Mietminderung wegen umliegender Baustelle?

7 Antworten

Wie BWhoch2 schon schrieb: ...leider, dass ein Mieter auch wegen nicht vom Vermieter verursachten Beeinträchtigungen die Miete mindern kann.

Sehe ich genauso!

Was den Schimmel angeht: Ein Einschreiben an den Vermieter mit den beschriebenen Mängeln mit angemessener Fristsetzung. Verstreicht die Frist fruchtlos, wäre Mietminderung geboten.

Aber ACHTUNG: Der VM muss nachweisen, dass seine Mietsache frei von Mängeln ist. Stellt sich durch Gutachten heraus, dass Heiz- und Lüftungsmängel ursächlich sind, dann geht der Schuss gründlich nach hinten los!

Nur mal so zum Nachdenken: In meinen Fällen sind es zu 90% Heiz- und Lüftungsmängel - nur zu 10% Baumängel...

Bei Altbauten gibt es praktisch keine Baumängel, da es damals weder Energieeinsparungsverordnung noch EnEV gab; höchstens Undichtigkeit Wand/Rohr, usw...

3x täglich für 10 Minuten mit Fenster GANZ auf lüften und dann immer wieder auf Raumtemperatur aufheizen. Machst du das genau so?

Woher ich das weiß:
Studium / Ausbildung

Leider ist es so, dass ein Mieter auch wegen nicht vom Vermieter verursachten Beeinträchtigungen die Miete mindern kann.

Grundsätzlich würde mich jetzt dieser Lärm nicht stören, da ich sowieso den ganzen Tag während der Woche nicht in der Wohnung bin, wie die meisten Menschen, die einer geregelten Arbeit nachgehen.

Wenn man natürlich Renter/in oder Hartzler ist, sieht das natürlich anders aus.

Hast Du denn eine Ahnung, wie lange die Bauarbeiten noch andauern werden? Irgendwann sind die auch mal wieder fertig. Rückwirkend geht nichts im voraus jedoch schon. Allerdings weiß ich nicht und würde ich Dir auch nicht mitteilen, wenn ich es wüßte, wieviel Minderung Du verlangen könntest. Das findest Du schon noch raus und wer weiß, vielleicht sind die Bauarbeiten bis dahin auch schon wieder erledigt.

Weben Schimmel: Dieser kommt nicht von ungefähr und in den allermeisten Fällen sind die Bewohner einer betroffenen Wohnung selbst schuld. Dennoch, es muss abgeklärt werden und so könntest Du mal dem Vermieter per Einwurfeinschreiben mitteilen, dass Schimmel entstanden ist und dass er sich um Abhilfe kümmern soll. Hier könntest Du auch direkt Mietminderung ankündigen und diese schon bei der nächsten Mietzahlung in Abzug bringen.

Falls dann der Vermieter jemand kommt, der die Ursache feststellt und es kommt heraus, dass Du selbst Verursacher bist, könnte der Schuss natürlich nach hinten los gehen, aber erst einmal muss das geklärt werden.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
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Wenn es sich um einen privaten Vermieter handelt, würde ich mich auch nicht so darum bemühen. Hier geht es aber um eine große Immobiliengesellschaft, die seit Monaten nicht auf unsere Emails antworten. Ich bin weder Hartzer noch Rentner, außerdem ist egal ob die Arbeiten in naher Zukunft aufhören, schließlich ertrage ich in dem Zeitraum trotzdem den Baulärm.

Der Schimmel war sogar schon beim Einzug in der Wohnung und ist nicht nur uns ein Problem, anderen Mietern erging es genauso. Anscheinend sitzt der wohl schon im Mauerwerk. Der Gutachter kann gerne kommen, aber das ist eine andere Geschichte.

Schade das auch hier keine produktive Antwort kam.

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@Namaska

Dies ist leider kein Forum für Wunschantworten. Die Frage auf rückwirkende Mietminderung kann nur mit "Nein" beantwortet werden und zum Schimmel habe ich Dir doch eine produktive Antwort geschrieben. Auf was soll eine Wohnungsgesellschaft am ehesten reagieren, wenn nicht auf Drohung mit Abzügen oder tatsächlichen Abzügen. Was dann am Ende raus kommt, davor musst Du doch keine Angst haben, wenn am Anfang schon Schimmel drin war.

Es kommt immer wieder vor, dass Leute mit einer vorgefertigten Meinung hier Fragen stellen und wenn die Antworten nicht wunschgemäß ausfallen, reagieren sie beleidigt. Eine Wunschantwort hilft Dir aber auch nicht, wenn sie falsch ist.

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@bwhoch2
Frage auf rückwirkende Mietminderung kann nur mit "Nein" beantwortet werden

Auch hier nochmal: Diese Aussage ist (insbesondere auf den konkreten Sachverhalt) einfach falsch.

Ein Minderungsanspruch ist nicht erst nach Erklärung an den Vermieter möglich, sondern schon dann, wenn die Voraussetzungen für die Minderung der Miete vorliegen und kein Ausschlussgrund besteht ( BGH, Urteil vom 25.10. 2011 – VIII ZR 125/11).

Die Verwirkung tritt ggfs. erst dann ein, wenn ein längerer Zeitpunkt zwischen Entstehen des Mangels und der Erklärung gegenüber dem Vermieter liegt.

Bei einem Urteil erinnere ich mich vage an einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten.

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@ChristianLE

Mag sein, dass hier auch rückwirkend was möglich ist, allerdings würde ich dann vom Mieter verlangen, dass er mir exakt nachweist, an welchen Tagen und in wievielen Stunden genau wirklich Baulärm vorlag. Wenn er nicht gerade ein Lärmtagebuch geführt hat, dürfte das schwierig werden, denn es darf wohl mit Fug und Recht davon ausgegangen werden, dass dieser beanstandete Lärm bei einer normalen Straßenbaustelle nicht drei Wochen lang permanent von morgens bis 18.00 Uhr stattfand. Hier handelt es sich wohl eher um eine subjektive Wahrnehmung. Nur wenige Zeugen aus der Umgebung würden im Zweifelsfall wohl genügen, um den Anspruch des FS vor Gericht zu zerpflücken, falls es soweit kommen würde.

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Über die Höhe einer Mietminderung lässt sich hier gar nichts sagen. Zum einen ist dies immer von der konkreten Beeinträchtigung abhängig, zum anderen wäre die Nennung eines konkreten Prozentsatzes eine unzulässige Rechtsberatung.

Hier hilft leider nur der Gang zum Anwalt.

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Hallo,

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Dadurch dass unsere Wohnung nicht sehr groß ist, ist es auch unmöglich in einen anderen Raum zu gehen, der Lärm ist quasi überall und stört.

Jetzt die Frage, kann man hier verlangen dass die Miete gemindert wird oder eher nicht? Und wenn ja, wie geht man da vor? Ich habe so etwas noch nie gemacht.

Ich freue mich über ernst gemeinte Antworten. Danke!

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