Mietrecht: Zu viel Miete gezahlt?

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5 Antworten

Es geht hier gar nicht um Mietminderung, die nicht rückwirkend möglich wäre, sondern um zuviel gezahlte Miete.

Eine Terrasse wird mit 25 % ihrer Fläche zur Wohnfläche hinzu gerechnet. Wenn zumindest klar ist, wie groß die versprochene Terrasse mindestens zu sein hat, könnte man also 25 % dieser Fläche von der Wohnfläche abziehen.

Der jetzige Mietpreis wird durch die Gesamtwohnfläche incl. Terrasse geteilt und das Ergebnis mit der Wohnfläche ohne Terrasse multipliziert. Dann sieht man, wie hoch die Miete ohne Terrasse eigentlich sein darf und die Differenz ist dann der Betrag, der seit Mietbeginn zuviel kassiert wurde.

Das dem Vermieter mitteilen, mit der Bitte, den Betrag bis zur Fertigstellung der Terrasse zu erstatten. Selbst wenn er dann meint, dass das mit der Terrasse doch nur ein mündliches Versprechen war, sie steht immerhin im Mietvertrag.

Nun könnte der Vermieter aus Verärgerung noch auf die Idee kommen, dass er die Terrasse erst einmal nur kleinst möglich bauen wird. Um dem vorzubeugen, ist reden angesagt und wenn er sie doch eher großzügig bauen wird, also mehr, als man selbst zu Grunde gelegt hat, könnte man sich auch wiederum verständigen, dass er noch eine Frist bis Ende April bekommt, ohne dass man was zurück haben will, wenn sie bis dahin nicht fertig ist, muss er den Abzug akzeptieren.

Besser also nicht gleich voll auf ihn los gehen, sondern eine Vereinbarung treffen, mit der beide leben können.

Eine Mietminderung aufgrund eines Mangels, der ungerügt seit Mietbeginn besteht ist, nicht möglich. Interessant wäre es zu wissen, ob die Fläche der nichtnutzbaren Terrasse in der Fläche der Mietwohnung enthalten ist. Dazu müsste die Gesamtnutzfläche aber im MV angegeben sein.

Zudem kann dem Vermieter mit der Ersatzvornahme gedroht werden, was aber angesichts der Witterungsverhältnisse jetzt kaum machbar wäre- es bleibt aber eine Option.

Euer Problem: Eine mündliche Zusage über die Fertigstellung ist nichts wert. Und wer den Mangel der Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch, also einen begehbaren Boden, dort monatelang nicht unter konkreter Verzugsetzung anmahnt, kann rückwirkend keine Mietminderung geltend machen.

Das wäre dann die Lösung: Man fordert den VM unter angemessenen Fristsetzung von etwa 4 Wochen per zugangssicherem Einwurfeinschreiben auf, den vertragsgemäßen Zustand herzustellen. Bei einem Plattenbelag, der auskoffern auf gut 30 cm Tiefe und Einbringung von Schotter, dann Splitt erfordert, dürfte er die Arbeiten allerings auf den Zeitpunkt eines frostfreien Bodens legen.

G imager761

der Haken liegt hier :

Diese Vereinbarung trafen wir mündlich.

Trotzdem steht im Vertrag eine Terrasse obwohl es keine gibt! Da ist die mündliche Vereinbarung das kleinere Übel würde ich behaupten?

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@regenbogensaba

nun ja - es fehlen wohl nur noch die Platten

eine Mietminderung ist da wohl nicht drin.

Sprich den Vermieter einfach mal darauf an - vermutlich hatte sein Handwerker keine Zeit.

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Nicht nutzbare Terrasse schonmal schriftlich angemahnt worden? Im Nachhinein ist  eine Minderung nicht möglich..

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