Mietrecht und Rohrbruch?

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4 Antworten

Das Mittel der Wahl hier heißt Mietminderung, welche sicherlich angebracht ist. Anspruch auf Schadenersatz darüber hinaus besteht nicht. 

Ich nehme aber an, das bringt euch nichts, weil ihr nur dem Amt Geld spart ...

Selbstverständlich sind neben der Mietminderung auch die zusätzlich entstehenden Kosten vom Vermieter zu ersetzen. Das können Hotelkosten sein, das kann die Miete für eine temporär angemietetes Appartement sein. Dies ist allerdings an die Hürde der Beweislast des Mieters gebunden. Das heißt, dass der Mieter alle Kosten nachweisbar und begründet darstellen muss. Es könnte sogar dahin gehen, dass die Wohnung vorübergehend unbrauchbar - wegen fehlender Küche - sein könnte. Sicherlich ist auch die Lärmbelästigung durch Entfeuchtungsgeräte keine hinzunehmende Unzulänglichkeit mehr. Überhaupt spricht sehr viel dafür, dass die Wohnung unbewohnbar ist, da der Einsatz von Entfeuchtungsgeräten ja nur deshalb erfolgt um die Wohnung bewohnbar zu machen. Der Fallstrick würde aber sicher darin liegen, dass eine geldwerte Entschädigung ja wieder als eine Art Einkommen gewertet würde, und dann dann entsprechend die Leistung der Arbeitsagentur gekürzt wird. Alles in allem würde ich empfehlen einen Anwalt oder einen Mieterschutzbund zu befragen. Ich fürchte, dass hier noch weitere Probleme aufgetan werden. Wenn das Jobcenter wirklich Mieter ist, und die Wohnung zur Nutzung überlassen hat, müsste das Jobcenter beim Vermieter vorstellig werden. 

.. das Dilemma ist das Jobcenter, denn eine Mietminderung kommt beim Mieter nicht an.

Wenn ich das richtig verstehe:
Jobcenter bezahlt Wohnung und Du willst Geld zurück...?

Das ist eine coole Vorstellung!
...wird aber nicht funktionieren.

Grüße, ------>

Nein, der Vermieter soll den Mehraufwand für Verpflegung bezahlen.

Essen gehen kostet nun mal mehr als essen selber machen.

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@johnnymcmuff

Ja, genau. Und ein 2-Platten-Herd kostet 25 Euro im Elektronik-Markt.

Wenn mir das Geld nicht gerade "bis zum Hals steht" und ich in eine solche Situation gerate, dann denke ich erstmal in Richtungen, wie es anders, jedoch ohne größere Kosten geht.

Essen gehen - weil "hilft ja nix" - kann man im Einzelfall machen. Als Dauerlösung unter der Voraussetzung, dass ein anderer dafür den Deckel übernimmt, finde ich das nicht in Ordnung.

Grüße, ----->

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@PoisonArrow

Und ein 2-Platten-Herd kostet 25 Euro im Elektronik-Markt.

Manchmal hat man eben diese 25 Euro nicht; aber man könnte sie sich bestimmt leihen.

Ein sehr guter Vorschlag.

Aber vielleicht will der Fragesteller auch mal wieder richtig Essen gehen.  :-)

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