Mietkaution an wen auszahlen?

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13 Antworten

Wir haben einen neuen Mietvertrag geschlossen. Die Kaution haben wir
nach Absprache mit den beiden auf dem angelegten Sparkonto gelassen.

Ich gehe mal davon aus, dass es in seinem Sinne war, dass ein neuer Mietvertrag ohne ihn als Mieter geschlossen wurde. Ihr habt abgesprochen, dass die Kaution auf dem Konto bleibt. Euch ist jedoch nicht bekannt, ob der Mann dann anschließend das Geld von ihr verlangt hat, was durchaus sein könnte. Würdet ihr nun das Geld an ihn und nicht an Eure Mieterin auszahlen, wäre die Auszahlung an ihn nicht schuldbefreiend im Vertragsverhältnis zur Mieterin und sie könnte die Kaution, bzw. den Rest, von Euch nochmal einfordern.

Er kann nur dann das Geld von Euch fordern, wenn er eine schriftliche Abtretungserklärung der Frau vorweisen kann.

Der Mann möchte nun, dass wir ihm das Geld ausbezahlen, da es seins ist.

Da irrt er: Wie und von wem die Kaution von den gemeinsamen Mietern seinerzeit aufgebracht wurde, darf euch als Vermieter egal sein.

Wenn übereinstimmend vereinbart wurde, die Mietsicherheitsleistung auf das neue Mietverhältnis zu übertragen, hätte er von ihr sein Geld im Innenverhätnis herausbeanspruchen müssen. Ob er das mangels Vereinbarung oder Verjährung seiner Forderung ihr gegenüber kann, darf euch egal sein - die Kaution ist dem aktuellen Mietverhältnis zugeordnet und demnach der Mieterin verzinst auszuzahlen.

Nun ist die Frau ausgezogen und hat uns die Wohnung furchtbar hinterlassen.

Eine Inanspruchnahme der Kaution setzt voraus, dass die Mieterin nachweislich (Einwurf-Einschreiben) unter angemessener Fristsetzung (14 Tage sollten es je nach Umfang der notwendigen Arbeiten schon sein) detailliert aufgelistet zu vertragsgemäßer Rückgabe, Räumung, Rückbauten, Schadensbehebung und ggf. Renovierung aufgefordet  und darin ausdrücklich angekündigt wurde, nach fruchtlosem Fristablauf in Ersatzvornehme Behebung durchzuführen und die notwendigen Kosten von der Kaution einzubehalten sowie, wäre man deswegen an der Weitervermietung gehindert, eine Nutzungsentschädigung (Monatsmiete) einzubehalten.

Wie verhalte ich mich richtig?

Das Schreiben muss von euch beiden unterzeichnet sein, wenn ihr als Vermieter gemeinsame in ihrem MV benannt seit und keine wechselseitige Vertretungsbefügnis vereinbart wäre.

Inhalts- und Formmängel berechtigen die M andernfalls zu Klage auf Kautionsauszahlung wg. ungerechtfertigter Bereicherung :-O

G imager761

Eine unsaubere Trennung der Mieterpartei ! Wurde der EX_Mieter schriftlich aus dem Vertrag entlassen oder wurde der alte Mietvertrag aufgelöst bzw. gekündigt? 

Es steht zu vermuten, dass die Kautionsübergabe vom alten Vertrag auf den neuen Vertrag nicht von allen Personen der Parteien schriftlich vereinbart wurde.

Daher müsste die Kaution zur Wiederherstellung der Vermietbarkeit der Wohnung zu verwenden sein, wenn die Mieterin nach Fristsetzung sich dieser Aufgabe nicht widmet. Dir als Vermieter kann es egal sein, wer die Kaution hinterlegt hat. Wird die Kaution von dir zum vorgenannten Zweck restlos verbraucht, hat sich für dich die Sache erledigt. Bleibt Geld übrig, steht es dem Kautionsgeber zu, denn das Konto läuft auf seinen Namen.

Die Kaution dient ja dafür, dass, sollte die Wohnung nicht ordnungsgemäß verlassen werden, der Vermieter daraus eventuelle Reparaturen zahlen kann. Dafür kannst du sie nutzen - und dafür ist sie ja auf das Konto eingezahlt worden, bzw. stehen gelassen worden. Der Mann muss sich an seine Ex wenden, wenn er das Geld wiederhaben will.

Neuer Vetrag und Kaution übernommen also gehört sie eig zu der Frau. 

Wenn er irgendwas wieder haben möchte muss er das mit ihr klären. 

in dem fall muss der mann das geld von der frau zurückfordern.

wenn er das bisher nicht gemacht hat, ist das sein pech, aber du bist da nicht zuständig

Das hängt von den eindeutigen schriftlichen Verinbarung zu dem geschilderten Wechselspiel ab.

Erklären Sie die Aufrechnung mit den Kosten der versäumten Renovierung und lassen Sie sich im Zweifel verklagen. Dann sieht man, wie das Gericht entscheidet - alles andere wäre zum jetzigen Zeitpunkt ohne genuae Kenntnis der Vereinbarungen zur Kaution "Spökenkieckerei!"

Kommentar von imager761
20.02.2016, 11:08

Das hängt von den eindeutigen schriftlichen Verinbarung zu dem geschilderten Wechselspiel ab.

Nein, auch mündliche Abreden oder konkludentes Verhalten sind hinlänglich. Wenn er seine Kautionsleistung mit Auszug und Vertragsbeendigung nicht geltend macht, sondern ihr überlässt, hat er dies mit ihr zu klären, nicht mit dem VM :-)

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Was noch von der Kaution übrig ist, geht an den Mieter. Was die beiden untereinander abkaspern, ist deren Sache, nicht euer Problem.

Du siehst das m. E. genau richtig. Die Kaution gilt für das Mietverhältnis und nicht  für eine Person.

Die Kaution geht an den Vertragspartner zurück. Das war zuletzt die Frau alleine. Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Die Mieter bildeten eine BGB-Gesellschaft. Wie die sich nun untereinander verständigen, ist nicht Dein Problem.

Gebe das Geld an die Person, die im Mietvertrag angegeben ist, also der Frau. 

Auf welchen Namen ist das Sparkonto angelegt?

Kommentar von mellawe
19.02.2016, 22:55

Nur auf seinen, hatte aber Platzgründe (nicht so viele Zeichen möglich bei der Bank)

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Ich würds dort hin überweisen wo es her kam.

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