Mietvertrag erzwingen

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6 Antworten

Zahlreiche Versuche Ihn darauf zu drängen endlich mal einen Mietvertrag zu überreichen sind fehlgeschlagen. Eigeniniziative habe ich schon ergriffen und Ihm einen Standartmietvertrag der D.A.S. zukommen lassen, der Ihm aber nicht gefällt.... Nun zu meiner Frage:

Ich würde gar nicht auf einen schritflichen Mietvertrag bestehen.

Warum:

Weil dann die gesetzlichen Bestimmungen gelten und die sind in der Regel mieterfrundlicher als ein Standardmietvertrag oder individueller Mietvertrag.

Denn Du brauchst keine Kleinreparaturen zahlen und eine Endrenovierung ist auch nicht nötig, nur besenrein hinterlassen.

Wie kann ich rechtmäßig Druck erzeugen und den Vermieter zu einem Mietvertrag, zur Absicherung beider Seiten, drängen ?

Du hast einen mündlichen Mietvertrag der ist genauso wirksam wie ein schriftlicher Mietvertrag.

Geschlossen wurde er durch konkludentes Handeln ( Übergabe der Schlüssel an Dich und Deine Mietzahlung)

Also ich würde nicht auf einen schriftlichen Vertrag bestehen.

MfG

Johnny

Von der Sache her in Ordnung, aber nicht ganz sauber erläutert. Der Vertrag wurde NICHT durch konkludentes Handeln geschlossen, sondern durch mündliche Willensbekundung. Der Vermieter wird dem Fragesteller ja wohl beispielsweise gesagt haben, was er an Miete haben will usw. Die Schlüsselübergabe usw bekräftigen dabei nur die Existenz, werden aber schon auf Basis des vorhandenen mündlichen Mietvertrages vorgenommen.

Durch konkludentes Handeln entsteht ein Mietvertrag OHNE mündliche Vereinbarung. Der häufigste Fall ist im gewerblichen Bereich anzutreffen, wenn ein zeitlich befristeter Vertrag abgeschlossen wurde, der Mieter aber nach dem Ablauf ohne neuen Mietvertrag einfach im Objekt verbleibt, weiter Miete zahlt und der Eigentümer nichts dagegen unternimmt. Hier entsteht durch konkludentes Handeln aus dem alten Zeitmietvertrag -der ja nicht mehr existiert- automatisch ein unbefristeter Mietvertrag, da sich beide Parteien ja auch so benehmen, als gäbe es einen Mietvertrag.

Ist übrigens gar nicht so selten, wie man denken mag ...

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Eindeutige Antworten und ich dachte schon es wäre etwas schlimmes. Habe mir schon öfters den Kopf darüber zerbrochen und im nachhinein zu viel Stress drum gemacht. Ich bedanke mich für die schnellen Antworten. BTW johnnymcmuff ist schon ein gutefrage.net-holic positiv werten bitte ;)

wenn du nur einen mündlich geschlossenen vertrag hast, gelten für dich und für den vermieter die standardgesetze. also z.b. was mieterhöhungen angeht - nachweisen wie lange du eine bestimmte miete zahlst, kannst du über deine überweisungen. kündigung gilt die gesetzliche bei dir von 3 monaten, und beim vermieter nach dauer der miete und und und....

also kein problem. und wenn er dir endlich einen vorlegt (den von dir vorgeschlagenen wollte er ja nicht??!!) dann lies ihn ausführlich und gründlich und lass dich dann auch nicht hetzen.

Deine Mietzahlung usw. steckt er sich in die Tasche, um Steuern zu sparen. Entweder Du wendest Dich an den Mieterschutzbund, oder an die Verbraucherzetrale. Die werden dem Vermieter Dampf unter den Hintern machen, daß dieser Herr in die Gänge kommt.

Du solltest froh sein, dass der Vermieter KEINEN Mietvertrag ausgestellt hat.

Nun gilt für diesen (mündlichen) Mietvertrag die Regelung des bürgerlichen Gesetzbuchs, das weit mieterfreundlicher ist als die meisten Standardmietverträge.

Warum willst Du das tun? Sei doch froh, ein mündlicher Mietvertrag ist doch viel günstiger für Dich...

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