ist es der Vermieter.

Wenn die mir da wirklich so nen Mist erzählt hat, wird das nicht gut für sie sein.

Mit Sicherheit. Nur müßt Ihr der Dame klar machen das sie nichts zu melden hat bzw. fragen mit welchem Recht sie das tut.

Woher kennst Du Dich so gut aus?

Viel Erfahrung.

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Sie meinte, dass der Vermieter einen Mietvertrag mit 3monatiger Probezeit abgeschlossen hätte

  • Lächerlich, eine Klausel zum Nachteil des Mieters ist unzulässig.

  • Was hat die Maklerin nach Vertragsabschluss mit der Wohnung zu tun. NICHTS.

Die Maklerin erklärte mir weiterhin, dass in diesem Fall kein Gerichtsbeschluss nötig sei, um meine Tochter vor die Tür zu setzen und der Vermieter das Recht hätte, mit Polizei usw die Wohnung zu räumen.

Drohgebärden einer Person, die keine Ahnung hat und keine rechtliche Befugnis.

  • Zahlt die Miete pünktlich!

  • Die Tochter soll sie an die Hausordnung halten und sich entsprechend auch an Verhaltensregeln halten!

Was stellt Ihre Tochter denn da an, dass die Gegenseite schon im Vorfeld solche schweren Geschütze auffährt!?!

Sofern deren Sozialverhalten sich ähnlich wie Ihr Zahlungsverhalten darbietet, könnte man allerdings gewisse Rückschlüsse ziehen und Verständnis aufgbringen!

mariechen2007 25.10.2011, 16:30

Entschuldigung bitte, ich brauche Antworten - keine Kommentare!

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Solche Absätz und Formulierungen sind grundsätzlich ungültig. Deine Tochter hat einen Mietvertrag mit ordentlicher Kündigungsfrist geschlossen. Daran haben sowohl sie als auch der Vermieter sich zu halten.

Wohnungsräumungen erfolgen hier immer noch durch den Gerichtsvollzieher auf Grundlage eines Gerichtsbeschlusses/-urteils.

Und was eine Maklerin mit dem Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter zu tun hat, erschließt sich mir auch nicht.

Nichtsdestotrotz hat deine Tochter als Mieterin

  1. pünktlich ihre Miete zu zahlen und
  2. auch die üblichen "Verhaltensregeln" zu beachten.

Dass ein Mietvertrag "beim Umzug abhanden kommt", ist auch ziemlich seltsam. Allerdings hat ja auch der Vermieter ein Exemplar, das man sicherlich einsehen kann.

1. Mietverträge mit Probezeit gibt es nicht. Sie (die Probezeit) wäre auch unwirksam.

2. Der Vermieter müßte kündigen, was er bei zwei nicht gezahlten Mieten aber auch könnte.

3. Räumung gibt es nur durch den Gerichtsvollzieher aufgrund eines gerichtlichen Räumungsurteils. Die Polizei ist dafür nicht zuständig.

4. Kaution plus Bürgschaft ist unwirksam, wenn dadurch die Höchstgrenze von drei Nettokaltmieten überschritten wird. Man kann dann die Bürgschaft zurückfordern.

LG

C.

schelm1 25.10.2011, 16:37

1.müßte man den Vertrag inhaltlich kennen um solch kernige Feststellungen treffen zu können! 2.ohne eine Mietvertrag und ohne Mietzahlung wäre die junge Dame schneller draußen als sie reingekommen ist! 3.Paßt der Schlüssel zu einer nicht vermieteten Wohnung mangels Vertrag und Zahlung nicht, steht die Nichtmieterin vor verschlossenen Tatsachen! 4. Wurde die Bürgschaft für die Erfüllung der Mietforderung gegen die 18-jährige Mieterin gestellt und nicht für die gesondert gezahlte Mietkaution, so liegen hier zwei völlig unterschiedliche Rechtskonstrukte zugrunde, die miteinander rein garnichts zu schaffen haben und sich lediglich durch die Person des Bereitstellers auszeichnen! Ihr Hinweis ist folglich falsch! Bleibt nur zu hoffen, dass Sie weder Vermieter, Mietverwalter, geschweige denn Jurist sind - dann solte Ihnen möglichst niemand in diesen Funktionen jemals begegnen!

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mariechen2007 25.10.2011, 16:44
@schelm1

Ich bin die Mutter der Mieterin. Ein Mietvertrag besteht! Und den letzten Satz kann ich nicht nachvollziehen??

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Conductio 25.10.2011, 16:53
@schelm1

Hallo schelm1,

folgendes zu deinen Anmerkungen:

1. Nein, dazu muss man den Mietvertrag nicht kennen. Jede Form von Probezeit wäre nämlich ein Verstoß gegen § 573 Absatz 4 BGB.

2. Das ist zum Leidwesen vieler Vermieter leider nicht so. Zahlungs- und Räumungsverfahren dauern in der Regel in erster Instanz 4 bis 6 Monate.

3. Es ist ja nicht streitig, dass es einen Vertrag gibt. Es gibt auch keinen Schriftformzwang für Mietverträge. Insofern wird sich der Vermieter hüten, einfach das Schloss auszutauschen. Er würde sich dadurch sogar strafbar machen.

4. Bürgschaft und Kaution dienen gleichermaßen der Absicherung der Mietzahlungen, sind also Mietsicherheiten. Diese dürfen nach § 551 Absatz 1 BGB nicht höher sein als 3 Nettokaltmieten.

LG

C.

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wenn diese probezeit vereinbart wurde dann ja. aber polizei kommt erst zum einsatz wenn deine tochter die wohnung nicht freiwillig räumt

mariechen2007 25.10.2011, 16:15

Sie wusste bis gestern noch nicht mal etwas davon. Die Maklerin meinte zu mir, dass am Freitag schon das Räumkommando vor der Tür stehen kann.

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schelm1 25.10.2011, 16:41
@mariechen2007

Scheint ein schönes Früchtchen zu sein, das Fräulein Tochter!?`!

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mariechen2007 26.10.2011, 07:45
@schelm1

Urlaub, Ferien, oder nix besseres zu tun??

Danke an alle, die wirkliche Tipps gaben!

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enrico1979 25.10.2011, 17:20

Das stimmt nicht. Nur weil man etwas in einen Vertrag schreibt, ist es noch lange(!) nicht gültig. In diesem Fall: Probezeit gibt es bei Arbeitsverträgen, aber nicht bei Wohnungen (was schon allein an den Kosten liegt, die mit einer Wohnung un dem Umzug entstehen begründet sein dürfte - ganz zu schweigen von dem Problem, wenn man "in der Probezeit" mal eben wieder vor die Tür gesetzt wird).

Mein Tipp: Besserung geloben, Tochter übers Knie legen (verbal, versteht sich ^^), Miete bezahlen. Aber auch: bei weiteren Problemen nicht irgendwas unterschreiben!!! Wenns hart auf hart kommt ab zum Anwalt oder zumindest bei fachkundiger Stelle informieren. Denn wenn Du erstmal ohne Murren aus der Wohnung verschwindest kannst Du nicht 4 Wochen später sagen "ups, ich wusste ja nicht"... ;)

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