[Mietrecht] Nebenkostennachforderung über langen Zeitraum / komplizierte Mietverhältnisse

...komplette Frage anzeigen Nachforderung - (Mietrecht, Nebenkosten, Nebenkostenabrechnung)

4 Antworten

Die grafische Darstellung ist meiner Meinung nach falsch.

Z.B. Betrag 1 von Juli bis Oktober 2012. Da ist nicht die Verjährungsfrist ab dem Zeitpunkt in dem Deine Schwester aus der Wohnung zog. sondern es sind immer 12 Monate nach dem Abrechnungszeitraum, der Auszug oder Umzug spielt dabei keine Rolle.

Geht z.B. der Abrechnungszeitraum vom 1.1.-31.12.2012.aber der Mieter zieht Ende Oktober aus, so ist das Ende der Zustellungsfrist der 31.12.2013.

Hat bis dahin der Vermieter die Abrechnung nicht zugestellt so ist eine Forderung am 1.1.2014 hinfällig.

Ausnahme: Der Vermieter hat die verspätete Abrechnung nicht zu vertreten.

Bedeutet, wenn der Abrechnungszeitraum immer vom 1.1. -31.12 geht:

Betrag1: Wurde bis zum 31.12.2013 die Abrechnung nicht zugestellt, ist sie hinfällig.

Betrag2: Hier hat der Vermieter bis zum 31.12.2014 zeit um Forderungen zu stellen.

Betrag3: Hier hat der Vermieter bis zum 31.12.2015 zeit um Forderungen zu stellen.

Problem: Es liegen augenscheinlich viel zu hohe Beträge für die Zeiträume in Wohnung A und Wohnung B vor, obwohl meine Schwester zu diesem Zeitpunkt bereit 80% der Zeit bei ihrem Freund wohnte (In Übergangswohnung B fühlte sie sich nicht wohl, die letzte Zeit in Wohnung A war schon Dauerbaustelle um sie herum).

Kann durch Mietebund oder Fachanwalt geprüft werden.

Die Vermieterin lässt leider keine Argumentation zu, droht nach dem “Guten Tag�? am Telefon bereits mit dem Anwalt und ist zu keiner Konversation bereit.

Nur noch schriftlich oder per Anwalt oder per Mieterbund miteinander kommunizieren.

Da es nur eine mündliche Absprache gibt, sehe ich Wohnung B als Wohnung A oder als getrenntes Mietverhältnis, in beiden Fällen ist die Mietnachforderung "verjährt".

Falscher Gedanke ob Du es als Wohnung A oder als B siehst ist nicht relevant.

Relevant ist nur der Abrechnungszeitraum und der ist bei B nicht verfristet.

Hier noch ein Link:

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/beko_abrechnung.htm

MfG

Johnny

Ohne Aussage der Mietverträge über den Abrechnungszeitraum, hier entweder mit Mietbeginn 12 Monate oder dem Kalenderjahr folgend, sind genaue Aussagen nicht zu treffen. Verspätet zugestellte Abrechnungen der Betriebskosten "verjähren" nicht sondern gelten als "verfristet" und daher sind Nachforderungen des Vermieters nicht mehr möglich. Allerdings kann der Mieter Erstattungen fordern, wenn die Abrechnung diese ausweist. Das Mietverhältnis in Wohnung B (Zwischenmiete) ist ein mündliches MV. Daher sind die Betriebskosten inkludiert und eine Abrechnung ist sowieso zu verwerfen . Es entfallen also Nachzahlungen und Erstattungen.

Falls die Abrechnung dem Kalenderjahr Folgen sollte, könnten für die Wohnung C 2 Abrechnungen möglich sein.

Das Mietverhältnis in Wohnung B (Zwischenmiete) ist ein mündliches MV. Daher sind die Betriebskosten inkludiert und eine Abrechnung ist sowieso zu verwerfen .

Nicht unbedingt:

Wird aber ein Mietvertrag nur mündlich ohne schriftlichen Mietvertrag getätigt, liegt das Problem oft darin, dass im Streitfall Schwierigkeiten bestehen, die Dinge so nachzuweisen, wie sie mündlich vereinbart wurden. Nur derjenige, der seine Behauptung beweisen kann, kann sie letztlich durchsetzen. Ohne schriftlichen Mietvertrag sind Streitigkeiten vorprogrammiert.

http://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-ohne-schriftlichen-mietvertrag/

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@johnnymcmuff

Nun wollen wir doch erst einmal den Fragenden zum Problem hören. Wenn der Vertrag B mit NK-Abrechnung streitig ist, dann steht der Vermieter in der Beweispflicht Nebenkostenabrechnungen überhaupt vereinbart zu haben.

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Die Nebenkosten sind verjährt, wenn nach Ablauf der Rechnungsperiode 12 Monate verstrichen sind und nicht rechtzeitig eingefordert wurden

es ist so, dass die forderungen der nebenkosten 12 monate nach abrechungsjahr spätestens schriftlich bei deiner schwester sein müssen, das aber zum jahresende, sprich, wenn sie irgendwann 2013 in einer wohnung x gelebt hat, dann kann der vermieter sich bis zum 31.12.2014 zeit lassen mit der forderung. kommt die erst anfang januar 2015 an, sind die forderungen hinfällig. kommt sie vorm 31.12.14 muss sie zahlen. habt ihr berechtigten grund zum zweifel und der vermieter scheint mies zu sein, dann solltet ihr nen anwalt einschalten oder alternativ wenn ihr nicht rechtschutzversichert seid beim mietrschutzbund eintreten. die können da auch sehr gut helfen, das schreckt viele vermieter auch schon ab..

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