Mietrecht: Antisemitischer Vermieter?!

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7 Antworten

Ich bin Ihrer Meinung, es ist rassistisch, zumindest emffinde ich es so. Es ist zwar nicht gegen eine Nationalität gerichtet, aber dennoch gegen allle anderen Nationen außer den Deutschen.

Ob das ein Gericht genauso sehen wird ist dennoch fraglich.

Es gibt viele Dinge, die man sagen darf oder nicht sagen darf. Oft kommt es auf die Formulierung an.

Z.B.wenn ich sage: "Sie sind ein Idiot."

Dann ist das eine Beleidigung.

Wenn ich sage: "Sie verhalten sich meiner Meinung nach idiotisch".

Dann ist das meine Meinung und ich habe nicht gesagt das Sie ein Idiot sid.

Weil das ist ja ein außerordentlicher Kündigungsgrund bei dem ich fristlos Kündigen könnte, oder? Hab mir auch schon überlegt mir rechtlichen Beistand zu holen, sowas geht mal überhaupt nicht.

Ich galaube nicht, dass es ein Grund zur außerordentlichen Kündigung ist.

Dennoch würde auch ich mir Rat vom Fachmann holen.

MfG

Johnny

Hbe gerade was interressantes gegoogelt:

  1. Benennung eines Nachmieters durch den Mieter

Liegen die Voraussetzungen für die Stellung eines Nachmieters vor - weil sich die Parteien geeinigt haben oder ein Ausnahme gegeben ist - ist der Mieter verpflichtet, dem Vermieter einen Nachmieter zu nennen.

Ist nichts anderes vereinbart, ist es nicht erforderlich ist, dass dem Vermieter mehrere Nachmieter benannt werden. Vielmehr reicht die Benennung eines Nachmieters, der bereit ist, für die restliche Dauer uneingeschränkt in den Mietvertrag einzutreten bzw. einen neuen Mietvertrag mit dem Vermieter abzuschließen.

Hat der Mieter einen geeigneten Nachmieter vorgeschlagen, so hat er das seinerseits Erforderliche getan. Die Kontaktaufnahme ist Sache des Vermieters.

  1. Beendigung des alten Mietverhältnisses

Hat der Vermieter den Nachmieter akzeptiert, so scheidet der bisherige Mieter aus dem Mietvertrag aus und ist nicht mehr zur Zahlung der Miete verpflichtet. Das Gleiche gilt, wenn der Nachmieter einen neuen Mietvertrag mit dem Vermieter abschließt.

  1. Ablehnung des Nachmieters durch den Vermieter

a) berechtigte Ablehnung

Ist der Vermieter berechtigt, den Nachmieter abzulehnen, so wird der bisherige Mieter nicht aus dem Mietvertrag entlassen. Das bedeutet, er muss seine Verpflichtungen gegenüber dem Vermieter weiter erfüllen.

Der Vermieter ist zur Ablehnung berechtigt, wenn

  • der Nachmieter sich die Wohnung nicht leisten kann,

  • bisher teilgewerblich genutzte Räume nunmehr nur noch als Wohnräume genutzt werden sollen.

b) unberechtigte Ablehnung

Der Vermieter darf einen geeigneten Nachmieter nicht aus nicht nachvollziehbaren Gründen ablehnen, etwa nur deshalb, weil der Nachmieter Ausländer ist. Das Gleiche gilt, wenn der Vermieter den Nachmieter vergessen hat und dieser sich zwischenzeitlich eine andere Wohnung gesucht hat oder der Vermieter jetzt nicht mehr weitervermieten, sondern die Wohnung verkaufen will.

Versucht der Vermieter die Nachmietergestellung dadurch zu verhindern, dass er eine erhebliche Mieterhöhung vom Nachmieter fordert und selbst durch die Einschaltung von Maklern kein entsprechender Mietinteressent zu finden ist, so ist dies ebenfalls unzulässig.

In diesen Fällen ist der Mieter nicht verpflichtet, auch weiterhin die Miete zu zahlen.

http://www.internetratgeber-recht.de/MietrechtAllgemein/Nachmietergestellung/nma2.htm

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So wird es nicht gehen, da ein "privater" Vermieter selbst entscheiden kann wen er als Mieter akzeptiert.

So wird es nicht gehen, da ein "privater" Vermieter selbst entscheiden kann wen er als Mieter akzeptiert.

Das kann auch ein nicht privater Vermieter.

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@anitari

Eine Wohnungsbaugesellschaft oder ein genossenschaftlicher Bauverein, ein Studentenwerk etc. ist hier an andere Grundsätze gebunden.....

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Man kann über die Denkweise unserer Studenten echt nur noch den Kopf schütteln.

Was ist daran verwerflich, wenn der Vermieter nur eine bestimmte Nationalität als Mieter haben will? Hätte er gesagt: "Nur Italiener", hättest du ihn dann auch als Rassist bezeichnet??? Hätte er gesagt: "keine Alleinerziehenden Mütter", wäre er dann für dich ein Kinderhasser? Ihm gehört die Wohnung und er kann sich aussuchen, wem er die Wohnung vermietet. Punkt.

Und NEIN: Es ist kein Grund für eine ausserordentliche Kündigung.

Möglicherweise verstehen mich in der Hinsicht nur wenige Leute. Aber ich vertrete die Meinung: Mensch ist Mensch. Ganz einfach, da gibt es keine Rassentrennung, keine Verurteilungen nur aufgrund einer Nationalität oder sonstwas. Wäre jetzt gesagt worden: "Es gab öfters Probleme mit asiatischen, schlecht Deutsch sprechenden Bewohnern, weil diese sich teilweise illegal zu fünft ein Zimmer teilen und möglicherweise nicht einmal legal in Deutschland sind", wäre ich sicherlich auch anders mit umgegangen als mit "Ausländer kommen auf keinen Fall in die neueren Zimmer!"

Bin selbst nur halb deutsch und habe Vorurteile einfach satt!

Für den Rest bedanke ich mich, hat mir ein wenig weitergeholfen.

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Da gibt es immer noch das hausrecht. Inwieweit das rechtlich in einklang zu bringen ist weiss ich nicht. Aber wenn die bude ihm gehört kann er auch bestimmen wer einziet.

Und wenn er nur deutsche will.. Vl hat er einfach zuviele schlechte erfahrungen gemacht mit ausländer. Gleich mit rassismuss zu kommen halte ich für überzogen

Nicht jeder "Ausländer" hat einen Aktzent oder man sieht es ihm an.

Da es aber ein priv. Vermieter ist, kann er aber dennoch entscheiden welche "Nase" ihm am besten gefällt.

was steht denn im mietvertrag ?

im allgemeinen sollen nachmieter mindestens "gleichwertig" seihen.

das heißt halt auch studenten oder finanziell besser gestellte (arbeiter z.b.)

die herkunft darf dabei keine rolle spielen. (aufenthaltsgenehmigung muß vorhanden seihen)

was dein vermieter für ansichten hat, spielt hierbei keine rolle.

wenn ein ausländer die wohnung haben möchte, soll er sich beim vermieter darum bewerben und nicht bei dir.

was der vermieter dann macht, ist seine sache.

wenn aber im mietvertrag die "nachmieterklausel" nicht drinnen ist, sieht es schlechter aus.

dann solltet ihr 3 monate vor ab kündigen.

Im übrigen sollte man generell vorsichtig mit irgentwelchen bezichtigungen sein - erst recht wenn man anscheinend keine ahnung hat wo man den kerl eigentlich "reintun" soll.

Du schreibst in der headline antisemitismus sagst aber er lehnt alle ausländer ab. Wäre er ein antisemit würde er nur juden nicht bei sich wohnen lassen ! Just for info

Ich weiß, das fiel mir jetzt erst auf, war vorhin einfach total empört und habe nicht über Unterschied Antisemitismus/Rassismus nachgedacht. Danke für die Info!

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