Mietrecht. Wasser unnormal verkalkt. Was tun?

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8 Antworten

Ich schätze die Rohre sind einfach zu alt.

Das hat mit dem Alter der Rohre nichts zu tun. Auch ist es unvorstellbar, dass bei Euch mehr Kalk ankommt, als bei den Nachbarn im gleichen Haus.

Es gibt Teststreifen, womit man das einigermaßen sicher vergleichen kann.

Wenn der Vermieter keine zentrale Enthärtungsanlage einbaut, müsst ihr Euch mit entsprechenden Geräten für die Küche helfen. Falls ihr jedoch schlechte Erfahrungen gemacht habt, solltet ihr für Kaffee und Tee Waser aus dem Getränkemarkt kaufen.

Bei Bad und Armaturen heißt es putzen... Da ändert sich nichts.

Mit dem Härtegrad des Wassers hat der Vermieter nun mal gar nichts zu tun. Der bezieht das Wasser vom Versorger so wie es bei euch aus der Leitung kommt.  Im Zulauf zum Haus wird das Wasser nicht kalkhaltiger. . Mit den Rohren hat das nichts zu tun. Wenn sich dort Kalk abgesetzt hat, dann bleibt der auch da. Die Nachbarn haben das gleiche Wasser wie ihr.  Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass man deswegen gleich alle halbe Jahre sämtliche Geräte austauschen muss. Bei Gebrauch sehen die auch nach dem Entkalken halt nicht mehr aus wie neu. Bist du vielleicht etwas empfindlich?

Der Wasserversorger kann dir auf Anforderung die genaue Zusammensetzung des Frischwassers mitteilen. Du hast darauf Anspruch. Innerhalb des Hauses und eigentlich darüber hinaus für alle Kunde dieses Versorgers dürften identische Werte vorliegen. Die Aufbereitung erfolgt im Wasserwerk.

Jede Region hat unterschiedliche Wasserqualität. Informationen darüber erhalten Sie bei den zuständigen Wasserwerken. Der Vermieter hat damit nichts zu tun. Kalkhaltiges Wasser "kalkt" nicht erst in den Rohren eines Hauses.

Geräte müssen Sie nicht jedes halbe Jahr austauschen, wenn diese regelmäßig mit verdünnter Essigessenz gereinigt werden. Wasserkocher damit 1 x aufkochen lassen und schon ist der Kalk weg.

Wasserfilter mit Aktivkohle entfernen Kalk aus dem Wasser. Die Kohle muss natürlich regelmäßig ausgetauscht werden, sonst hilft das nicht mehr.

Wie hoch der Härtegrad ist (als Maß für die Menge des Kalks) erfährt man beim örtlichen Wasserversorger.
Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die anderen Mieter 'weicheres' Wasser (also kalkarmer) haben, weil sich der einmal in den Rohren abgesetzte Kalk auch nicht mehr löst. 
Ein echtes Problem hat der Vermieter erst, wenn die Rohe soweit zugesetzt sind, dass gar kein Wasser mehr kommt.

Abhilfe gegen den Kalk: Ionenaustauscher.

Das gibt es als fertige teure Lösung zur festen Installation im Bereich des Wasserzählers (man muss nur Salz nachfüllen)  oder als 'handbetriebene' Version zum unter die Spüle stellen. Dann ist zumindest das (kalte) Wasser aus der Spüle - für die Kaffemaschine / Teekocher - weich.

Von Filtern oder irgendwelchen Magneten an der Wasserleitung halte ich gar nichts !

Kalkhaltiges Wasser ist nur ein Problem für die Rohre, weil bei bestimmten Rohrarten dieselben langsam zuwachsen. 

Dafür schmeckt ein solches Wasser sehr gut. 

Wohingegen ein mit Salztabletten entkalktes (Enthärtungsanlage) Wasser äußerst gewöhnungsbedürftig schmeckt. 

Sei froh, daß noch unbehandeltes Wasser aus der Leitung kommt.

 "Natur Pur" sozusagen.

Wohingegen ein mit Salztabletten entkalktes (Enthärtungsanlage) Wasser äußerst gewöhnungsbedürftig schmeckt. 

Dem kann und muss ich widersprechen. Unsere eigene Erfahrung, sowie all derer, die auf eine solche Enthärtung umgestellt haben, ist durchwegs positiv, was den Geschmack anbelangt.

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@bwhoch2

Da muss ich auch widersprechen, denn nach meiner Erfahrung, haben nicht wenige die Enthärtungsanlage stillgelegen lassen, oder zumindest in der Küche eine separate Leitung gelegt, die vor der Enthärtungsanlage eingebunden wurde.

Kalkwasser schmeckt einfach besser. 

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@quantthomas

Also zumindest unsere Tee- und Kaffeetrinker unter den Kollegen loben den Geschmack, seit in der Kaffe/Teeküche ein Entkalker montiert ist. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass das alleine der fehlenden (fortschreitenden) Verkalkung der Tee- und Kaffeemaschine geschuldet ist. Vorher wollten die Maschinen alle 2 Wochen entkalkt werden. 
Trotzdem haben die Heizelemente da typischerweise nur 2 Jahre überlebt, dann kam nicht mehr genügend Wasser durch.

Ich würde - aus rein technischer Sicht - auch behaupten, dass man das mehr an Natriumionen nicht(!) schmecken kann. Wenn aber - bei unsachgemäßen Einbau / mangelnder Wartung - Bakterien aus dem Abfluss ins Trinkwasser kommen, dann schmeckt man das sehr wohl ...

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@AnReRa

Edit: Von den Leitungswassertrinkern kam die Info, dass es gerade der Kalk ist (sprich das Kalzium) was den 'Geschmack' des Wassers ausmacht. Aber gerade diese Kollegen trinken nicht(!) das Leitungswasser aus dem Hahn, weil sie den Filtern im Hausanschluss und der Verrohrung  nicht trauen. Bestenfalls lassen sie das Wasser erst mal 5 - 10 Minuten laufen ehe sie sich den Becher füllen.

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Da kann der Vermieter nicht machen, da ist der Wasserlieferant (in der Regel die Gemeinde) zuständig

Der Vermieter könnte allenfalls einen Enthärter in der Trinkwasseranlage montieren. Der Salzbedarf wird auf die Mieter umgelegt. (Kostet nicht viel.)

Aufgrund guter Erfahrungen im eigenen Haus sehen wir die Installation eines Enthärters als sehr gute Investition, die sich jeder betroffene Vermieter überlegen könnte:

a) die Rohrleitungen bleiben jahrzehntelang frei

b) Sanitäre Installationen, wie Badewannen, Duschwannen, Waschbecken, geflieste Wände, Armaturen bleiben weitgehend kalkfrei, bzw. sind von Mietern viel einfacher zu pflegen.

Der Wert des Hauses wird somit besser erhalten und teure Reparaturen an Rohrleitungen und der vorzeitige Austausch von unansehnlichen sanitären Einrichtungen bleibt erspart. Das können am Ende sehr hohe Einsparungen im Lauf der Zeit sein,

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Alle 6 Monate  mAl entkalken ist normal. Die Wasserhähne sagt euch euer Wasserwerk. Ihr könnt  das total einfach mit Teststreifen überprüfen. 

Mietrecht ist hier nicht anzuwenden. 

"Wasserhärte"

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