Mietrecht Zwischenmiete

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6 Antworten

Welcher Art Mitbewohner ist denn der Mitbewohner? Untermieter oder einer von mehreren Hauptmietern?

Reicht dieser Umstand "Mitbewohner geht ins Ausland für Praktikum" aus um nicht ausserordentlich gekündigt zu werden ?

Was kann der Vermieter dafür? Mal davon abgesehen falls der Mitbewohner einer von mehreren Hauptmietern ist kann er allein gar nicht kündigen. Weder fristlos noch fristgerecht.

Was ist wenn der Vermieter den Zwischenmieter ablehnt ?

Wenn, wie Du weiter unten schreibst, Untervermietung erlaubt ist kann der Vermieter den Untermieter nicht ablehnen.

Müssen wir eine ausserordentliche Kündigung fürchten wenn wir trotzdem einen Zwischenmieter aufnehmen obwohl das der Vermieter nicht möchte ?

Vergiß doch mal das Wort Zwischenmieter;-)

Ich gehe davon aus, dass hier eine WG mit 2 Hauptmietern besteht. Beide Mieter haften gegenseitig für die ordnungsgemäße Zahlung der vereinbarten Gesamtmiete. Deshalb ist kein Vermieter berechtigt, einen Auslandsaufenthalt eines Mieters zu untersagen. Wenn also für die Zeit der Abwesenheit eines Mieters ein Untermietvertrag zwischen den Hauptmietern und dem Untermieter geschlossen werden soll, liegt hier ein bedeutendes wirtschaftliches Interesse eines Hauptmieters vor, das durch den Mietvertrag rechtswirksam unterstützt wird. Der Einspruch des Vermieters bedeutet nicht, dass damit die Untervermietung unmöglich wird. Der Vermieter könnte eine erfolglose Abmahnung an beide Hauptmieter überstellen. Einer außerordentlichen Kündigung des Vermieters wäre zu widersprechen und ein Auszugstermin sollte ignoriert werden. Der Vermieter hat keine Chance, sein Ansinnen gerichtlich durchzubringen, wenn die Gesamtmiete immer pünktlich durch die Mieter bezahlt wird.

Du sprichst von "Beherbergung" eines Zwischen- oder Untermieters, oder wie steht es im Mietvertrag? Ein Gast wird kostenlos beherbergt. Sobald die Beherbergung gegen Entgelt erfolgt, gelten die Bestimmungen des Beherbergungsgewerbes.

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Die vertragliche Situation ist mir nicht ganz klar. Seid ihr beide Hauptmieter? Davon gehe ich jetzt mal aus.

Gekündigt könnt ihr nur werden, wenn mehr als 2 Monatsmieten nicht bezahlt werden. Sind beide Hauptmieter, kann der VM an jeden von euch seine Forderung stellen. Zieht also dein Mitbewohner für die 4 1/2 Monate aus, ohne zu zahlen, kann der VM das Geld auch von dir vollständig verlangen. Der Grund für den "Auszug" deines Mitbewohners kann dem VM ganz egal sein.

Nun zu der Frage, ob in diesen 4 1/2 Monate dein Mitbewohner an jemanden untervermieten kann? Wenn in euren Vertrag drin steht, dass der VM einen Untermeiter akzeptieren muss - dann stellt sich die Frage nicht mehr, ob er VM damit einverstanden sein muss oder nicht. Laut Vertrag muss er das dann zulassen.

Ruft ihn also an, zitiert die Passage aus dem Mietvertrag und sagt ihm auch, dass er es gar nicth ablehnen kann. Er hat durch die Unterzeichnung eines solchen Vertragspassussus darauf verzichtet. Von daher kann das auch kein Kündigungsgrund sein.

Immer vorausgesetzt, die Formulierung im Vertrag ist auch eindeutig, und das solltet ihr vorher mit jemandem besprechen, der den Text vor sich hat, oder aber hier mal den Absatz vollständig reinstellen.

Nein, eine Kündigung de Mietverhältnisses ist hier nicht begründbar.

Der Vermieter hat den Vertrag geschlossen, die Mieten werden pünktlich gezahlt und damit sind die Interessen des Vermieters zunächst angemessen befriedigt.

Ein Mieter hat, unabhängig von irgendwelchen Veränderungen aus seinem Privatleben heraus, wo es eben auch mal vorkommt, daß ein Person den Haushalt verläßt, das Recht, auch eine andere, neue Person als so genannten (Unter-)Mieter mit im Haushalt aufzunehmen. Wenn in dieser Person kein erkennbarer Frund für eine Ablehnung seitens des Vermieters zu sehen ist, kann dieser dies auch nicht vehindern. Inwieweit er es auch begrüßt, ist hier ohne Belang und kann dahingestellt bleiben. Der Vermieter wird hier nicht klagen wollen, weil er auf den Verfahrenskosten schnell "sitzenbleibt", denn es gibt hierzu bereits einschägige Mietrechtsprechung. Man muß sich hier also auch nicht auf dergleichen Androhung einlassen.

Anders verhält es sich, wenn die o.g. Klausel EINVERSTÄNDNIS DES VERMIETERS handschriftlich eingefügt wäre, dann ist sie verbindlich als so genannte Individualklausel, die dann vor allgemeiner rechtlicher Regelung gilt.

Ein Entscheidungs- oder Hinderungsgrund könnte ganz allgemein auch noch sein, daß bzw. wenn die Wohnung ggf. überbelegt würde mit der Aufnahme einer weiteren Person beim Mieter bzw. hierdurch eine besonders erhöhte Abnutzung resukltierte (Tierhaltung z.B.). Dies aber scheint hier nicht der Fall zu sein, weshalb kein Grund zur Aufregung, soll heißen kein Ansatz für den Vermieter zur Versagung besteht. Der vertragsgenständliche Mieter haftet ohnehin für Schadensersatz auch seiner Besucher und weiterer von ihm hier mit aufgenommener Personen. Und es soll dem Mieter zudem nach Mietrechtsentscheiden möglich sein, den Mietpreis (so erforderlich) zu erbringen auch durch Teilung mit einem anderen Mieter (Untermieter). Dies ist schließlich auch das Hauptinteresse des Vermieters, nämlich eine stabile Mieteinnahme.

Eine Untervermietung müsste der Vermieter dulden, wenn es sich wirklich um eine Untervermietung handelt. Eine Untervermietung bedeutet, dass der Hauptmieter in der Wohnung wohnt und nur ein kleiner Teil der Wohnung untervermietet wird. Auf jeden Fall nicht die ganze Wohnung. Das ist nicht gestattet. Wenn der Zwischenmieter jedoch als Hauptmieter in den Mietvertrag eingetragen wird, zusammen mit dem derzeitigen Mieter, dann hätte der Vermieter im Prinzip keinen Grund, dem nicht zuzustimmen. Er kann sich dann nämlich gleichberechtigt an beide Mieter wenden. Die Crux ist aber, dass er einer solchen Erweiterung des Mietvertrages nicht zustimmen muss.

Wer ist der vertragliche Mieter der Wohnung? Ansonsten ist der Rest der Darstellung Haarstäubend unrealistisch. Alles Blödsinn. Fakt ist, die Miete muss bezahlt werden und kein Vermieter hat das Recht die auf die Lebensplanung seiner Mieter Einfluss zu nehmen solange die Miete bezahlt wird. Dein "Mitbewohner" muss während seiner Abwesenheit seine Miete bezahlen. Macht er das nicht, entstehen Kosten die der Mieter der Wohnung zu tragen hat. Der Vermieter ist im Recht bei Mietrückstand eine Kündigung zu vormulieren. Die Mietrückstände mus der Mieter der Wohnung zahlen. Also nicht der Mitbewohner. Nachdem die Wohnung vom Vermieter ordungsgemäß gekündigt wurde, musst Du die Restmiete von Deinem Mitbewohner einfordern.

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