Mietminderung nach Renovierung

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15 Antworten

Die Frage, wem die Fliesen gehören zum Zeitpunkt des Auszugs wurde schon mehrfach beantwortet. Zum noch besseren Verständnis hier noch ein Beispiel: Angenommen Du hast ein Haus und einen großen Garten gemietet, in dem leicht noch ein Haus Platz hat und auch gebaut werden dürfte. Da Dir das gemietete Haus nicht gefällt und Du zu Geld gekommen bist, fragst Du Deinen Vermieter, ob Du auf dem freien Platz Dein Traumhaus bauen darfst und zeigst ihm auch gleich die Pläne. Der Vermieter freut sich wie ein Schnitzel und stimmt Dir zu und hilft Dir auch noch, dass Du Deine Pläne so schnell wie möglich in die Tat umsetzen kannst.. Das Haus ist fertig, ihr feiert gemeinsam Einzug und der Vermieter legt Dir zur Feier des Tages einen Mietvertrag für das neue Haus vor.

Wem glaubst Du, gehört von Anfang an das Haus? Dir, weil Du es gebaut und bezahlt hast oder Deinem Vermieter, dem das Grundstück gehört?

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Ist ein Rückbau im Falle des Auszugs ohne großen Aufwand möglich, hat der Mieter eine Wegnahmerecht. Klassische Beispiele sind die Einbauküche und das Hochbett. Das Wegnahmerecht kann der Vermieter durch Zahlung einer angemessenen Entschädigung abwenden. Ist der Vermieter hierzu nicht bereit, hat der Mieter nur die Wahl zwischen einem Rückbau und der unentgeltlichen Überlassung. Die Wahlmöglichkeit besteht nicht, wenn der Vermieter einen Rückbau verlangt. Der Mieter hat dann die Ein- und Umbauten zu entfernen und den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.

Schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn die vom Mieter vorgenommenen Ein- und Umbauten derart mit dem Mietobjekt verbunden sind, dass aus tatsächlichen Gründen eine Entfernung nicht mehr möglich ist. Beispiele hierfür sind die Verbesserung der Elektroinstallation, die Verfliesung des Badezimmers oder die Verlegung von Parkett. Hier kann der Mieter sein Wegnahmerecht nicht ausüben. Durch die feste Verbindung seines Eigentums mit dem des Vermieters verliert der Mieter sein Eigentum an den vorgenommenen Ein- und Umbauten. Aufwendungseratzansprüche wegen der ins Eigentum des Vermieters übergegangenen Mietereinbauten sind oftmals nur sehr schwer durchsetzbar.

Quelle: http://www.ivmieterschutz.de/mietrecht/modernisierung/mietermodernisierung/

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Rein rechtlich hast du keinen Anspruch auf Kostenerstattung. Was fest in die Mietwohnung eingebaut wird, geht in den Besitz des Eigentümers über. Er könnte im gegenteil von dir verlangen, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.

Also wörtlich: Diese Fliesen raus reißen und neue (gleichwertige wie die vorherigen) fachmännisch wieder verlegen lassen.

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Gibt es ein Gesetz oder regelung wo ich diese geltend machen kann,schließlich habe ich für die fließen um die 4200€ bezahlt,und sehe auch nicht ein die fließen dem Vermieter zu schenken.

Einen rechtlichen Anspruch gibt es nicht.

Der Vermieter hätte sogar verlangen können, dass Sie die Fliesen entfernen.

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Kommentar von DerHans
25.08.2012, 13:08

.... und den ursprünglichen Zustand wieder herstellen.

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Wenn dir der Vermieter nicht zugesagt hat, dass er das ablösen wird kannst nix machen. Du hast dir aber auf jeden Fall Arbeit erspart. Hier in Ö müsstest du nach dem rausreißen auch noch neue rein machen weil das Bad mit alten Fließen benutzbar war bei Anmietung und dann, bei Auszug, ohne Fliesen nicht mehr benutzbar wäre. Ich denke viel anders wird das in D auch nicht sein.

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Ich denke, Du kannst nichts machen. Rein rechtlich gehören die Fliesen bereits dem Vermieter. Du hast die Fliesen fest mit dem Bauwerk verbunden. Sie sind damit in das Eigentum Deines Vermieters übergegangen - siehe § 946 BGB.

§ 946 BGB. Verbindung mit einem Grundstück. Wird eine bewegliche Sache mit einem Grundstück dergestalt verbunden, dass sie wesentlicher Bestandteil des Grundstücks wird, so erstreckt sich das Eigentum an dem Grundstück auf diese Sache.

Wenn Du nicht beweisen kannst, dass Dein Vermieter die hierfür Geld geben wollte, hast Du schlechte Karten. Eine Mietminderung kommt im übrigen nicht in Frage. Es liegt ja kein Mietmangel vor.

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Wieso wurdest du vom Vermieter hintergangen? Ob du morgen ausziehst oder in drei Jahren ist hier nicht von Bedeutung. Selbst wenn dein Vermieter dir bei der Wohnungsübergabe gesagt hätte das du die Fliesen doch raus nehmen mußt wäre er im Recht. Du hast es dir sehr einfach gemacht, den dein Ansprechpartner wäre sehrwohl der neue Mieter gewesen, den du willst hier was. Jetzt hast du die Wahl ob du die Fliesen für 0 Euro in der Wohnung lässt, oder du zahlst noch solange die Miete bis du die Fiesen raus genommen hast und die Wohnung wieder bewohnbar ist. Eventuell kommt auch noch die Miete / Otelrechnung für den neuen Mieter dazu. Den der kann durch deinen Fehler nicht in seine wohnung.

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Leider ist dein Anspruch erloschen. Du hättest dem Vermieter rechtzeitig und schriftlich eine Frist setzen müssen (bezahlen oder Fliesen werden dann und dann entfernt) oder mit dem neuen Mieter Kontakt aufnehmen müssen. Dem ist es nämlich egal, wer die Fliesen bezahlt hat. Sie gehören zur Wohnung, die er - wie gesehen - gemietet hat. Und der Vermieter freut sich jetzt wie Keks, weil du nichts Schriftliches hast. So verstehe ich jedenfalls deine Schilderung, dass alles nur mündlich besprochen wurde. Also kann er auch noch die einbehaltene Miete einfordern. Jedes Gericht wird ihm Recht geben! Beim nächsten Mal bitte dran denken!

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Kommentar von DerHans
25.08.2012, 13:03

Selbstverständlich könnte er auch jetzt noch diese Fliesen entfernen, muss dann aber den ursprünglichen Zusatnd wieder herstellen. Natürlich fachgerecht und auf seine Kosten.

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Kommentar von bwhoch2
26.08.2012, 00:17

Nicht nur, dass nichts schriftlich gemacht wurde: Cango hat lediglich gefragt ob er/sie neue Fliesen verlegen darf. Der Vermieter hat das erlaubt vermutlich in der Annahme, dass die relativ hohen Investitionen zu einer dauerhafteren Bindung des Mieters an die Wohnung führen und wenn nicht zu einer willkommenen Aufwertung der Mietsache. Cango hätte von vornherein eine Regelung ausmachen müssen für den Fall des Auszugs. Dann hätte der Vermieter aber vermutlich nicht zugestimmt.

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Altes Sprichwort: "Aus Schaden wird man klug!".

Wer so viel in eine Mietwohnung investiert, müsste vorweg sich die schriftliche Erlaubnis des Vermieters einholen und gleichzeitig festlegen, wie nach Auszug verfahren wird - Rückbaurecht des Vermieters ausschließen und Recht auf Ablöse, je nach Zustand der Sache ausmachen. So wie jetzt die Sache liegt, schaust du mit dem Ofenrohr ins Gebirge. Bist aber beim nächstenmal schlauer.

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Die andere Variante wäre gewesen, daß Du die Fliesen auf eigene Kosten hättest entfernen müssen. Auch dafür hätte der Vermieter nicht aufkommen müssen. Eine Genehmigung des Vermieters für Ein-oder Umbauten verliert ihre Gültigkeit mit der Beendigung des Mietverhältnisses. Daher kann der Vermieter auch verlangen, daß ein Mieter den ursprünglichen Zustand wiederherstellt. Das selbstverständlich auf eigene Kosten. Und ein Irrtum ist, daß man sich nur an den Vermieter halten sollte, wenn es um solche Fragen geht. Sucht man selbst einen Nachmieter, bespricht man solche Details doch auch nicht mit dem Vermieter. In direktem Kontakt hätte man mit dem Nachmieter diese Frage in wesentlich kürzerer und klarerer Form klären können. Dann wäre auch ein Entfernen der Fliesen vor dem Auszug möglich gewesen. Nun sind sie halt verschenkt.

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Kommentar von cango
25.08.2012, 10:59

Das wäre mir Recht,hätte der Mieter mich nicht rumvertröstet,kurz bevor ich ausziehe hat er mir gesagt das ich die abbauen kann,dann habe ich gefragt wie ich diese in zwei tagen schaffen soll,hat er dumm gelächelt was eindeutig zeigt das er diese geplant hat.

Außerdem sind die fließen immernoch im Haus,wo es immernoch benutz wird.

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Bei einem Anwalt eine Rechtsauskunft holen (kostet nicht die Welt). Aber ehrlich gesagt sehe ich leider wenig Chancen für Dich.Aber frage lieber doch mal einen Fachanwalt...

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Kommentar von DerHans
25.08.2012, 13:05

Das nennt man dann, noch gutes Geld zum Fenster raus werfen.

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Eine Abschlagzahlung muss man leider vor Auszug vereinbaren, im Nachhinein wirst du keinen Erfolg haben. Da hättest du echt nen Hammer nehmen sollen. Wär das Geld zwar auch futsch, aber so lacht sich der Vermieter nicht ins Fäustchen.

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Kommentar von cango
25.08.2012, 10:51

Habe vorsichtshalber die letzten Monatsmiete nicht bezahlt,so das er mir diese noch anfordert

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Kommentar von bwhoch2
26.08.2012, 00:23

Das mit dem Hammer wäre ganz schlecht gewesen, denn die Fliesen gehörten bereits dem Vermieter. Sachbeschädigung und auch noch vorsätzlich! Böse Sache!

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Lasse dich b von einem Anwalt beraten, Erstgespräch kostet nichts!

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Kommentar von franzi111
25.08.2012, 10:59

Erstgespräch kostet nichts!

Weit verbreiteter Irrtum !

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Am besten damit zum Mieterschutz - Bund gehen.

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Kommentar von bwhoch2
26.08.2012, 00:13

...der Dir dann auch nichts anderes sagen kann, als die meisten Antworter hier. Den Weg kannst Du Dir sparen. Die Verzweiflung wird nur noch größer.

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Waren bei deinem Einzug schon Fließen an den Wänden???

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