Mietrecht / Provision

11 Antworten

Ist es denn wirklich so, dass ein Vermieter einem Mieter erst einmal alles en detail erklären muss, was dieser gedenkt zu unterschreiben? Es geht bei einem Mietvertrag regelmäßig um einen Vertrag, bei dem einerseits die Wohnung, also das Dach über dem Kopf eine Rolle spielt und andererseits ein Betrag von monatlich mehreren hundert wenn nicht sogar über tausend Euro im Raum stehen, also in einem Jahr mal locker zwischen 5000 und mehr als 10000 Euro und in 10 Jahren also zwischen 60000 und mehr als 100000 Euro. Kann es da wirklich sein, dass man sich als Mieter nicht genau durchliest, was man unterschreibt? Nur so kann es passieren, dass man eine wichtige Bestimmung wie hier über die Maklerprovision einfach übersieht. Normalerweise zahlt der Mieter den Makler, auch wenn der Vermieter diesen beauftragt hat. Du hast einen Vermieter, der den Makler selbst bezahlt hat und nur dann von Dir die Rückzahlung der Provision will, wenn Du bereits innerhalb von 6 Monaten kündigst. Er hat Dich also begünstigt und will nun das, was Du ihm vertraglich zugesichert hast, auch wieder einfordern. Das ist doch rechtmäßig oder? Hättest Du den Mietvertrag unterschrieben, wenn Dir dieser Punkt bewußt geworden wäre? Vielleicht hättest Du reklamiet und der Vermieter hätte die Wohnung dann an jemand anderen vergeben. So mußte der Vermieter davon ausgehen, dass Du den Punkt so akzeptierst (Vertragsfreiheit!), was u. a. dafür sprach, Dir die Wohnung zu geben. Wenn Du das jetzt nicht bezahlst, hast Du den Vermieter gleich zweimal hinters Licht geführt. Einmal, weil er wohl davon ausging, dass Du längere Zeit bleiben wirst und zum zweiten Mal, wenn Du ihm nun die versprochene Erstattung der Provision vorenthältst. Wäre das fair?

Ich halte diese Klausel für unrechtmäßig, weil sie den Mieter stark benachteiligt. Der Vermieter darf zwar selbstverständlich einen Makler zwecks Vermietung beauftragen, aber diese Provision kann nicht vom alten Mieter kassiert werden. Sollte diese Klausel wider meinem Rechtsverständnis gültig sein, wäre für mich die Frage, ob die Höhe gerechtfertigt ist.

Da hilft wirklich nur eine Kurzberatung beim Anwalt, um diesen Punkt zu klären.

Was für eine Vermittlungsprovision? Woraus setzen sich 620 € zusammen? Das erscheint mir äußerst suspekt. Wofür sollte man einem Vermieter Provision zahlen?????? Alles sehr komisch. Sollte seit neuestem auch dem Vermieter eine Provision, warum auch immer, zustehen, teile mir das bitte mit, dann mach ich das in Zukunft auch so .... :-))

Mietvertrag: Kündigungsfrist umgehen durch Provokation einer fristlosen Kündigung

Situation: - Ein Mietvertrag hat eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. - Laut Mietvertrag hat der Vermieter das Recht dem Mieter fristlos zu kündigen, nachdem er 2 Monatsmieten nicht bezahlt hat. - Der Mieter möchte so schnell wie möglich aus dem Mietvertrag aussteigen. - Der Vermieter beharrt jedoch auf der 3 monatigen Kündigungsfrist.

Frage: Was spricht dagegen, dass der Mieter einfach keine Miete mehr zahlt und dadurch eine frühere fristlose Kündigung des Vermieters provoziert?

  • So käme er schon nach 2 Monaten aus dem Vertrag anstatt regulär nach 3 Monaten und würde sogar eine Monatsmiete sparen.
  • Die 2 ausstehenden Monatsmieten würde der Mieter dann nach der fristlosen Kündigung dem Vermieter zahlen.
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In meinem Gewerbemietvertrag steht folgende Formulierung zur Laufzeit: "Das Mietverhältnis beginnt am 1.8.16 und läuft bis zum 31.7.17 unbestimmte Zeit?"?

Liebe Community,

ich habe mit meinem Vermieter einen einjährigen Vertrag mit Verlängerungsoption vereinbart. Nun sehe ich auf meinem Vertrag, dass die Klausel "unbestimmte Zeit" aufgeführt ist. Nachfolgend der gesamte Paragraf aus meinem Vertrag:

"§4 Mietzeit und ordentliche Kündigung

Das Mietverhältnis beginnt am 1.8.16 und läuft bis zum 31.7.17 unbestimmte Zeit

Es kann mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ende eines Kalendervierteljahres gekündigt werden. Die Kündigung ist rechtzeitig erfolgt, wenn sie spätestens am 3. Werktag des ersten Monats der Kündigungsfrist schriftlich beim anderen Vertragspartner eingegangen ist. Der Mieter erhält eine Verlängerungsoption ab dem 1.8.17 für ein Jahr bis zum 31.7.18. Diese wahrzunehmende Option muss bis zum 30.4.17 erfolgen."

Ich glaube, der Vermieter hat einfach bei Copy paste vergessen diese Klausel zu löschen. Werde ich zum Ende Juli problemlos aus dem Vertrag aussteigen können falls der Vermieter sich quer stellt? Vielen Dank schon mal für eure Bemühungen :-)

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Mietrecht - Mindestmietdauer + Kündigungsfrist?

Meine Frage ist, ob nach dem unten angegebenen Text Meine Mindestmietdauer 1 Jahr beträgt oder 1 Jahr plus die 3 Monate Kündigungsfrist ?

Auszug Mietvertrag:

"Das Mietverhältnis beginnt am 01.10.2013 und läuft auf unbestimmte Zeit. Die Mietparteien verzichten wechselseitig ab Beginn des Mietverhältnisses bis 30.09.2014 auf ihr Recht zur ordentlichen Kündigung dieses Mietvertrages. Eine Kündigung ist erstmals nach Ablauf dieses Zeitraumes unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist und der gesetzlichen Bestimmungen zulässig. Von dem Verzicht bleibt das Recht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund und außerordentlichen Kündigung mit gesetzlicher Frist unberührt."

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Vermieter akzeptiert Nachmietervorschlag, aber trotzdem ...?

Wir möchten so schnell wie möglich aus unserem gekündigten Mietvertrag (unbefrist. Mietwohnungsvertrag) und boten unserem Vermieter eine Liste von Nachmietern, die sofort übernehmen würden. Einer Familie auf unserer Liste unterzeichnete der Vermieter bereits einen Mietvertrag, jedoch erst zum 01.05. Absprache mit dem Vermieter und den Wohnungsinteressenten auf unserer Liste war der 01.04. Die Übernahme zum frühen Termin haben wir sogar schriftlich von den Wohnungsinteressenten. Die ausgewählten Nachmieter haben noch nicht den Vertrag unterzeichnet. Wir haben die Wohnung in gutem Zustand bereits vergangene Woche bei einem Ortstermin übergeben. Dabei verlangte der Vermieter bereits einen Schlüssel, den er von uns auch bekam. Am vergangenem Samstag, den 31.03., haben wir die schriftliche Kündigung nach der mündlichen nachgeholt und die Wohnung sauber mit allen Schlüsseln übergeben. Reguläres Vertragsende wäre also der 30.06.

Wir sagen: Voraussetzung war die Übernahme zum 01.04. und mit dem Akzeptieren unseres Nachmieters, der anfänglich auch mit diesem Termin einverstanden war, sind wir raus. Der Vermieter möchte uns zum 30.04. aus dem Vertrag lassen. Dafür möchte er die Kaution von einer Kaltmiete für den Monat April behalten und dabei die Wohnung sofort an die Nachmieter übergeben. Damit diese in Ruhe renovieren können.

Sind unsere Karten gegen der Vermieter gut? Den potentiellen Nachmieter wegen seiner Unterschrift unter unserer Vereinbarung (zum 01.04. zu übernehmen) in Haftung zu nehmen, wird wohl nutzlos sein, da wir in der Vereinbarung stehen haben, daß "bei Zustandekommen eines Vertrages" es der 01.04. sein soll. Sie haben aber ja den angebotenen Vertrag (zum 01.05.) noch nicht unterzeichnet.

Was tun?

Wir sind dankbar für jeden Hinweis!

Im Mietvertrag haben wir folgende "Nachmieterklausel": "Stimmt der Vermieter während der befristeten Dauer eines Mietvertrages grundsätzlich einem Nachmieter zu, so gilt die Aufhebung des Mietvertrages gegen Stellung eines Nachmieters nur dann als wirksam getroffen, falls eine zusätzliche schriftliche Vereinbarung über die Konditionen, zu denen ein Nachmieter gesucht wird, zwischen Vermieter und Mieter getroffen wurde. Das Angebot an den Vermieter, einen Nachmieter zu suchen, bedeutet nicht die stillschweigende Aufhebung des Mietvertrages. Dies gilt selbst, wenn der Vermieter ein derartiges Angebot mit Stillschweigen beantwortet."

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Gilt die volle Kündigungsfrist auch bei teilmöbliertem Zimmer?

Ich lebe in einer WG und bezog mein Zimmer, in dem ein Hochbett mit Matratze, ein Tisch und Stuhl, ein kleines Regal ein Nachttisch und ein Fernseher mit DVBT stand. In meinem dazugehörigen Bad stand ein grosses Regal für Wäsche. Nun meint mein Hauptmieter aber ich müsse eine 3 monatige Kündigungsfrist einhalten, was mich verzweifeln lässt weil ich nun . kurzfristig eine eigene Wohnung angeboten bekommen habe und dachte das eine kurzfristige Kündigung vom 15. zum Monatsende gesetzlich möglich ist.

Gilt das Zimmer nun als möbliert und ich habe ein verkürztes Kündigungsrecht oder gilt es als unmöbliert und ich muss 3 Monate doppelt zahlen, was für mich unzumutbar ist , da er wegen meines Auszugs megazickig ist und das Zusammenwohnen schon nahezu unzumutbar ist ?

So sah das Zimmer bei Einzug aus

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