Mietvertrag mit Minderjährigem (Rechtliche Schritte)

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5 Antworten

Er kann das Geld nicht einfordern, weil in den AGBs steht, dass eine Auszahlung nicht möglich ist.

Hier kann man prüfen (lassen), ob die AGBs dahingehend auch wirksam sind. Für Peanut-Beträge kenne ich das und sehe es auch ein: Wer vergebens zuviel Geld überweist, muss dann schon warten, bis es sich lohnt - es fallen ja auch Kosten an für die Rückerstattung.

Mit dem Alter des Vertragspartners hat das aber gar nichts zu tun: Entweder ein (wegen Minderjährigkeit) schwebend unwirksamer Vertrag wird angefochten - oder eben nicht. Wenn nicht, gilt auch gegenüber Minderjährigen: Pacta sunt servanda!

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Die Vorstellung, dass eine Firma sich sagt, "Was? Der Junge meckert über unsere AGBs? Da fechten wir doch gleich mal den Vertrag an wegen Unwirksamkeit!", ist eher abenteuerlich ...

Die Eltern sollten sich der Sache annehmen -wieviel Geld hat er denn der Firma bezahlt?

10 oder 15€ pro Monat

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@featMarcel

Das ist schon aufs Jahr gerechnet eine Menge Geld und da muss man was tun. Er muss wirklich die Eltern einschalten.

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Ein Minderjähriger darf keinen Mietvertrag abschliessen. Alle anderen juristischen Handlungen aus einem etwa doch abgeschlossenen Mietvertrag sind genauso wie der Mietvertrag null und nichtig.

Doch, mit Zustimmung oder Genehmigung durch die Eltern geht das.

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@jurafragen

Ich weiß, dass die Eltern nichts davon wissen. Außerdem ist eine Zustimmung ein Witz, besonders wenn man etwas online bestellt!

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Der Vertrag ist nach deutschem Recht nur schwebend wirksam, sprich er kann rückabgewickelt werden.

Frage ist jetzt, ob er bei der "Bestellung" des Servers eine falsche Altersangabe gemacht hat. Dann ist der Vertrag zwar immer noch schwebend wirksam, aber der Minderjährige kann wegen dieser Falschangabe "Probleme" bekommen.

Des weiteren ist es relevant, ob er den Server bei einem in Deutschland ansässigen Unternehmen bestellt hat.

Alle Angaben (ebenfalls das Alter) sind richtig

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Die Firma sitzt in Deutschland, aber es ist ja ein Server, der über Monate bezahlt wurde und den kann man nicht zurückgeben.

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@Ifm001

Du schreibst zwar ff., ignorierst aber irgendwie §110.

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@TETTET

Nein, habe ich nicht ignoriert. Bin nur hier bei GF darauf hingewiesen worden, dass §110 nicht bei Abos u. ä. greift.

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@Ifm001

Das war dann aber ein gewagter Hinweis und in der Allgemeinheit auch falsch.

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aber der Minderjährige kann wegen dieser Falschangabe "Probleme" bekommen.

Welche denn wohl?

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@TETTET

Minderjährigkeit ist kein rechtsfreier Raum.

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@Ifm001

Das ist keine Antwort auf meine Frage. Welche Probleme sollen denn aus dem Verhalten des Minderjährigen resultieren?

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@TETTET

Suchmaschine defekt?

Der Vermieter hat einen weitergehenden Schadensersatzanspruch, sofern der Minderjährige in betrügerischer Absicht den Abschluss des Mietvertrages erschlichen hat. Beispiel: falsche Angaben zum Alter, Vorlage gefälschter Dokumente, Vorlage einer gefälschten Genehmigung der gesetzlichen Vertreter usw..

Quelle: http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/m1/minderjaehrig.htm

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@Ifm001

Welcher Schaden entsteht denn dem Serververmieter? Im Übrigen unterscheidet sich die Wohnraummiete deutlich von der eines Servers. Hätte dir deine tolle funktionierende Suchmaschine allerdings auch als Ergebnis liefern können.

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@Ifm001

Wo wurde denn hier eine Urkunde gefälscht?

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Ein minderjähriger darf eigentlich gar keine Verträge abschliessen.

Ähm doch, sonst dürfte er nicht mal eine Cola kaufen.

Einen Mietvertrag allerdings vermutlich nicht.

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@NaverDrol

Du hast aber "Verträge" ohne genauere Spezifikation geschrieben.

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@Havege

Mit Zustimmung der Eltern oder bei Erfüllung mit frei verfügbaren Mitteln schon.

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