Mietverhältnis kann fristlos gekündigt werden?

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10 Antworten

Heißt das jetzt, dass ich ohne Grund rausgeworfen werden kann?

Nein, es bedarf immer eines wichtigen Grundes, wenn der Vermieter kündigen will.

Die Klausel ist ungeschickt formuliert, der Vermieter hat eigentlich nur die Gründe aufzählen wollen, bei denen er fristlos kündigen kann.

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Der Vermieter hat gesetzliche Kündigungsfristen. Diese betragen:

3 Monate bei einer Mietdauer bis zu 5 Jahren

6 Monate bei einer Mietdauer bis zu 8 Jahren

9 Monate bei einer Mietdauer über 8 Jahre.

Eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund ist deshalb trotzdem möglich. Aber so wie Du die Klausel im Vertrag hast, ist sie vermutlich nichtig.

Bestehe doch auf einem Mietvertrag von Haus und Grund. Die sind tagesaktuell auf dem rechtlich neesten Stand.

Wenn Du allerdings die Miete den 2. Monat nicht zahlst, dann wäre ich beim Anwalt.
Und dieses Recht hat auch der Verimieter. Das muss er aber nicht reinschreiben. Das ergibt sich aus Deinen Zahlungsverpflichtungen.

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Ein Vermieter muß, bis auf ganz wenige Ausnahmen, immer einen rechtlich zulässigen Grund haben und im Kündigungsschreiben angeben.

Um dem Mieter fristlos zu kündigen muß schon ein sehr gravierender Grund vorliegen.

Miete nicht zahlen ist so einer.

Ich denke mal da hat der Vermieter einfach nur alle Gründe aufgezählt die zu einer fristlosen Kündigung berechtigen können.

Wenn Du das berücksichtigst kann dir doch nichts passieren.

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Diese Klausel ist nicht rechtens. Sofern eine salvatorische Klausel beinhaltet ist, berührt diese unrechtliche Klausel nicht das Gesamtkonstrukt.

Im Streit muss sowieso der betreffende Passus rechtlich überprüft werden.

In Mietverträgen lauern so manche Fallstricke, vor allem aber für die Vermieter, die irgendwelchen Unfug einfügen.

Du kannst den Mietvertrag ohne Probleme unterschreiben, so einfach, wie sich der Vermieter das vorstellt, kann er keinen Mieter auf die Straße setzen.

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Kommentar von DarthMario72
07.09.2016, 22:24

Sofern eine salvatorische Klausel beinhaltet ist, berührt diese unrechtliche Klausel nicht das Gesamtkonstrukt

Auch ohne salvatorische Klausel

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Ich glaube nicht dass diese Klausel überhaupt legitim ist, eigentlich sind 3 Monate Kündigungsfrist per Gesetz vorgeschrieben. Dann könntest du das ignorieren.

Ich bin mir aber nicht sicher, vielleicht findet sich hier noch ein Jura-Experte

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Nein, natürlich nicht. Es werden lediglich evtl. Gründe benannt, die zu einer fristlosen Kündigung führen könnten. Selbstverständlich hast du einen unbefristeten Mietvertrag mit dreimonatiger Kündigungsfrist.

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Ne!

Nur sofern einer der beschriebenen Gründe vorliegt und Sie sich schuldhaft gegen diese Vertagsbestimmungen verstoßen; ansonsten gelten die gesetzlichen Kündigungsbestimmungen.

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fristlose kündigung geht nur bei wichtigem grund, wie miete nicht gezahlt. und selbst da müssen mindestens zwei monatsmieten fehlen

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 ohne Grund rausgeworfen

Nein , einen Grund zur Fristlösen Kündigung muss er schon nennen !

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Die genannte Klausel ist ungültig und somit der gesamte Mietvertrag.

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Kommentar von DarthMario72
07.09.2016, 22:22

Blödsinn! Nur weil eine Klausel unwirksam ist, bedeutet das nicht, dass der gesamte Mietvertrag unwirksam ist.

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Kommentar von johnnymcmuff
07.09.2016, 22:42

Bitte nicht antworten, wenn man  keine Ahnung hat.

Wenn Du eine Frage stellst möchtest Du sicherlich auch keine falschen Antworten, das wollen andere Fragesteller auch.

Nur die Klausel ist unwirksam, der Mietvertrag aber nicht.

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Kommentar von Colombo1999
08.09.2016, 04:07

Das ist falsch!

Jeder eingermaße vernünftige individuelle Vertrag enthält eine salvatorische (rettende, bewahrende, heilende) Klausel. Diese besagt, dass, wenn eine oder mehrere Klauseln des Vertrages ungültig oder undurchführbar sind, die übrigen und der Vertrag als Ganzes dennoch ihre Gültigkeit behalten. Sie regelt weiterhin, dass die unwirksame Klausel durch etwas Ähnliches ersetzt wird.

In Formularverträgen - und das sind die meisten Mietverträge - ist eine salvatorische Klausel wiederum überflüssig, denn hier tritt bei Ungültigkeit / Unwirksamkeit einer Klausel die gesetzliche Regelung ein.

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