Mietschuldner mit Harz 4 - was kann man tun?

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6 Antworten

Auch wenn es vermutlich die nächste Zeit das Geld nicht zurückbringen wird, so kannst Du mit der Auflistung der aufgelaufenen Kosten dann zum Amtsgericht gehen und ein "Mahnverfahren" einleiten. Wenn dieses nicht "fruchtet", so kannst Du im Anschluss einen "Titel" auf den Betrag erwirken und damit bis zu 30 Jahren daraus vollstrecken lassen.

Setze vor o.g. Prozedere aber schriftlich eine letzte angemessene Frist zur Begleichung der Aussenstände. ( sofern nicht bereits erfolgt )

Lasse Dir die Übergabe der Fristsetzung schriftlich vom Schuldner auf einer Kopie Deines Anschreibens quittieren.

Sollte das Schuldverhältnis dann bereits innerhalb der Kündigungsfrist des Mietvertrages rechtlich anerkannt worden sein, so könnte auch eine Anrechnung aus der hinterlegten Kautionssumme erfolgen.

Sollten die Schulden ansonsten allgemein nach Ablauf des Mietverhältnisses nicht getilgt worden sein, so könnte auch hier in die Kautionsleistung angerechnet werden.

Siehe diesbezüglich auch hier :

http://www.mietrecht.org/mietschulden/kaution-mietschulden-verrechnen/

Ob das Jobcenter sich an der Begleichung der ausstehenden Nebenkosten begleichen würde, das hängt von den konkreten Angaben des Leistungsempfängers diesbezüglich im KDU-Antrag ab. ( ob z.B. die Personenanzahl des Haushaltes / der Bedarfsgemeinschaft dort korrekt angegeben wurde )

Denn sollte hier alles stimmen und Deine Nachforderung der Nebenkosten würde sich der Behörde hier schlüssig ergeben ( z.B. personenabhängige Posten wie Wasser, Abfall, Warmwasser falls sie nicht per Strom erfolgt ) , so KÖNNTE sich hier für das Jobcenter durchaus eine Pflicht zur nachträglichen Übernahme ergeben.

Denn bei angemessenem Anspruch und wirtschaftlichem Nutzungsverhalten der kostenpflichtigen Ressourcen muss das JC die Nebenkosten durchaus in tatsächlicher Höhe erstatten.

Hat die Mieterin einen Antrag auf Kostenübernahme beim Jobcenter gestellt?

Das Jobcenter wird hier zumindest einen Teil der Kosten übernehmen.

Ansonsten bleibt Dir sicher nur der Mahn- und Vollstreckungsbescheid. Wenn die Dame allerdings zur Kategorie "Dauerarbeitslose" gehört, wird das auch nicht zielführend sein und Du bleibst auf den Kosten sitzen.

Wurde eine Kaution hinterlegt kann die dafür verwendet werden.

An des Arbeitsamt wenden, die regeln das normaler weise.

die regeln das nur wenn der Verlust der Wohnung droht oder Strom und Gas abgeschaltet werden- das ist hier ja nicht der Fall.

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@Joergi666

Die regeln das durchaus, wenn diese Nachforderungen an Nebenkosten nicht im direkten Verschulden des Mieters angefallen sind. Denn es kann durchaus schon vorkommen, dass die tatsächlichen NK doch mal höher ausfallen, als in der NK-Pauschale vom Vermieter ursprünglich angenommen. 

( natürlich nur für den Zeitraum, in dem der Mieter auch Leistungen vom Jobcenter erhielt )

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die Kaution einbehalten - wenn dadurch der fällige Nachzahlungsbetrag nicht gedeckt wird ist es aber sehr unwahrscheinlich dan den Differenzbetrag zu gelangen- bei Hartz 4- Beziehern ist ja im Prinzip nix zu holen.

Vermieter sind ja immer in der Beweispflicht. Du kannst diese Person näturlich wengen Mietbetruges/ verzuges anzeigen, aber bei ihr gibts ja nichts zu holen... also... tjah. Du wirst wahrscheinlich auf den Kosten sitzen bleiben... so leid es mir tut.

MfG,

Sebi

(P.S.: Am Besten beim nächsten Mal vom Vorvermieter der neuen Mieter eine Auskunft über Mietversäumniss einholen.)

Wie kommst Du darauf, dass hier ein Betrug vorliegt? Bitte noch einmal die Frage lesen:  Hier geht es um eine arbeitslose Mieterin, die eine Nachforderung aus Betriebskosten nicht begleichen kann.

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