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4 Antworten

Die Umsatzsteueroption bei Mietverträgen ist eine vertragliche Möglichkeit, wenn Vermieter und Mieter zum Vorsteuerabzug berechtigt sind § 9 UStG http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__9.html

Einen Anspruch darauf gibt es allerdings nicht. Vermieter sind auch nicht verpflichtet solche Verträge vorzulegen. Der Mieter hat die Wahl solch einen Vertrag abzuschließen oder nicht. Wenn der Vertrag geschlossen ist gilt er auch. Außerordentlich kündigen oder ein Anspruch auf Vertragsänderungen besteht nicht.

Hier kommt es ganz entscheidend darauf an, ob der Raum eindeutig ein Gewerberaum ist und ob dies in dem Vertrag auch so drin steht. Wenn dies ein Gewerberaum ist, dann kann dort kein Mietvertrag für einen privaten Mieter existieren. Der Vertrag ist also ungültig.

Ist dies hingegen ein allgemein, sowohl gewerbsmäßig als auch privat, nutzbarer Raum, dann haben sie diesen als Privatperson angemietet.

Damit Sie den Gewerberaum steuerlich absetzen können, sollten Sie den Vermieter darauf hinweisen, dass er in diesem Vertrag dient Mehrwertsteuer ausweisen muss. Das kann dann Probleme geben, wenn er selbst nicht zum Ausweis der Umsatzsteuer verpflichtet ist. Das können sie dann letztlich nur über einen Steuerberater und Anwalt klären.

Jorgfried 31.08.2012, 16:00

Damit Sie den Gewerberaum steuerlich absetzen können, sollten Sie den Vermieter darauf hinweisen, dass er in diesem Vertrag dient Mehrwertsteuer ausweisen muss

Auch ein Vertrag ohne Mehrwertsteuer kann abgesetzt werden. Entscheidend ist, ob die betreffenden Räume ausschließlich gewerblich genutzt werden.

Ich kann ja auch mein Arbeitszimmer als Selbständiger voll absetzen, wenn es ein reines Büro ist.

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Rede mit deinem Vermieter, dass der Vertrag entsprechend geändert wird. Falls dein Vermieter irgendwelche Vorteile aus dieser Vertragsart zieht, müsstest du kündigen - oder zumindest damit drohen.

DerCAM 30.08.2012, 02:15

Welche Vorteile sollte der Vermieter denn daraus ziehen koennen (abgesehen davon, dass dies keine Rolle spielt)? Wenn er keine Mehrwertsteuer abfuehren muss, kann er natuerlich auch keine berechnen und es bleibt bei der vereinbarten Miete von 2.500 Euro/Monat. Muesste er hingegen MwSt. berechnen, kaeme die noch dazu und muesste dann vom Vermieter an das Finanzamt abgefuehrt werden.

Im Grunde hat der Vermieter durch die hier getroffene Regelung sogar einen Nachteil. Wenn er naemlich keine MwSt. berechnet/abfuehrt, kann er auch selbst keinen Vorsteuerabzug geltend machen (z.B. fuer Instandhaltungsaufwendungen)obwohl der Unternehmer (Haendler, Handwerker) ihm die MwSt.berechnen muss.

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Wenn der Vermieter keine Mehrwertsteuer berechnet (berechnen darf), kannst du natuerlich auch keine als Vorsteuer geltend machen.

Einen Vorsteuerabzug kannst du also nur dann vornehmen, wenn der Vermieter ueberhaupt MwSt. berechnet und abfuehrt. Dann muesste er eben statt der 2.500 Euro ohne MwSt. 2.500 Euro PLUS MwSt. berechnen. Wuerde dir aber auch nichts bringen. Du muesstest dann halt erst einmal die MwSt. zusaetzlich zur Miete an den Vermieter zahlen und koenntest sie dir anschliessend als Vorsteuer wieder vom Finanzamt zurueckholen.

Gerhart 30.08.2012, 08:30

Der Fragesteller sollte einen anderen Steuerberater wählen. Die Antwort von DerCam ist nicht zu toppen.

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