Mietfrei wohnen gegen finanzielle Hilfe beim Hauskauf

1 Antwort

1.Sie müssen den Betrag nur dann auf ihren späteren Erbteil anrechnen lassen, wenn die Eltern das bei der Hingabe des Geldes so bestimmt haben. Schließlich sind ihre Eltern in der Verwendung ihres Vermögens frei und können auch ihre Kinder - bis zur Grenze der Pflichtteile - "ungleich" behandeln.

2.Ihre Schwester denkt wohl an einen späteren "Pflichtteilsergänzungsanspruch". Das bedeutet folgendes: Wenn ihre Eltern innerhalb 10 Jahren nach der Schenkung des Betrags versterben, müssten dieser Betrag rechnerisch dem verbliebenen Nachlasswert hinzugeschlagen und die Beträge der Erbanteile der Geschwister aus dem so erhöhten Gesamtbetrag ermiitelt werden Allerdings schmilzt diese Zuschlagspflicht jährlich um 10% ab, so dass z.B. nach 5 Jahren nur noch 50% des geschenkten Betrags zuzuschlagen werden, nach 9 Jahren nur noch 10%.

3.Wenn sie dem vorbeugen wollen, wäre es wohl zweckmäßig, dass sie die "Schenkung" des Betrags in ein vorausgezahltes Mietentgelt der Eltern für die Wohnung umwandeln. Es handelt sich dann nicht um eine Schenkung (als Voraussetzung für den etwaigen Pflichtteilsergänzungsanspruch der Schwester), sondern um eine Gegenleistung für das Wohnen. Schließen Sie also einen Vertrag mit ihren Eltern, in dem sie eine Pauschalzahlung von 35.000.- für lebenslanges Wohnen in dem Haus vereinbaren. Dabei könnten sie als "good will" gegenüber der Schwester vorsehen, wenn das Mietverhältnis vor Ablauf von X Jahren (z.B. 5 Jahre) durch Tod der Eltern erlischt, einen rechnerischen Restbetrag dem Nachlass zuzuschlagen und daraus die Erbanteile zu berechnen. Wenn z.B. die monatliche Miete auf 300 € = 3.600 € pro Jahr angesetzt würde. wären nach 5 Jahren 18.000 € "abgewohnt", und nach ca. 10 Jahren der ganze Betrag von 35.000 € . Rechnen Sie das auf die in ihrem Fall tatsächlich nach dem örtlichen Mietspiegel in Betracht kommende Miete um. Damit müsste ihre Schwester eigentlich befriedigt sein. Übrigens: Das "Kümmern" um die Eltern spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, es sei denn, sie wollen den erhaltenen Betrag auch als Gegenleistung für ihr Kümmern behandeln. Danmn sollten sie das aber auch schriftlich so mit ihren Eltern vereinbaren.

Danke, die Antwort ist sehr hilfreich, aber wenn der Betrag auf voraus gezahltes Mietentgeld umgemünzt wird, wie wäre das denn dann steuerlich anzusehen ? Müsste ich das dann nicht als Mieteinnahme versteuern ?

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@riklar

Wenn Sie das nicht als interfamiliären Vorgang handhaben können, ist die Steuerfrage sicher zu beachten. Vielleicht hilft es, den Betrag von den Eltern als "Mieterdarlehen" entgegenzunehmen und ihn mit der monatlichen Miete ratenweise zu verrechnen. Dann müssten Sie allenfalls den jährlichen Mietbetrag, um den sich ihre Mieterdarlehensschuld mindert, in ihrer Steuererklärung erfassen. Dem könnten sie dann vielleicht die Aufwendungen für Ihre Hypothekenschuld und die Hausunkosten gegenrechnen, so dass ihr effektiver Steueraufwand sich verringert oder gar, wenn die Ausgaben über den Einnahmen liegen, entfällt. Andererseits natürlich: Wenn der Betrag als Schenkung figuriert, schützt Sie Ihr schenkungssteuerlichewr Freibetrag von 400.000 Euro vor einer Steuerpflicht. Sie sollten das mit einem Steuerberater erörtern. Vielleicht hat ja ihre Schwester auch Verständnis, wenn sie ihr einfach erklären, dass dem Finanzierungsbeitrag der Eltern deren kostenloses Wohnen auf Lebenszeit gegenübersteht. Wenn sie auch nur ein halbwegs "anständiger"! und gewissenhafter Mensch ist, sollte sie das kapieren und froh sein, dass es ihren Eltern auf diese Weise so gut wie möglich geht und daher auf die möglichen Ausgleichungs- oder Zurechnungsansprüche verzichten. Schließlich wären die, wie ihnen schon mitgeteilt, nach 10 Jahren ohnehin "abgeschmolzen".

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@sergius

Danke für die schnelle und hilfreiche Antwort. Ich hoffe sehr, das es sich familienintern regeln läßt. Ist ja doch immer der beste Weg.

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