Mietvertrag gewerbe kündigen?

7 Antworten

Das geschäft ist pleite gegangen

Dein Geschäft? Welches Geschäft?

War es eine GmbH (Kapitalgesellschaft) oder eine reine Personengesellschaft, also Du als alleiniger Geschäftsinhaber?

Ein Geschäft geht nicht einfach so pleite und das war es dann. Pleite bedeutet, es ist kein Geld mehr vorhanden, um Gläubiger noch zu bezahlen. Wenn diese Situation droht bzw. eingetreten ist, hat der Inhaber oder Geschäftsführer drei Wochen Zeit, um die Insolvenz abzuwenden.

Unternimmt er Inhaber/Geschäftsführer nichts oder schafft er es nicht, muss er beim Amtsgericht Insolvenz anmelden. 

(Meldet er nicht Insolvenz an, macht er sich wegen Insolvenzverschleppung strafbar und wird ggf. dafür verknackt.)

Es wird ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt, der erst einmal prüft, ob es genug Masse gibt, um ein Insolvenzverfahren überhaupt durchführen zu können. Dazu gehören dann alle Vermögensgegenstände, die dem Geschäft gehören oder der Person. Also z. B. auch das Privathaus, Auto, Einrichtung, Warenbestand etc.

Ist nichts (mehr) vorhanden, wird kein Insolvenzverfahren eröffnet und alle Gläubiger schauen in die Röhre. Kann ein Insolvenzverfahren durchgeführt werden, wird der Insolvenzverwalter als erstes prüfen, ob das Geschäft fortgeführt werden kann. Meistens ist das nicht der Fall. Dann wird er zusehen, dass er alles Geld zurück holt, das bis 8 Wochen vor der Insolvenz noch an irgend jemand gezahlt wurde und fügt das der Masse hinzu. Da können dann also auch Mietzahlungen dabei sein, die der Vermieter der Geschäftsräume in den letzten Monaten erhalten hat.

Jeder bekannte Gläubiger wird über die Insolvenz informiert und gebeten, seine Forderungen anzumelden. Dauerschuldverhältnisse, also auch Mietverträge, die zeitlich gebunden sind, werden gekündigt. Dieses Recht hat der Insolvenzverwalter. Damit entfällt auch der Anspruch des Vermieters auf Mietzahlungen für die Restlaufzeit. Somit dürfte auch der 50000,- € Schadensersatz vom Tisch sein, es sei denn, der Vermieter kann nachweisen, dass es sich dabei nicht um Mieten bis zum eigentlichen Vertragsende handelt, sondern um von ihm verauslagte Umbaukosten, die dann fällig werden, wenn der Vertrag vorzeitig gekündigt wird.

Solche Forderungen kann der Vermieter dann anmelden.

Schließlich wird der Insolvenzverwalter alles verwerten, was noch irgendwie verwertet werden kann und dann wird die restliche Insolvenzmasse nach Quoten an die Gläubiger aufgeteilt. Bis dahin vergehen so 5 bis 10 Jahre. Das meiste von der Masse sackt sich der Insolvenzverwalter selbst ein und die Gläubiger erhalten noch ein paar Krümel. So ist es normalerweise.

Die insolvente Firma wird dann endgültig aufgelöst.

Handelte es sich um eine GmbH und der Geschäftsführer, der vielleicht auch einziger Gesellschafter war, hat rechtzeitig Insolvenz angemeldet, ist er fein raus. Er haftet nur bis zur Höhe des Geschäftskapitals. War der gesamte Betrag schon einbezahlt, hat er keine weiteren Schulden.

Handelte es sich um eine Personenfirma (Einzelfirma), dürfte auch das ganze pfändbare Privatvermögen weg sein. Falls noch Schulden bestehen, die mit der Firma nichts zu tun hatten, kann er nun noch in Privatinsolvenz gehen.

Die Firma geht in die Insolvenz. Also muss er seineForderung stellen, ist ja klar. Zunächst einmal ist die Forderung ja auchberechtig. Ob sie vollumfänglich anerkannt wird, sei mal dahingestellt, weil erdie Räume ja ab Auszug wieder vermieten kann. Der Insolvenzverwalter wird sichdamit befassen und ihm sagen, mit welcher Summer und Quote er rechnen kann.

verträge vorher genau lesen und sich über die tragweite seines handelns bewusst sein

er wird damit durchkommen

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